Schlagwort-Archive: gush etzion

NEWS: Arabischer Busfahrer attackiert

Es kommt leider vor.

Am frühen Morgen des 19.02.18 wurde Saleh Abu Jamal, ein Fahrer des israelischen Busunternehmens Egged Ta’avura (Route Jerusalem – Kiryat

Saleh Abu Jamal. Quelle: Ynet

Arba/Hevron, Judäa) aus Jabal Mukkaber in Ostjerusalem, wurde von jüdischen Jugendlichen im Bus rassistisch beschimpft und physisch angegriffen. Es handelte sich eine sogenannte Nachlinie, die in frühen Morgenstunden (1 – 3 Uhr morgens) an Donnerstag- und Samstagabenden, den üblichen „Ausgehtagen“, zwischen Jerusalem und Kiryat Arba/Hevron pendelt und vor Kurzem eingerichtet wurde. Sie wird zumeist von jungen Leuten, nicht selten schwer betrunken, genutzt.

Die jüdischen Jugendlichen, die Abu Saleh in seiner späteren Aussage als nicht betrunken bezeichnete, verlangten von ihm, schneller zu fahren. Als er erklärte, die Wetterbedingungen ließen dies nicht zu, wurden die Jugendlichen zunehmend ausfallender und beschimpften ihn mit rassistischen Ausdrücken. Der Fahrer meldete das Geschehende an die Zentrale, wich von der geplanten Route ab und hielt an einer Parkstelle an, um die Polizei zu rufen. Er wurde dabei wiederum beschimpft und schließlich von einem der Männer auf den Kopf geschlagen. Ein Passagier versuchte, die Angreifer vom Fahrer zu trennen. 

Nachdem Abu Saleh die Polizei gerufen hatte, wurde er ins Sha’arey Tzedek-Krankenhaus in Jerusalem eingeliefert und dort behandelt. Die Polizei hatte die Tat als unter Einfluss von Alkohol gewertet, obwohl der Fahrer bestritt, dies angegeben zu haben. Abu Jamal äußerte sich zu Journalisten von Ynet, er würde nun Angst haben, dieselbe Route zu fahren:

„Dieses Mal wurde ich leicht verletzt, das nächste Mal könnte ihn einem Disaster enden.“

Das Busunternehmen wandte sich an die Ortsverwaltung von Kiryat Arba mit der Forderung um Zusammenarbeit, um solche Vorfälle nicht mehr vorkommen zu lassen.

(Quelle: Ynet)

Es gab schon früher tätliche und rassistisch motivierte Angriffe auf arabische Busfahrer, darunter einen Übergriff von Jugendlichen auf einen Fahrer in Gush Etzion, der ebenso spätabends in die Ortschaft Bat Ayin hineinfuhr. Dabei wurde auch dieser verletzt. An der Haltestelle soll eine Weile lang ein Polizist gewacht haben, um weitere Attacken zu vermeiden. Eine Gruppe Einwohner von Kiryat Arba/Hevron forderte von der Ortsverwaltung, keine arabischen Busfahrer in die Ortschaft zu lassen; diese lehnte die Forderung jedoch ab.

Advertisements

NEWS: Attacke auf Sicherheitsmann

Ein Attentäter aus der arabischen Stadt Halhul bei Hevron gelangte gestern frühmorgens (07.02) per Auto an die Einfahrt der jüdischen Kleinsiedlung Karmey Tzur in Gush Etzion und griff bei der Einfahrt, die wie bei anderen jüdischen Ortschaften in Judäa und Samaria von

Auf der Karte

Sicherheitsmännern bewacht wird, einen der sich dort befindenden Sicherheitsmann mit einem Messer an. Der Mann wurde relativ leicht an der Hand verletzt, sein Kollege reagierte schnell und schoss den Attentäter nieder, der noch am Tatort starb.

Der Regionalvorsitzende von Gush Etzion, Shlomo Ne’eman, zur Tat:

Erst gestern haben wir unseren Freund Rabbi Itamar Ben Gal in Har Bracha verabschiedet. Dieses Ereignis war wie durch ein Wunder beendet worden, dank des Mutes unserer Sicherheitsmänner. Der Kampf um das Land wird noch immer weitergeführt und wir werden mit dem Bau und dem Wachstum mit dem Ziel einer vollständigen Souveränität über jedes Gebiet in unserem Heimatland fortfahren.“

(Quellen: Channel 2, Channel 20)

Zum Weiterlesen: Efrat hilft Syrern (Ilana Messika)

Eine kleine Reportage zum Thema Unterstützung für syrische Bürgerkriegsopfer aus Judäa und Samaria, ähnlich meines Artikels Siedler für Syrer, diesmal über die Beteiligung von Jugendlichen. Verfasst von Ilana Messika für Tazpit Press Service, veröffentlicht auf Deutsch auf Audiatur Online am 13.03.17.


Es ist ein Montagabend Ende Februar und im Keller des Gemeindezentrums wimmelt es nur so von Jugendlichen. Auf dem Boden verstreut, auf Tischen und auf provisorischen Plastikregalen gestapelt befinden sich Kinderkleidung, Decken, Windelpakete, Schnuller, Babypflegetücher und Säuglingsnahrung. Sieben oder acht Jugendliche packen die Hilfsgüter in Care-Pakete, während die übrigen Freiwilligen den Überblick über die vorhandenen Bestände halten und neu angekommene Waren sortieren.

Von Ilana Messika/TPS, 13.03.17

Auf den ersten Blick sieht das Ganze wie ein beliebiges Hilfsprojekt aus; bei näherer Betrachtung stellt sich jedoch heraus, dass bei diesem Projekt etwas anders ist: Die Teenager gehören zu den orthodoxen Bewohnern von Efrat, der grössten Stadt in Gusch Etzion, und die Empfänger der Hilfspakete sind syrische Bürgerkriegsflüchtlinge.

„Es herrscht die verbreitete Meinung, selbst bei Freunden aus anderen Staaten, dass Gusch Etzion einzig aus rechtsgerichteten Bewohnern besteht, denen die Palästinenser gleichgültig sind und die alle Araber als Feinde betrachten“, sagte Asher Krohn, ein Schüler der zwölften Klasse an der Orot Yehuda Schule, der die Aktion leitet. „Aber das stimmt nicht. Abgesehen von dem rein humanitären Aspekt war es uns wichtig, aktiv etwas zu tun und zu zeigen, dass die Menschen aus Judäa und Samarien nicht gleichgültig sind, sondern sich wirklich Sorgen machen und helfen wollen.“

Gusch Etzion ist ein Verbund jüdischer Gemeinden im Judäischen Bergland, unmittelbar südlich von Jerusalem und Bethlehem. Damit steht die Region im Zentrum der politischen Kontroverse um die Siedlungen. Die Bemühungen der hiesigen Bewohner vermitteln jedoch ein anderes Bild von der Gemeinschaft. In den vergangenen zwei Monaten kamen alle vierzehn Tage Lastwagen in die Stadt, um die Spenden der Einwohner von Efrat, Kfar Etzion, Elazar, Neve Daniel und Alon Shvut abzuholen. Die Hilfsgüter werden dann Richtung Norden zu den „Buses of Angels“ von Amaliah gebracht, die sie dann weiter an bedürftige Kinder jenseits der Grenze verteilen.

Das Projekt wird von etwa 30 Jugendlichen aus der Region um Gusch Etzion durchgeführt, die auch verantwortlich sind für die Öffentlichkeitsarbeit, das Sammeln der Spenden sowie die Werbung um  Unterstützung bei lokalen Politikern und Firmenchefs.

„Die Idee ist, so viel zu helfen, wie wir können und die Menschen zu sensibilisieren, denn zu viele wissen immer noch nicht, was dort passiert. Demnächst werden wir auch die Adressliste der verschiedenen Gemeinschaften in Gusch Etzion, die wir hier in Efrat als weitverzweigtes Verbindungsnetz haben, verwenden, um so viele Menschen wie möglich zu erreichen“, so Krohn weiter.

Nach den Ergebnissen des UNICEF-Berichts 2016 zur humanitären Lage in Syrien wurden seit Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 über 8 Millionen Kinder (innerhalb und ausserhalb von Syrien) von diesem Krieg betroffen, einschliesslich über 2,4 Millionen vertriebener Kinder.

„Die Jugendlichen arbeiten in einem etwas anderen Tempo, denn für sie ist die Beteiligung an dem Projekt Teil eines Bildungs- und Reifeprozesses. Wir Erwachsenen sind sehr schnell in allem, was wir tun. Die Kinder jedoch haben viele Fragen über das Wie und Warum. Sie müssen sich erst einmal mit dem vertraut machen, was jenseits der Grenze geschieht“, erklärte Shoshi Bogoch, die Leiterin des Gemeindezentrums in Efrat.

„Das Projekt hat zu einem dynamischen Diskurs in den Familien geführt, den ich für ebenso wichtig halte, wie die Spenden und Beiträge selbst.“

Die Gruppe nahm auch Kontakt zu Rabbi Shivi Froman auf, einem Einwohner von Tekoa – einer weiteren Gemeinde des Siedlungsblocks von Gusch Etzion – und Gründer der Initiative ‚Syrians on the Fences‘. Zusammen mit der Hilfsorganisation Israel Flying Aid (IFA) hat diese Gruppe über eine Million Schekel von rund 8.000 Spendern eingesammelt, um Hilfsgüter für Kinder zu kaufen. Fromans verstorbener Vater, Rabbi Menachem Froman, war eine der führenden israelischen Stimmen für Frieden und Versöhnung mit den Palästinensern.

„Die Initiative ‘Syrians on the Fences‘ wurde gegründet, nachdem sich viele Israelis unterschiedlichster Herkunft zusammengetan hatten, um darüber zu reden, was wir für die syrischen Opfer tun könnten, ausser für sie zu beten“, erklärte Froman. „Ich weiss, woher die Menschen kommen, die uns unterstützen und ich kann mit Sicherheit sagen, dass ein grosser Teil von ihnen aus Gusch Etzion stammt.“

Laut Bogoch war die Initiative auch ein Fürsprache-Projekt für die ‚Siedlungen‘.

„Ich habe einige Jahre in den USA gelebt und hatte dadurch die Gelegenheit, Israel mit den Augen eines Aussenstehenden zu sehen – wie schlecht wir erscheinen und wie häufig uns die Anerkennung und Wertschätzung für das Gute, das wir tun, aberkannt wird“, erläuterte Shoshi Bogosh.

„Diese Initiative dient dazu, diese Wahrnehmung von Judäa und Samarien zu verändern und zu zeigen, wieviel Gutes von hier kommt und dass wir 90 Prozent unserer Zeit im Frieden mit unseren Nachbarn leben.

„Darüber hinaus ist eines der wichtigsten Ergebnisse dieses Projekts ein neues Verständnis von uns selbst – nicht als selbstbezogene und ohnmächtige Minderheit, sondern eher als Menschen mit der wunderbaren Gelegenheit, sich in einer Lage zu befinden, die es uns erlaubt, einen Beitrag zu leisten“, so Bogoch gegenüber TPS.

Mandelblüten-Schönheit

Der Frühling kehrt endlich ins Land ein, nach einem relativ trockenen und frostigen Winter, und es ist die Zeit für die Mandelbäume, die ersten Blüten zu zeigen, und nur einige Wochen später in voller weißer Pracht dazustehen und unsere Gärten, Straßen und Felder zu schmücken. Mandelbäume sind im gesamten israelischen Gebiet und somit auch in Judäa und Samaria weit verbreitet; entweder werden sie für Schönheit gepflanzt, oder für den Früchteertrag – vor allem bei den arabischen Bauern, die diese ernten.

Ich möchte euch gerne einige schöne Aufnahmen unserer blühenden Mandelbäume aus diesem Jahr zeigen. Einige habe ich

Yaron Rozental, Direktor der Feldschule (Quelle: NRG)
Yaron Rozental  (Quelle: NRG)

selbst aufgenommen, andere wurden von Yaron Rosental, dem Direktor der Feldschule Kfar Etzion, gemacht, der auch nebenbei ein begnadeter Fotograf ist. Wie die Mandeln selbst aussehen und was ich damit für Erfahrungen gemacht habe, könnt ihr hier lesen.

NEWS: Waldbrände im Land

UPDATE:

Weitere Waldbrände in verschiedenen Landteilen, weitere Ortschaften bedroht, die meisten davon jüdisch. Die Polizei spricht offen von Brandstiftung. Das Feuer aus dem Waldstück bei Dolev (Binyamin) breitete sich bis zum Nachbardorf Talmon aus und verursachte einen Großbrand. Das Internet-Kurznachrichtenportal 0404 berichtete über palästinensisch-arabische Brandstifter, die beim Zündeln nahe der Siedlung Beit El beobachtet wurden. Sicherheitskräfte wurden zum Ort gerufen und sollen mehrere Brandlegungen erkannt haben. Ob die Täter festgenommen wurden, ist unbekannt.

Auch der Vorsitzende der Regionalverwaltung von Samaria, Yossi Dagan, lud vom Brand betroffene Familien in Gasthäuser und provisorische Notunterkünfte im Samaria-Gebiet ein, die für Ausnahmezustände größeren Ausmaße mit der Zusammenarbeit mit dem Heimatschutz der IDF errichtet worden waren.

Video des Feuerwehreinsatzes bei Talmon, Binyamin (0404)


(Also wohl doch keine Schreibpause… Die Nachrichten lassen einen nicht ruhen…!)

In Israel wüten Waldbrände. Kreuz durchs Landeszentrum bis in den Norden brennen Bäume, das Feuer breitet sich durch starken Wind über weite Flächen aus, beschädigt Privatbesitz und bringt die Einwohner vielerorts in Lebensgefahr. Innerhalb von etwa drei Tagen hat der Flächenbrand über 10 Orte erreicht, darunter Städte wie Atlit, Zikhron Yakov und Nahariya im Norden, kleine Ortschaften wie Neve Shalom und Latrun und Nataf in den Jerusalemer Bergen; mehrere dutzend Häuser wurden durch das Feuer teilweise oder gänzlich zerstört und hunderte von  Menschen aus ihren Häusern evakuiert. Am Schlimmsten traf es bisher die Stadt Zikhron Yakov an der Nordküste und die Ansiedlung Nataf in den Jerusalemer Hügeln; beide Gegenden sind dicht bewaldet. So sind in Zikhron Yakov beispielsweise an die 30 Häuser in den letzten 48 Stunden abgebrannt worden. Das Feuer von Nataf breitete sich durch starken Westwind weiter Richtung der Autobahn 1 aus; bisher ist nicht klar, ob der Verkehr in der Nacht weiterfließen wird oder gestoppt wird.

Auch an zwei Orten in Samaria, im Binyamin-Gebiet, ist der Waldbrand nicht vorbeigegangen:  Gestern spätabends (22.11) begann sich ein Brand unweit der Siedlung Dolev auszubreiten. Er gelangte über den Ortszaun bis an die Häuser und Wohnkontainer, 3 davon fingen Feuer; Gasballons in der gesamten Ortschaft begannen zu platzen. 21 Feuerwehrteams konnten in einigen Stunden die Kontrolle über das Feuer gewinnen. 20 Häuser mussten geräumt werden. Auch eine Armeebasis in Binyamin wurde heute von einem Flächenbrand bedroht und musste evakuiert werden.

Woher kommt diese Waldbrandepidemie?

Zum Einen verläuft die gegenwärtige Winterzeit fast gänzlich ohne Regen. Die Erde und die Vegetation sind ausgetrocknet, in der Luft steht Staub und heftige Windböhen, laut Wetterberichten bis zu 100 km/h, fegen durchs Land.

Zum Zweiten aber steht keine Hitze an. Die Luft ist trocken, aber nicht heiß; die Chance, dass sich Laub durch Sonneneinstrahlung von selbst entzündet, ist gering; auch ist momentan keine Lagerfeuersaison.

Die Vermutung fällt also größtenteils auf den Verdacht auf Brandstiftung.

Aus eigenen Erfahrungen durch meine Arbeit im Sicherheitszentrum von Efrat weiß ich, wie verbreitet und häufig Waldbrand durch das Zündeln seitens lokaler arabischer Dorfbewohner verursacht wird – in Judäa und Samaria ist es eine bekannte Erscheinung und wird Terrorattacken angeglichen. Beduinische Spurenleser der IDF werden bei der Aufspürung der Täter eingesetzt.

Nun stellt sich die Frage, ob auch die Waldbrände der letzten Tage durch fremde Hand und mit Terrorabsicht verursacht worden sind. Im Falle des Brands von Nataf in den Jerusalemer Bergen berichteten die Medien von der Verhaftung 4 Verdächtiger, Bauarbeiter an einer lokalen Baustelle. Bei Bauarbeitern handelt es sich in den allermeisten Fällen um arabische Stundenlöhner.

Heute abend äußerte sich die Polizei gegenüber Channel 2 und sprach von einer „Welle dee Brandstiftung“ im ganzen Land. Die eigentlichen Untersuchungen werden wohl erst nach einem Rückgang der Brände durchgeführt werden können. Momentan sind die israelischen Löschkräfte überfordert; PM Netanyahu hat sich an die Lãnder Griechenland und Kroatien gewandt, mit welchen es ein Abkommen zur gegenseitiger Unterstützung bei Waldbränden gibt.

***

Derweilen veröffentlichte der Direktor der Feldschule von Kfar Etzion in Gush Etzion, Yaron Rozenthal, einen Aufruf, in welchem er Facebooknutzer um Sachspenden für die Betroffenen bat und obdachlose Familien zu kostenlosen Übernachtungen in das Gasthaus der Feldschule Kfar Etzion einlud. Die Region um Gush Etzion wird regelmäßig zur Sommerzeit von Brandstiftungen geplagt. Es bleibt nur zu hoffen, dass wir von der gegenwärtigen Plage verschont bleiben.

(Quellen: Channel 2, Ynet, Mako, Facebook Y.Rozenthal, u.a.)

Happy in Efrat – immer wieder gut

Das Video existiert zwar schon seit fast zweieinhalb Jahren auf YouTube, aber seine Botschaft bleibt unverändert, und gut gemacht ist es auch. Außerdem gibt es den Außenstehenden einen netten, freundlichen Einblick darin, wie die Bewohner der ‚Großsiedlung‘ Efrat im Gush Etzion ausschauen und was sie so treiben.

Viel Vergnügen beim Angucken und ein schönes Wochenende!

(Originallied: „Happy“ von Pharrell Williams)

Vieles liegt in der Luft

Es ist der Vorabend des Feiertags Yom Kippur, dem „Tag der Vergebung und der Rückkehr“, dem höchsten jüdischen Feiertag. Draußen wird es immer früher dunkel, die Luft wird abends erheblich kühler und auch die Sonne ist nicht mehr so heiß tagsüber. Die Wäsche braucht länger zum Trocknen, der Tau nachts wird immer eindringlicher; schon bald werden starke Winde über die Hügel fegen und auch der erste Regenfall ist nicht weit – das Laubhüttenfest wird schon in der nächsten Woche gefeiert und dann fallen auch üblicherweise die ersten Tropfen. Wieso auch nicht, es ist schließlich schon Anfang Oktober, und die Bergregionen von Judäa und Samaria zeichnen sich aus durch einer Bergregion übliches Wetter. Hier wird man vergeblich nach stickig-feuchter Luft oder Windstille suchen. Wer Winter erleben möchte, fährt in den Norden  oder nach Judäa und Samaria.

In den letzten Wochen liegen aber nicht nur die kühlen Vorboten des Winters in der Luft, sondern auch verschiedene Neuigkeiten und Veränderungen in unserer Realität, in Judäa und Samaria, und darüber hinaus. Leider bin ich nicht dazu gekommen, über diese ausführlich zu berichten, aber zumindest kann ich einige von ihnen jetzt erwähnen.

Was haben wir also Interessantes zu vermelden? Die Themen habe ich nach Sozial-Regionales, Politisches und Mediales aus Deutschland gegliedert. Einfach zum gewünschten Thema herunterscrollen.


Sozial-Regionales: 

  • Einweihung des neuen Einkaufszentrums, mit Knessetsprecher Yuli Edelstein und Abgeordnete Shuli Mu'alem-Refaeli (2. und 1.v.r). Foto: Regionalverwaltung
    Einweihung des neuen Einkaufszentrums, mit Knessetsprecher Yuli Edelstein und Abgeordnete Shuli Mu’alem-Refaeli (2. und 1.v.r). Foto: Regionalverwaltung

    Ein neues Einkaufszentrum ist seit diesem August/September für die Einwohner von Gush Etzion offen. Ein zweistöckiges Glasgebäude, nach moderner Art konstruiert. Es beherbergt bis jetzt das populäre israelische Café „Greg“, den Supermarkt

    Das Einkaufszentrum. Foto: Gush Etzion Tourism
    Das Einkaufszentrum. Foto: Gush Etzion Tourism

    Shufersal und einige Süßwaren- und Kleiderläden, ebenso eine Filiale der Hausrat- und Designkette FOX.Im Laufe der Zeit werden weitere Filialen ihren Platz im Einkaufszentrum finden. Das Zentrum grenzt direkt an den großen „Rami Levy“-Supermarkt, über den ich schon viel berichtet habe.

  • Die Regionalverwaltung von Gush Etzion arbeitet daran, die Lebensqualität der Einwohner von Gush Etzion West und Ost zu verbessern, die in manchen Dingen dringenden Verbesserungsbedarf hat. So wurde erst vor einiger Zeit der Bau
    Antenne wird in Ost-Gush Etzion aufgestellt. Foto: Regionalverwaltung
    Antenne wird in Ost-Gush Etzion aufgestellt. Foto: Regionalverwaltung

    von zwei Ampeln auf der Autobahn 60 bei der Einfahrt nach Neve Daniel und Elazar genehmigt. An beiden Einfahrtsstraßen fanden regelmäßig leichte und schwere Unfälle statt, einer davon geschah im letzten Jahr, bei welchem ein Ehepaar umgekommen war. Seitdem wird auf der Autobahn nachtsüber gearbeitet. Bei Elazar steht die Ampel schon, bei Neve Daniel wird noch an der Straße gebaut. Auch andere Verbesserungen wie das Aufstellen einer Cellcom-Antenne für besseren Mobilfunkempfang im Osten von Gush Etzion, nahe der Judäischen Wüste, wurden vorgenommen. Ansonsten werden kleinere Ortschaften wie Ma’ale Amos, Meytzad (über die ich noch nichts berichtet habe, so fernab liegen sie selbst von meinem Bewusstsein!) ausgebaut, was Kindergartenplätze und Infrastruktur angeht. Im letzten Jahr konnte man viel Entwicklung in diesen Ortschaften vernehmen.

  • Das jüdische Neujahr – Rosh Hashana – wurde schon gefeiert (03/04.10.16). Es führte zehntausende von religiösen Jüdinnen und Juden in Judäa und Samaria in die kleinen und großen Synagogen in den verschiedenen Gemeinden. Ein Großaufgebot von festlich gekleideten Bewohnern konnte man auch bei mir in Alon Shevut in den insgesamt 5 größeren Synagogen finden. Zwei Tage dauerte das Fest, welches aus rituellen Mahlzeiten, festlichem Gebet (meist inklusive Gesang) und Familientreffen verbracht wird.  Den Monat vor Neujahr hindurch fanden in den sefardischen Gemeinden die sogenannten Mitternachts-Bußgebete statt (Selichot), an welchen Bitten um Vergebung  und Unterstützung von Gott vorgebetet wurden, mit traditionellen Melodien, welche wie jedes Jahr auch nichtorientalische Gläubige anzogen. Eine Woche vor Neujahr begannen auch die europäisch-ashkenasischen Gemeinden mit den Bußgebeten. Diese fanden kurz nach Mitternacht statt und dauerten etwa eine
    Der neue Synagogenkomplex in Alon Shevut. Foto: Jonas Opperskalski/laif
    Der neue Synagogenkomplex in Alon Shevut. Foto: Jonas Opperskalski/laif

    Stunde. Die nächtlichen Aktivitäten in den Synagogen haben ihren besonderen Charme zu dieser Jahreszeit; Heißwasserkocher, Kaffee und Gebäck, das für die Anwesenden liebevoll bereitgestellt wird; Männer und Frauen, Mädchen und Jungen in Pullovern und Schals, die sich leise um die Teebecher scharen und sich in den Gebetsräumen verteilen; die dutzenden von Autos, die auch auf Besucher von außerhalb zeigen, welche um etwa halb zwei nachts sich plötzlich in Bewegung setzen, weil die Gebete geendet haben; und der meist wolkenlose Himmel, mit Sternen übersät.  – Die Bußgebete werden noch heute abend gelesen und nach dem Fastentag der Vergebung (Yom Kippur) nicht mehr. Dann kehren die Bräuche erst im nächsten Jahr wieder.

  • Am 15.September fand eine Konferenz zum Thema „Menschenrechte in Gush Etzion“ statt, veranstaltet von der %d7%96%d7%9b%d7%95%d7%99%d7%95%d7%aa-%d7%90%d7%93%d7%9d-%d7%9b%d7%97%d7%95%d7%9c%d7%91%d7%9fOrganisation „Blue and White Human Rights“ und der Feldschule Kfar Etzion. (Ich bekenne mich schuldig, ich habe darüber nicht berichtet, da ich kaum mitgeschrieben habe und die Aufnahmen erst vor einigen Tagen auf Youtube veröffentlicht worden sind). Diese Konferenz wurde vom Direktor der Feldschule, Jaron Rozenthal, initiiert und mit Teilnehmern und Rednern wie Hadassa Fruman, der Witwe und Fortführerin des Friedensaktivisten und Rabbiners Menachem Fruman aus Teko’a, dem Direktor der NGO „Peace Now“ Yariv Oppenheimer, Aktivisten von „Blue and White Human Rights“ und anderen gefüllt. Die Konferenz sollte die Situation zwischen der lokalen jüdischen und arabischen Bevölkerung ansprechen und vor allem die Nöte der arabischen Bevölkerung aufzeichnen, auf welche es seitens der Israelis in Gush Etzion einzugehen sei. Es wurde über den Protest von „Siedlern“ gegen die Sicherheits- bzw.Trennmauer bei Efrat und dem arabischen Dorf Battir gesprochen, dem sich vor allem Rozenthal selbst sehr widersetzt hatte  – gemeinsam mit den arabischen Bewohnern der Region. Herangehensweisen an die Verbesserung von Menschenrechten wurden besprochen, welche Rolle dabei Israel spielen und welche Verantwortung übernehmen sollte  – auch im Bezug darauf, dass die Siedlerbewegung eine Zweistaatenlösung als solche ablehnt.
  • Die Organisation für Verständigung zwischen lokalen jüdischen Bewohnern und palästinensischen Arabern, roots2„Roots/Shorashim/Judur“ („Wurzeln“), welche von Aktivisten wie dem aus Alon Shvut stammenden Rabbiner Hanan Schlesinger und Ali Abu Awwad aus Bet ‚Ummar geführt wird, hatte ebenso Aktivitäten zu vermelden – zahlreiche Touristengruppen besuchten die kleine Anlage am Rande von Alon Shevut, die eigentlich ein Landstück der Abu Awwad-Familie ist, aber auch gleichzeitig als Begegnungszentrum gilt. Treffen mit lokalen Rabbinern fanden statt und auch Informationsvorträge – so über die Bedeutung von Jerusalem im Islam und über verschiedene Strömungen im Judentum – beide jeweils auf Hebräisch und Arabisch.
  • Über denVorsitzenden der Regionalverwaltung von Gush Etzion, Davidi Perl, wurde berichtet, er sei in eine unangenehme Angelegenheit zwischen ihm und einer Unbekannten (zumindest weiß ich nicht genau, wer es ist) verwickelt, und es soll der Verdacht auf sexuelle Belästigung aufgekommen sein. Ebenso wurde in einigen regionalen Zeitungen veröffentlicht, dass Perl der betreffenden Person ein Schweigegeld gezahlt habe, damit diese die Information nicht nach außen trage. Einige Regionalblätter berichteten darüber, Perl selbst äußerte sich in einem kurzen Erklärungsbrief knapp zu der Affäre, wies die Anschuldigungen von sich und bat darum, ihm die Chance zu gewähren, seine Unschuld zu beweisen, und pochte gleichzeitig auch auf sein Recht auf Schweigen. Eine für diese Angelegenheit zusammengerufene Kommission aus den Regionalbeauftragten in Gush Etzion nahm sich des Themas an, kontaktierte (so INN) ebenso den Justizberater der Regierung mit der Nachfrage, wie in diesem Fall vorzugehen sei, beschloss aber nach eigenen Untersuchungen, dass es sich im Fall von Perl bei Aussage gegen Aussage handle und sonst keine Beweise bereitliegen. Demnach dürfte Davidi Perl bis auf Weiteres als Vorsitzender fungieren, bis neue Ergebnisse bekannt sein würden.

Politisches:

  • Es gab im Laufe des letzten Monats mehrere versuchte und gelungene gewalttätige Attacken auf Soldaten und Polizisten in ganz Judäa und Samaria – von jungen arabischen Männern und auch Frauen, ebenso versuchte Attentate auf Zivilisten, die allerdings im Nichts verlaufen sind – bzw.für die Täter tödlich endeten – so wie am 16.September, als ein Attentäterpaar, beide relativ jung, ein Auto in eine Gruppe wartender Jugendlicher an der Haltestelle bei der Ausfahrt nach Kiryat Arba lenkten. Die Jugendlichen wurden nicht verletzt, die Soldaten vor Ort erschossen die beiden. Im Internet kamen Gerüchte auf, es handle sich dabei um ein Liebespaar, das offenbar nicht zusammen sein durfte und deshalb beschloss, zusammen ein Attentat zu verüben. Ich kann die Gerüchte nicht bestätigen; es soll allerdings nicht das erste Mal sein, dass ein Beziehungsdrama den Hintergrund für ein Attentat bietet. Im hebräischsprachigen Netz wurde das mit dem üblichen schwarzen Humor aufgenommen und der Begriff „Attentat mit romantischem Hintergrund“ wurde recht populär.
  • Die nächstgrößte Gefahr für das Siedlungsprojekt und die Bewohner von Judäa und Samaria ist die bevorstehende Räumung und Zerstörung der etwa 40 Familien starken Siedlung Amona in Binyamin, nahe der Gemeinde Ofra. Amona wurde auf negative Weise berühmt, als im Winter 2005-2006 ein Teil der Häuser zerstört werden sollte im Zuge der Massenräumungen von Ariel Sharon im Gazastreifen und Samaria. Der sich dort aufgebaute Widerstand gegen die Räumung schlug fehl, brachte aber zahlreiche Opfer mit sich – dutzende Verletzte, offene Polizeitgewalt und traumatisierte Jugendliche waren das Ergebnis dieser Aktion und hallten noch
    Amona in 2006. Quelle: Natan Dvir
    Amona in 2006. Quelle: Natan Dvir

    lange in der Presse und im Bewusstsein der Betroffenen nach. Nun soll Amona, das seitdem ausgeweitet worden war, diesmal ganz von dem Land, worauf es sitzt verschwinden, und zwar durch die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, welcher den Forderungen der offensichtlichen ehemaligen Landbesitzer, einer palästinensisch-arabischen Familie, vonstatten gegeben hat. Die Regierung, darunter zahlreiche Minister und Abgeordnete aus der Likud-Partei und anderen, forderten eine Aufgabe des Räumungsplanes und eine juristische Abwicklung, die der Vertreibung der Einwohner entgegenwirken und die Landbesitzer kompensieren soll. Einwohner von Amona behaupten, die Regierung ließe sie im Stich,  nachdem sie sich selbst für die Förderung und den Ausbau der Siedlung gesorgt hatte und sie nun dem Gerichtshof „zum

    Amona. Quelle: INN
    Amona. Quelle: INN

    Fraß“ vorwerfe. Andere Vorschläge, wie die Übersiedelung der Amona-Einwohner in neue Häuser nahe der Siedlungen Shiloh und Shevut Rachel (s.unten) lehnen diese ab. Die Landbesitzer (bei denen ebenso die Frage besteht, weshalb sie sich erst jetzt um ihr Land anfingen, Sorgen zu machen, und welche treibende Kraft dahinterstecke) weigern sich, Kompensation anzunehmen. In der Siedlerbewegung fürchtet man, die Zerstörung von Amona würde zu einer Welle solcher Räumungen von anderen, nicht vom Staat authorisierten Bauten in ganz Judäa und Samaria führen, so beispielsweise in der Ortschaft Ofra. Über Ofra und ihre Problematik habe ich hier berichtet. Es ist ein schmerzhaftes Thema und es ist bei Weitem nicht klar, wieviel Unterstützung von der Obrigkeit Amona erhalten wird, sollten die Bagger und die Grenzschutzpolizisten im Dezember dieses Jahres tatsächlich vor den Häusern der Bewohner auftauchen – die Räumung ist auf Dezember 2016 angesetzt. Ich werde noch asuführlicher darüber berichten.

  • Aus den USA hört man trotz der letzten Atemzüge von Barak Obama als US-Präsident immer wieder Verurteilungen und Entrüstungen zu diesen oder anderen Siedlungsplänen. Die neuesten Proteste des Weißen Hauses und des Außenministeriums richten sich gegen die Befürwortung der
    Amona, Ofra, Shiloh, Netiv Avot auf der Karte
    Amona, Ofra, Shiloh, Netiv Avot auf der Karte

    Initative von Premier Netanyahu durch den Obersten Gerichtshof, mit dem Bau von bis zu 98 neuen Wohneinheiten nahe  der Ortschaft Shiloh in Binyamin-Samaria (am Fuße der alten Tempelstadt Shiloh) zu beginnen, als Teil eines großangelegten Projekts von insgesamt 300 Einheiten. Die neuen Wohneinheiten garantieren sowohl eine Erweiterung der daneben gelegenen Siedlung Shevut Rachel (liegt bei Shiloh), sondern auch Ersatzwohnmöglichkeiten für die Einwohner von Amona (s.oben), sollten keine politischen und juristischen Mittel helfen, um den Abriss der Siedlung zu verhindern. Die Einwohner von Amona weigern sich, diesen Plan anzunehmen, der Bau ist jedoch schon genehmigt worden. Die Sprecher der Weißen Hauses und der Außenministeriums lieferten beide längere entrüstete Reden ab, in welchen sie von einem Treuebruch sprachen, sich auf die militärische und finanzielle Unterstützung von Israel bezogen, der gegenüber Israel „undankbarerweise“ sich einem Baustopp nicht beuge und holten sogar den verstorbenen Shimon Peres aus dem Grab auf die Bühne mit der Behauptung, Israel würde den „Nachlass“ von Shimon Peres nicht achten und durch den Siedlungsbau eine friedliche Lösung mit den Palästinensern verhindern. Nichts neues also, aber immer wieder wichtig zu hören, wie sehr die Zweistaatenlösung trotz ihres absoluten Fehlschlags auf beiden Seiten noch immer in den Köpfen der internationalen Gemeinschaft festhängt. Nach Aussage des Vorsitzenden des Judäa und Samaria-Konzils Avi Roeh liegt das Wohnprojekt schon länger auf dem Tisch der Zivilverwaltung und wurde lange vor Amona ins Leben gerufen, jedoch erst in den letzten Monaten von der Regierung angegangen – wegen des Drucks der bevorstehenden Räumung. (Links: Jerusalem Post, Forward)

  • Auch an Elazar ist die Jagd auf illegale Gebäude nicht vorangegangen. Das vom Staat nicht authorisierte Viertel „Netiv Avot“, welches sich direkt am Wanderweg „Patriarchenweg“ befindet, der Alon Shvut, Elazar und Neve Daniel im Gush Etzion verbindet, hat nun mit der Anklage zu kämpfen, 17 der sich dort befindenden Häuser seien auf Privatland errichtet worden und sollen bis März 2018 zerstört werden. Der Oberste Gerichtshof hat diesen Fall dank der Arbeit der Linksaußen-NGO „Peace Now“ aufgerollt, und es gibt auch schon einen vermutlichen Besitzer dieses Landes, auf welchem die Gebäude stehen sollen. Ich konnte dem Fall noch nicht genau angehen; Bekannte von mir
    Straße in Netiv Avot. Quelle: Ynet
    Straße in Netiv Avot. Quelle: Ynet

    aus der Organisation „Roots“ (s.oben) kennen den angeblichen Besitzer und bestätigen seine Ausführungen, die Regionalverwaltung und andere Aktivisten dagegen widersprechen dieser Behauptung und versuchen, „die neblige Wolke, welche über dem Schicksal der Gebäude in Netiv Avot“ hängt (Wortlaut eines Newsletters der Regionalverwaltung) abzuwenden. Das soll über juristische Mittel gehen, und die Regierung hätte dies dem Obersten Gerichtshof als Empfehlung gegeben, doch dieser hätte sie „aus politischen Motiven“ abgelehnt. Nicht zum ersten Mal übrigens, dass aus dem Verhalten des Obersten Gerichtshofs eine deutliche politische Agenda heraussticht. Wie dem auch sei, um genau den Fall zu untersuchen und mehr darüber zu berichten, werde ich mir beide Seiten anhören und mehr darüber recherchieren – und euch natürlich auf dem Laufenden halten.  (Link: Ynet)


Mediales aus Deutschland:

  • Die schon vor zwei Wochen auf ARTE und anschließend auf ARD gesendete Doku „Die Siedler der Westbank“ von Shimon Dotan ist mittlerweile im Internet besprochen worden – von Micha Wuliger (Jüdische Allgemeine), von Roger Letsch auf Achse des Guten und Unbesorgt und Christian Mallas (Tapfer im Nirgendwo). Ich habe mich aus Zeitgründen dieser Doku noch immer nicht angenommen, aber was sich aus den vorliegenden
    Bildquelle: Tagesschau
    Bildquelle: Tagesschau

    Rezensionen und den Kommentaren unter meiner Annonce dazu herauslesen lässt, so erwartet mich nichts Gutes dabei. Ich werde es mir dennoch anschauen und den Film auseinandernehmen, so gut ich kann. Auch wenn es schon im Verzug ist, die Aspekte, die dort erwähnt werden und auf die ich eingehen muss, sind „zeitlos“ und wichtig für das Verständnis der Lage.

Mehr als das konnte ich im Bezug auf die übliche „Siedlerproblematik“ in den deutschen Medien nicht ausmachen, und was die früheren Themen angeht, so habe ich sie schon in älteren Beiträgen erwähnt.


Soviel zu den Neuigkeiten. Weiter ausführlicher wird es in den nächsten Beiträgen weitergehen, mit neuen Themen und Ausführungen, Neuigkeiten aus jedem Spektrum unseres Lebens.