Archiv der Kategorie: Alltag

Schild und Segen 2

(Leider verspätet, da ich recht beschäftigt bin aufgrund der Vortragsreise)

Im Juni habe ich über die Initiative des „Forums für gute Nachbarschaft“, einer Gruppe von einzelnen jüdischen Einwohnern und Aktivisten aus Samaria und Judäa, zum muslimischen Feiertag E’id al-Fitr berichtet, die darin bestand, ein Poster mit Segenswünschen zum Feiertag auf Hebräisch und Arabisch auf einer der Autobahnen der Region aufzuhängen, um damit Interesse und Achtung vor der lokalen muslimischen Bevölkerung zu demonstrieren. Damals hatte einer der Mitglieder der Gruppe, Jacky Fried, die Hoffnung geäußert, dass auch zum nächsten Feiertag, E’id al-Adha (Opferfest), solche Poster aufgehängt werden könnten.

Genau das geschah auch, als das Opferfest seinen Anfang am 22.08 nahm. Mehrere großflächige Poster wurden gedruckt, und einige Mitglieder der Gruppe machten sich auf, diese an einem sichtbaren Ort aufzuhängen; darunter war auch die von palästinensischen Autos viel befahrene Kreuzung bei der israelischen Ortschaft Adam, in der sich am 27.07 ein Terroranschlag mit einem Toten ereignet hatte. Andere Poster wurden in Gush Etzion, in der Region von Südsamaria und im Jordantal aufgehangen. Den Berichten zufolge wurden sie nicht abgehängt. Während die Gruppenmitglieder die Poster aufhingen, wurden sie von einigen palästinensischen Fahrern im Vorbeifahren durch Hupen ermuntert.

Das Segensposter

„An unsere muslimischen Nachbarn anlässlich des gesegneten E’id al-Adha-Festes, wünschen wir euch ein frohes Fest und ein gesegnetes Jahr. Die israelischen Einwohner der Region – Forum für gute Nachbarschaft“

Solche Initiativen sind immer schön und machen hoffnungsvoll, obwohl niemand wirklich weiss, wie sie beim Zielpublikum ankommen. Viele Teile der palästinensischen Gesellschaft sind leider stark von der Anti-Normalisierungsideologe, die sich gegen nachbarschaftliche Beziehungen mit den „Siedlern“, beeinflusst; andere fassen es als Scheinheiligkeit dar, weil trotz der guten Wünsche der „eigentliche Grund“ für die Situation in der „Besatzung“ durch Israel liege und der größte Wunsch der Palästinenser wäre, dass Israel die Besatzung beenden und verschwinden möge.

Aber es gibt auch andere Meinungen, und ich bin sicher, viele wurden von der Botschaft angenehm überrascht.

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In eigener Sache: Eine gute Gemeinschaft

In der letzten Woche wurde ich krank. „Dank“ meiner momentanen Arbeit im Kindergarten hatte ich die Windpocken eingefangen, die ich im Kindesalter leider nie gehabt habe und wahrscheinlich auch nicht dagegen geimpft worden war.  Leider war auch eingetreten, wovor mich einige gewarnt hatten – im Erwachsenenalter würden Komplikationen auftreten und man würde die Krankheit schwerer überwinden – am vierten und fünften Tag nach dem Ausbruch bekam ich hohes Fieber und extreme Halsschmerzen. Es stellte sich heraus, dass die Pocken auch in den Rachen geraten waren, und nach der Einnahme von Antibiotika, die mir nicht geholfen hatten, riefen meine Freunde den Krankenwagen und ich wurde ins Jerusalemer „Sha’arey Tzedek“-Krankenhaus eingeliefert.

Dort ließ man mich in einem Isolationszimmer über Nacht, mit zahlreichen Infusionen versorgt, da ich selbst nicht trinken und essen konnte. Am Freitagnachmittag wurde ich schließlich nach erheblicher Besserungen und wieder einigermaßen schlucken könnend nach Hause entlassen, was sich als richtige Entscheidung herausstellte… denn es ist immer noch besser, sich daheim auszuruhen, als abgeschottet in einem Krankenhaus und seiner traurigen Atmosphäre.

Während der gesamten Zeit hatten sich die Einwohnerinnen aus unserer kleinen Gemeinde auf dem Hügel über meinen Zustand informiert, noch bevor der Krankenwagen bei mir vor der Tür erschien, und erst recht, als ich ihnen darüber Bescheid gab. Die einen schrieben mich an, andere riefen meine Freunde an, und zwei versuchten mich sogar im Krankenhaus per Telefon zu erreichen, als ich mich persönlich nicht meldete. In der Whatsapp-Gruppe hielten sie sich auf dem Laufenden und eine schrieb mir: „Werde bald gesund und dann können wir dich verwöhnen 🙂 “ Am nächsten Tag dasselbe – sie erkundigten sich, wann ich daheim wäre und was man mir zum Essen vorbereiten könnte. Da es eher riskant gewesen wäre, mich persönlich einzuladen – die Gefahr der Ansteckung war noch nicht vorbei und so gut wie jeder Haushalt hier hat kleine Kinder -, bereiteten mir einige Suppen vor, ich konnte ja noch immer nicht Festes essen.

Mittlerweile hat sich mein Zustand sehr verbessert, und so Gott will werde ich bald wieder auf festen Beinen stehen, alles Beliebige essen und mich auch draußen ohne Bedenken zeigen können (Windpocken stellt man halt nicht gerne zur Schau…), aber trotz dieser nicht schönen Erfahrungen habe ich etwas Tolles am eigenen Leib erfahren dürfen  –  die lebendige Kraft einer einwandfrei funktionierenden und warmen Gemeinschaft, die sich um einen sorgt und nach Möglichkeit das Gefühl von Zugehörigkeit und Relevanz verleiht und das alles, ohne etwas zurück zu erwarten. Es ist schön, Teil einer solchen Gemeinschaft zu sein und zu wissen, dass einen Menschen mit guten Herzen umgeben.

🙂

 

 

NEWS: Sammeltaxis nach Judäa und Samaria

Medienberichten zufolge hat das Verkehrsministerium mit einer Reform des Sammeltaxisystems begonnen, das nun das ganze Land umspannen und bis zu 110 neue Linien („Moniot Sherut“ auf Hebräisch) bereitstellen soll. Die Taxis sollen in bis zu 20  landesweit verteilten Knotenpunkten für die Öffentlichkeit bereitgestellt werden – darunter auch in Judäa und Samaria, in deren Fall beispielsweise Jerusalem durch die Sammeltaxis mit der Gush Etzion-Region verbunden werden soll und dadurch eine schnelle Anbindung und eine Alternative zum Anhalterfahren bieten kann. Fahrgäste würden, wie in regulären Bussen, mit der „Rav Kav“-Magnetkarte zahlen und 90 Minuten freie Umstiegszeit nutzen können; ebenso würden auch in den Taxis die Vergünstigungen für Studenten, Pensionäre und Behinderte gelten.

Bisher sollten Israelbesuchern die Sammeltaxis vor allem aus Tel Aviv oder auch dem Ben Gurion-Flughafen bekannt sein. Auch in Tel Aviv sollen neue Taxilinien hinzukommen. (Zwischen dem Ben Gurion-Flughafen und Jerusalem wurde allerdings seit einiger Zeit eine umgekehrte Reform in Kraft gesetzt – es gibt eine wesentlich günstigere und einfacher zu erreichbare Buslinie.) Ob die neuen Linien auch am Shabbat und jüdischen Feiertagen verkehren werden, ist unbekannt.

(Quellen: TheMarker, Kikar Hashabat)


Als ich die Nachricht gelesen habe, ist mir etwas Amüsantes eingefallen: Die Hauptverkehrsmittel der palästinensischen Einwohner von Judäa und Samaria stellen gelbe/orangefarbene Sammeltaxis mit grünen Nummernschildern dar, die zwischen Dörfern und Städten verkehren, sehr billig sind und ebenso nach Anhalteprinzip (ohne feste Haltestellen) funktionieren. Sowohl die palästinensischen als auch die israelischen Sammeltaxis haben ähnliche Farben und Fahrzeugtypen und, was die israelischen angeht, viele arabische Fahrer.

Was also, wenn die israelischen Sammeltaxis bei uns eingesetzt werden würden und man anfinge, zwischen den beiden zu verwechseln?… 🙂

Schild und Segen

Heute beginnt der 4-tägige muslimische Feiertag E’id al-Fitr, der auf das 30-tägige Ramadan-Fasten folgt. Die arabisch-muslimische Bevölkerung von Judäa und Samara ist in Feiertagsmodus – in den Dörfern und Städten im ganzen Gebiet; palästinensische Arbeiter bekommen (manche noch bis Sonntag) freigestellt.

Das „Forum für gute Nachbarschaft“, eine Gruppe von einzelnen jüdischen Einwohnern aus Samaria und Judäa, hat den Vorstehenden der Regionalverwaltung die Initiative vorgelegt, den Segensschilder zum Feiertag auf Arabisch und Hebräisch auf den Schnellstrassen aufzustellen. Vor einem Jahr hatte der Vorschlag kein Interesse gefunden, in diesem Jahr sprach eins der Forumsmitglieder, Jacky Fried, den Regionalvorstehenden von Binyamin (Südsamaria), Avi Roeh, an, und dieser erklärte sich bereit, die Veröffentlichung zu übernehmen – auch nachdem andere Verwaltungsmitglieder dafür abgestimmt hatten. Das Schild wurde in den letzten Tagen auf einer Schnellstrasse im Binyamin-Gebiet aufgestellt. Es hat kein offizielles Verwaltungslogo („Das war offenbar schon zuviel“, so Fried), aber dennoch die angenehme Botschaft:

„Segenswünsche des ‚Forums für gute Nachbarschaft in Binyamin‘ an unsere muslimischen Nachbarn zum E’id al-Fitr-Feiertag“

Segenswunsch zum E’id al-Fitr Feiertag in Binyamin. Foto: Jacky Fried

 

Vielleicht werden weitere die Initiative aufgreifen, wenn in einigen Monaten das Opferfest E’id al-Adha stattfindet, meinte Jacky Fried. Wir lassen uns überraschen.

 

 

Kirschenfestival in Gush Etzion

Wisst ihr noch?

In den vergangenen Wochen hatten die Kirschplantagen des Kibbutzes Kfar Etzion im Herzen der Gush Etzion-Region (Judäa)  unter Brandattacken von arabischen Attentätern aus der Umgebung zu leiden. Darüber habe ich hier berichtet. Nun gibt es in unserer Region weitere Kirschplantagen (Kirschen werden in Gush Etzion nur von jüdischen Einwohnern gezüchtet), so beispielsweise im auf der anderen Landstraßenseite liegenden Kibbutz Rosh Tzurim. Am 01.06 (Freitag) veranstaltete die Regionalverwaltung von Gush Etzion zwischen 10 und 14.30 Uhr das mittlerweile 16-te Kirschenfestival auf den Feldern des Kibbutz, wobei man für nur 30 Shekel nach Belieben von den Bäumen pflücken und essen sowie an parallelen Aktivitäten für die ganze Familie teilnehmen durfte. Sprich – hab Spaß und iss, bis du kirschrot wirst und platzt 😉 Das Mitnehmen der selbstgesammelten Ernte kostete natürlich noch einmal etwas. Viele hunderte Menschen aus Gush Etzion, Jerusalem und Umgebung ließen sich nicht zweimal dazu einladen und kamen vorbei. (Und ich habe das Ganze verschlafen…)

Klickt auf die schönen Bilder, um sie euch anzuschauen! (Quellen: Gush EtzionTourism, Channel 7)

Yom haShoah Holocaust-Gedenktag

Quelle: Internet

Heute findet der jüdische Holocaust-Gedenktag, Yom haShoah, statt und wird in Israel und der gesamten jüdischen Welt begangen. Das jüdische Volk wird seine Opfer nicht vergessen, seinen Mördern nicht vergeben, und von den nachfolgenden Generationen erwarten,Verantwortung für die Vergangenheit zu zeigen und eine Lektion daraus für die Zukunft zu ziehen.

***

Die Einwohner von Alon Shvut, Gush Etzion (meinem Wohnort), nehmen an diesem Tag am landesweit organisierten Projekt „Gedenken im Wohnzimmer“ (Zikaron baSalon) teil, das sich zum Ziel gesetzt hat, aktives Gedenken an die Shoah zu üben, indem man der Öffentlichkeit die Möglichkeit gibt, ein persönliches Gespräch mit einem/r Überlebenden in einer vertrauten Atmosphäre zu führen, seine/ihre Geschichte zu hören und Fragen stellen zu können. Dabei können Einzelne, Gruppen und Vereine eine solche Begegnung organisieren, mit Überlebenden der Shoah und ihren Kindern. Auch Gruppendiskussionen zum Thema werden veranstaltet und geführt.

Das Projekt existiert seit 2010 und tausende von Menschen nehmen jedes Jahr daran teil.

In diesem Jahr fanden am Vorabend, dem 11.04, zwei Gespräche und eine Diskussion statt: Mit Rivka König, einer Überlebenden von Auschwitz und Bergen-Belsen und Jeremy Kornitz, einem Sohn von

Das VEranstaltungsprogramm von Alon Shvut

Überlebenden (der „zweiten Generation“, wie es genannt wird). Eine Diskussion mit dem Thema „Wo sind die Juden, die wir so geliebt haben, zu hassen?“ über die Verhältnisse zwischen Juden und Polen nach Kriegsende bis heute, führte der Rabbiner Rafi Ostroff.

Heute (12.04) werden laut Programm zwei Gespräche stattfinden, mit Esti Gutmann, „Bilder von Papa“, und Sara Pollak, „Meine Familienmitglieder“.

Möge das Andenken der Shoah-Opfer gesegnet sein.

Fast tägliche Terrorvorkommnisse

Shalom liebe Leser/-innen,

während die politische Szene rund um unsere hohen Staatsdiener (von welchen viele zu meinen scheinen, sie seien vielmehr Staatsherren) kocht und brodelt, geht indes das Leben in den „von Juden besetzten Gebieten“ von Judäa und Samaria weiter und auch hier ist nicht alles ruhig. Skandale bahnen sich momentan nicht an, aber Streit um Grundstücke, neue Bauvorhaben und natürlich (natürlich?) reguläre terroristische Attacken auf die israelischen Einwohnergehören zu unserem Alltag.

Der Terror, beziehungsweise wem der Ausdruck zu allgemein vorkommt, gewalttätige nationalistisch motivierte Attacken seitens arabischer Einwohner gegen israelische (jüdische) Einwohner in Judäa und Samaria, drückt sich, ausgenommen besonderer tragischer Vorkommnisse wie den letzten grausamen Morden an Rabbiner Itamar Ben Gal oder Rabbiner Raziel Shevach, immer auf dieselbe Art und Weise aus: Steinwürfe auf zivile Autos, Brandbombenattacken auf  zivile Autos und Armeeposten, Attacken auf zivile Sicherheitsmänner und Schüsse auf Armeeposten. Es gibt auch gewalttätige Demonstrationen und Auseinandersetzungen mit Soldaten, wobei in den allermeisten Fällen Soldaten nur verletzt, aber die Demonstranten häufig tödlich getroffen werden – was andere nicht davon abhält, ihre Demonstration in derselben Weise fortzusetzen. Über Auseinandersetzungen mit der Armee berichte ich generell nicht, es ist nicht Teil des Blogthemas.

Den Großteil der Nachrichten über Attacken auf Zivilisten erfahre ich nicht über die israelischen Mainstream-Medien. Auch diese, die man in Bezug auf Judäa und Samaria eher in der zentral-linken politischen Ecke einordnen kann, befinden es nicht für besonders wichtig, über diese Vorkommnisse zu berichten. (Bei dieser misslichen Lage kann man leider erst recht nichts mehr von internationalen Medien erwarten.) Meine Info kommt über alternative Nachrichtenplattformen wie die populäre Seite 0404 , über Facebook oder über INN (Kanal 7), das traditionell als rechts und religiös, aber dennoch ein offizieller Nachrichtenkanal, gilt.  Dabei versichere ich mich meistens doppelt, was Attacken angeht, um nicht auf „Enten“ hereinzufallen, von denen man natürlich immer einen gewissen Prozentanteil erwarten muss, wie bei jedem Medium. Die Plattform 0404 ist eine sehr praktische Quelle, was Kurznachrichten betrifft, und belegt die meisten Berichte mit aktuellen Fotos und Videos, die von den Nutzern vom Tatort an den Betreiber der Plattform geschickt werden, natürlich über WhatsApp, das offenbar meistgenutzte Kommunikationsmittel in Israel.

Der größte und mich am meisten störende Nachteil von 0404 ist ihr rechter Charakter. Abgesehen von den Fakten (Steinwürfe, Molotow-Cocktails etc.), werden die Berichte und Meinungsartikel sehr tendenziös und nicht gerade politisch korrekt formuliert. Die Information ist belegt, aber die Form ist sehr störend für mich als jemand, der keinen Extremismus von keiner Seite bevorzugt. Es gibt keine neutrale Berichterstattung, aber wenn die Ha’aretz-Zeitung als linksaußen gilt, so ist 0404 sehr rechtsaußen, und so, wie ich Ha’aretz im Allgemeinen nicht gerne lese, habe ich auch an 0404 kein Vergnügen. Aber ich nutze dennoch meine Möglichkeiten, um den Kern (die notwendige Information, die sonst in den „neutralen“ Mainstreammedien als irrelevant bewertet wird) von der Schale (dem übermäßigen Nationalismus) zu befreien.


Was die News selbst angeht, so liste ich hier einige der Vorkommnisse der letzten Tage und Wochen auf:

  • Heute (11.03), ein Steinbrocken wurde auf die
    Fahrzeug bei Hizme

    Windschutzscheibe einer Fahrerin nahe des Hizme-Übergangs (Südsamaria) geworfen. Resultat: Windschutzscheibe zerschmettert, Fahrerin leicht verletzt.

  • Gestern (10.03), ein Autofahrer wurde mit Steinen auf der Landstraße 55 (Südsamaria) beworfen.Resultat: Windschutzscheibe zerschmettert.
  • Gestern (10.03), zwei Armeeposten nahe Ramallah (Bira und Betunia) wurden beschossen. Keine Verletzten.

    Bus im Jordantal
  • 08.03, ein Linienbus wurde im Jordantal (Udja) mit Steinen beworfen. Resultat: Fahrer wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht, Windschutzscheibe beschädigt, Ersatzbus musste zur Verfügung gestellt werden. Ein weiterer Bus wurde beim Hizme-Übergang (Südsamaria) angegriffen. Resultat: Windschutzscheibe beschädigt.

    Linienbus bei Hizme
  • 08.03, Armeestellung nahe Nablus beschossen. Keine Verletzten.
  • 07.03, Jugendlicher wurde von Steinen nahe des Vorpostens Givat Gonen bei der Siedlung Har Bracha (Samaria) beworfen und verletzt.
  • 06.03, Steine wurden auf Autos und zwei Busse nahe Teko’a, El-Arub und Bet Ummar (Gush Etzion) geworfen (tags- und nachtsüber). Resultat: Fahrzeugschaden, keine Verletzten.
  • 06.03, Soldaten der lokal stationierten Einheit konnten einen palästinensischen Araber festnehmen, der dabei war, Molotowcocktails auf die Landstraße bei Bethlehem/El-Khader zu werfen.
  • 04.03, Molotowcocktails wurden auf fahrende Autos nahe der Ortschaft Neve Tzuf (Halamish) geworfen. Resultat: keine Verletzten, Fahrzeugschaden.
  • 03.03, Molotowcocktails wurden auf fahrende Autos bei der Ausfahrt aus Ariel (Samaria) geworfen. Keine Verletzten, kein Schaden.
  • 27.02, bis zu 25 Stein- und Brandbombenangriffe im gesamten Territorium von Judäa, Samaria und Ostjerusalem, u.a. bei Sha’arey Tikva, El-Khader, Kiryat Arba und Efrat. Resultat: Keine Verletzten, einige der Fahrzeuge erlitten Schaden.

    Brandbombe bei Kiryat Arba
  • 23.02, Terroristen warfen eine Brandbombe auf den Schutzzaun von Kiryat Arba/Hevron. Keine Verletzten.

 

Am Dienstag, 06.03, griffen Verdächtige ein erneutes Mal den Vorposten Givat Sorek der jüdischen Ortschaft Karmey Tzur in Gush Etzion an, auf dem sich ein Synagogengebäude befindet, mit Brandbomben an und brannten die Synagoge inklusive Inventar und Bücher nieder. Es ist nicht das erste Mal, dass die provisorische Synagoge des kleinen Vorpostens Schaden erleidet. Der Vorposten wurde im Sommer 2014 nach der Entführung der drei Jugendlichen Eyal Yifrach, Gil-ad Sha’er und Naftali Frenkel errichtet, denen die Synagoge und ein

Verbrannte Gebetbuchseiten in der Synagoge von Givat Sorek, 06.03.18

Aussichtsposten gewidmet worden war. Benannt wurde es nach dem Ehepaar Eyal und Ya’el Sorek, die von einem arabischen Terroristen im Jahr 2002 in der Siedlung selbst ermordet worden waren. Um den Hügel selbst gibt es einen Grundstücksstreit, weil noch unklar ist, ob es sich um Privatland handelt oder nicht. Die Regionalverwaltung von Gush Etzion bestreitete einen Privatlandanspruch und erklärte, dieser sei zuvor geprüft und nicht ermittelt worden. (Quelle: INN)