Archiv der Kategorie: Allgemein

Schreiblust wartet

Liebe Leser/innen,

es tut mir leid, dass ich momentan sowohl hier als auf dem Blog sehr wenig aktiv bin und mich sogar zu wichtigen Themen kaum bis gar nicht äussere.

Ich will ehrlich sein, es ist momentan eine eher schwache Schreiblust bei mir vorhanden. Außerdem bin ich mit verschiedenen anderen Projekten beschäftigt, die viel Zeit und Kraft abverlangen.

Aber ich glaube daran, dass die Schreiblust wieder kommt.

Schöne Bilder könnt ihr euch wie immer auf meiner Instagramseite vom Projekt „westbank.beauty“ anschauen: Hier zur Seite oder auf sder Startseite rechts.

Euch alles Liebe!
Chaya ♡

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Neue Unterseite: „Basisfakten und -zahlen“

Liebe Leser/-innen,

ab jetzt steht euch die neue Unterseite Basisfakten und -zahlen in der Rubrik „Ein wenig Hintergrund“ zur Verfügung! Alle notwendigen statistischen Angaben und Übersichtskarten zu Judäa und Samaria für einen besseren Überblick über das Geschehen.

Weitere informative Menüseiten werden folgen!

Chaya

Stolpersteine mit Judenhass

Nathan Warschawski und seine Gedanken vor dem Besuch meines Vortrags, mit denen ich mich durchaus identifizieren kann.

Numeri 24:9

Köln ist eine große und laute Stadt. Hier findet das Herz alles, was es begehrt, und was Ohren und Augen ablehnen. Die Kölner Innenstadt ist größer als manch eingebildete Provinzstadt. Nichtsdestotrotz fahre ich hin, da die Siedlerin Chaya Tal aus Israel einen Vortrag halten wird. Die Einladung erhalte ich per Internet über einen guten Freund. Lediglich eine Telefonnummer wird angegeben. Ich rufe sie an und erfahre die Adresse und den Zeitpunkt des Ereignisses in Köln. Warum die Heimlichtuerei? Man befürchtet Krawalle, wenn Judenhasser und Israelkritiker erfahren, dass die Siedlerin kommt.

Der Vortrag findet im Zentrum Kölns statt. Die Straßen sind belebt und relativ sauber. In den Gehwegen sind viele kleine Pflastersteine eingelassen, die einigen Straßendreck abbekommen haben. Es handelt sich um künstlerisch wertvolle Stolpersteine (120 € das Stückchen), die die Fußgänger darauf aufmerksam machen, dass hier einst Juden gewohnt haben, die vor langer, langer Zeit vertrieben oder umgebracht worden sind.

Ursprünglichen Post anzeigen 368 weitere Wörter

VORTRAGSREISE: Termine

Liebe Leserinnen und Leser!

Wie schon angekündigt, veröffentliche ich hier die Daten und Orte, die ich während meiner Vortragsreise vom 12. August bis zum 05.September 2018 besuchen werde. Nicht jede Veranstaltung kann man besuchen, da sie im offiziellen6 Rahmen stattfindet, bei den meisten kann man sich allerdings im Voraus anmelden oder einfach kommen. Ich werde die Kontaktdaten der Veranstalter/-innen, wenn nötig, angeben.

Der Terminkalender ist auch auf der Menüseite Aktuelles zu finden, incl. Updates von der Reise selbst.


  • 17.-19.08: Heppenheim. Panel-Teilnahme und Vortrag im Rahmen des Seminars „Kleines Land, große Konflikte: Zum aktuellen Stand des israelisch-palästinensischen Verhältnisses“, organisiert von der „Akademie für politische und soziale Bildung des Bistums Mainz in Heppenheim“, unterstützt von der Bundeszentrale für politische Bildung.. Adresse: Haus am Maiberg, Ernst-Ludwig-Str. 19, 64646 Heppenheim. Kontaktperson: Titus Möllenbeck (t.moellenbeck AT haus-am-maiberg.de, 06252-9306-12). Keine Anmeldung mehr möglich!
  • 23.08: Köln. Uhrzeit: ab 19 Uhr. Für Ort und weitere Details: bitte 0160-93778778 kontaktieren.
  • 26.08: Hamburg. Adresse: Veranstaltungsraum der Ebenezer-Stiftung, Messberg1 (Innenstadt), 20095 Hamburg. Uhrzeit: ab 17 Uhr. Ohne Anmeldung. Link zum Flyer Kontaktperson: Michael Dierks: 01638369581, über Facebook
  • 27.08: Hannover. Adresse: Stadtteilzentrum Lister Turm, Walderseestr. 100, Hannover. Uhrzeit: 18 Uhr. Kontaktperson: Jörg Haller, 01748641572. Keine Anmeldung nötig.

  • 28.08: Bergisch Gladbach. Adresse: Ganey Tikva Verein e.V. ,
    Räume der Firma TAT Trainingsseminare, Vürfels 58, 51427 Bergisch Gladbach-Refrath. Uhrzeit: 19.30 Uhr. Kontaktperson: Petra Hemming, Vereinsvorsitzende: 0170 3555 968. Anmeldung erwünscht.
  • 02.09: Öhringen. Adresse: SV – Gemeinde Öhringen, Weygangstraße 31. Uhrzeit: ab 16 Uhr. Kontaktperson: Georg Ehrle, sugehrle (at) online.de. Anmeldung erwüscht.

  • 04.09: Fislisbach (Schweiz). Adresse: Kirchgemeindezentrum der reformierten Kirchgemeinde Fislisbach, Feldstr. 6, 5442 Fislisbach. Uhrzeit: 20 Uhr. Kontaktperson: Roland Stangl (roland.stangl AT bluewin.ch)
  • ABGESCHLOSSEN

    Die Liste wird je nach Veränderungen aktualisiert.

    Die Siedlerin in Köln

    Gerd Buurmann von „tapfer im nirgendwo“ und wohl der tapferste Kölner, den ich kenne, hat schon im Voraus die Veranstaltung mit mir am 23.08 in meiner Zweitheimatstadt Köln geteilt, dafür einen Riesendank! Wie erwähnt, werde ich um 19 Uhr in Köln einen Vortrag/ein Gespräch halten, organisiert von Tal Kaizmann vom JNF Köln, und lade euch, die kommen können, gerne dazu ein. Anmelden und weitere Details kann man unter 0160-93778778 erhalten.

    Freue mich auf euch!

    Tapfer im Nirgendwo

    Am 23. August 2018 wird die Siedlerin in Köln sein.

    Es gibt viele Deutsche, die kennen keinen Juden, aber eine Meinung zu Juden haben sie dennoch. Es gibt noch mehr Deutsche, die kennen zwar keinen einzigen jüdischen Siedler im Nahen Osten, aber dennoch haben sie eine klare Meinung und sie ist vernichtend!

    Ein jüdische Siedler ist für viele Deutsche der Innbegriff des Bösen.

    So wie einst viele Deutsche Juden hassten, ohne einen zu kennen, so hassen sie heute jüdische Siedler, ohne einen zu kennen. Was einmal Antisemitismus in absentio war ist heute Antizionismus in absentio.

    Tapfer im Nirgendwostellt daher eine jüdische Siedlerin im Nahen Osten vor. Ihr Name ist Chaya Tal. Sie betreibt einen Blog unter dem Namen:

    „Ich, die Siedlerin. Leben auf der Grenze zu etwas Anderem“

    Wenn es nach der Mehrheit der Deutschen geht, ist Chaya Tal ein Problem, weil sie es wagt, wo zu leben, wo…

    Ursprünglichen Post anzeigen 87 weitere Wörter

    AKTUELL: Vortragsreise

    Shalom, liebe Leser/-innen!

    Es gibt aktuelle Nachrichten meinerseits:

    Ab etwa Mitte August plane ich (endlich wieder!) nach Deutschland

    zu kommen und dort bis etwa Anfang September zu verweilen. Die Entscheidung ist relativ spontan gefallen, daher hatte ich keine Möglichkeit, so kurzfristig viele Besuche und Vorträge zu planen. Deshalb wende ich mich hier an euch mit dieser Ankündigung: Wenn ihr Interesse daran habt, dass ich in Eure/n Gemeinde/Verein/Organisation zu Besuch für einen Vortrag und ein Gespräch komme, würde ich mich über eine Meldung per Email chaya (at) diesiedlerin.net freuen. Die Themen, die zur Verfügung stehen:

    • Juden in Judäa und Samaria
    • lokale Geschichte und Politik
    • Siedlerbewegung
    • lokale Koexistenz
    • jüdische Tradition und Religion
    • aktuelle palästinensische Gesellschaftslage
    • persönliche Erlebnisse aus meiner Zeit in Israel

    Bei einer Einladung wären das Bereitstellen von Anfahrtskosten und Unterkunft zwingend.

    Wem es jedoch tatsächlich zu knapp ist, keine Bange – es wird so Gott will nicht meine letzte Reise nach Deutschland sein. Alternativ kann man immer einen Besuch bei mir daheim oder in der Gegend anfragen.

    Alles Liebe!

    Chaya

    Cartoon: Jan Tomaschoff

    In eigener Sache: Eine gute Gemeinschaft

    In der letzten Woche wurde ich krank. „Dank“ meiner momentanen Arbeit im Kindergarten hatte ich die Windpocken eingefangen, die ich im Kindesalter leider nie gehabt habe und wahrscheinlich auch nicht dagegen geimpft worden war.  Leider war auch eingetreten, wovor mich einige gewarnt hatten – im Erwachsenenalter würden Komplikationen auftreten und man würde die Krankheit schwerer überwinden – am vierten und fünften Tag nach dem Ausbruch bekam ich hohes Fieber und extreme Halsschmerzen. Es stellte sich heraus, dass die Pocken auch in den Rachen geraten waren, und nach der Einnahme von Antibiotika, die mir nicht geholfen hatten, riefen meine Freunde den Krankenwagen und ich wurde ins Jerusalemer „Sha’arey Tzedek“-Krankenhaus eingeliefert.

    Dort ließ man mich in einem Isolationszimmer über Nacht, mit zahlreichen Infusionen versorgt, da ich selbst nicht trinken und essen konnte. Am Freitagnachmittag wurde ich schließlich nach erheblicher Besserungen und wieder einigermaßen schlucken könnend nach Hause entlassen, was sich als richtige Entscheidung herausstellte… denn es ist immer noch besser, sich daheim auszuruhen, als abgeschottet in einem Krankenhaus und seiner traurigen Atmosphäre.

    Während der gesamten Zeit hatten sich die Einwohnerinnen aus unserer kleinen Gemeinde auf dem Hügel über meinen Zustand informiert, noch bevor der Krankenwagen bei mir vor der Tür erschien, und erst recht, als ich ihnen darüber Bescheid gab. Die einen schrieben mich an, andere riefen meine Freunde an, und zwei versuchten mich sogar im Krankenhaus per Telefon zu erreichen, als ich mich persönlich nicht meldete. In der Whatsapp-Gruppe hielten sie sich auf dem Laufenden und eine schrieb mir: „Werde bald gesund und dann können wir dich verwöhnen 🙂 “ Am nächsten Tag dasselbe – sie erkundigten sich, wann ich daheim wäre und was man mir zum Essen vorbereiten könnte. Da es eher riskant gewesen wäre, mich persönlich einzuladen – die Gefahr der Ansteckung war noch nicht vorbei und so gut wie jeder Haushalt hier hat kleine Kinder -, bereiteten mir einige Suppen vor, ich konnte ja noch immer nicht Festes essen.

    Mittlerweile hat sich mein Zustand sehr verbessert, und so Gott will werde ich bald wieder auf festen Beinen stehen, alles Beliebige essen und mich auch draußen ohne Bedenken zeigen können (Windpocken stellt man halt nicht gerne zur Schau…), aber trotz dieser nicht schönen Erfahrungen habe ich etwas Tolles am eigenen Leib erfahren dürfen  –  die lebendige Kraft einer einwandfrei funktionierenden und warmen Gemeinschaft, die sich um einen sorgt und nach Möglichkeit das Gefühl von Zugehörigkeit und Relevanz verleiht und das alles, ohne etwas zurück zu erwarten. Es ist schön, Teil einer solchen Gemeinschaft zu sein und zu wissen, dass einen Menschen mit guten Herzen umgeben.

    🙂