NEWS: Jüdisches Elternpaar von Terroristen im Auto hingerichtet

Mit Entsetzen, in tiefster Trauer und Wut berichte ich über diese Tat.

Seht in ihre Gesichter, und seht nicht weg. Na'ama und Eytam Henkin hy"d (Quelle: INN)
Seht in ihre Gesichter, und seht nicht weg. Na’ama und Eytam Henkin hy“d
(Quelle: INN)

Gestern abend (01.10.15) fuhren das Elternpaar Na’ama und Rabbiner Eytam Henkin, in ihren 30ern aus der Siedlung Neria, mit ihren vier Kindern auf der Autobahn 555 in Samaria, zwischen den Ortschaften Elon More

Karte zum Attentatsort
Karte zum Attentatsort

und Itamar, im Umkreis der Stadt Shchem (Nablus). Die Autobahn führt am arabischen Ort Bayt Furik vorbei. In der Nähe von Bayt Furik wurden aus einem vorbeifahrenden Auto auf das Fahrzeug von Familie Henkin mehrere Schüsse abgefeuert. Beide Eltern wurden schwer verletzt. Ihr Auto hielt auf der Straße an. Vorbeifahrende israelische Fahrer erkannten, dass es sich um eine Terrorattacke handelte, und riefen Einsatzkräfte. Als erste medizinische Versorgung ankam, bemühten sie sich, Na’ama und Eytam wiederzubeleben, doch mussten in kurzer Zeit ihren Tod feststellen. Die vier Kinder – Matan Hillel, 9, Nitzan Yitzhak, 7, Netta Eliezer, 4 und Baby Itamar (8 Monate) – waren direkte Zeugen der Ermordung ihrer Eltern, wurden leicht verletzt, aus dem Auto evakuiert und zur Erstversorgung nach Itamar gebracht.

Hier liegt Neria/Talmon B
Hier liegt Neria/Talmon B

Die Armee gelangte am Ort des Geschehens an und eröffnete eine breite Fahndung nach den Tätern. Noch ist unbekannt, aus welchem Ort der Täter stammen könnte. An die vier zusätzlichen Einsatztruppen, die zur Region beordert wurden, bekamen den Befehl, die umliegenden Dörfer einzukesseln und eine verstärkte Durchsuchung und Fahndung einzuleiten.

Quelle: INN
Quelle: INN

Die Nachricht verbreitete sich über soziale Netze, Radio und Schnellnachrichtendienste wie 0404 über das ganze Land. Einwohner in Judäa und Samaria organisierten Spontanzusammenkünfte an öffentlichen Kreuzungen mit Israelflaggen.

Auf dem Jerusalemer Friedhof. Quelle: INN
Auf dem Jerusalemer Friedhof. Quelle: INN

Heute morgen (02.10.15) um 11 Uhr wurde, entsprechend dem jüdischen Gesetz, das Ehepaar Henkin auf dem „Har Hamenuchot“-Friedhof in Jerusalem beigesetzt. Zum Begräbnis waren tausende Anwesende erschienen, darunter viele, welche das Paar nicht persönlich gekannt hatten. Israels Präsident Ruven Rivlin erschien ebenso zur Beerdigung. Er sprach über die Persönlichkeiten von Na’ama und Eytam, die er viel zu späte habe kennenlernen können. Er zitierte einen Brief, den die Ermordete früher im Jahr an ihn nach dem Mord an Dani Gonen geschickt hatte, und dass er ihr geantwortet habe. Zudem stärkte Rivlin, der sich nach dem Brandanschlag im arabischen Dorf Duma und noch vor dem Ermittlungsergebnissen äußerte „Mein Volk wählte den Weg des Terrors“, in seiner Ansprache die Siedlerbewegung und nannte die jüdischen

Präsident Ruven Rivlin
Präsident Ruven Rivlin

Bewohner von Judäa und Samaria „die Ersten an der vordersten Front“ im Kampf gegen den Terrorismus, die den „Preis zahlen, der zu schwer zum Tragen “ sei: „Der Terror folgt uns seit den Tagen von 1929 bis heute. Wir haben nie aufgrund des Terrors gebaut und werden nicht für einen Moment aufhören, wegen des Terrors zu bauen.“

 

Verwandte hielten Ansprachen auf die Ermordeten. Die Großeltern, welche den Zusammenhalt und die offenkundige gegenseitige Liebe des Ehepaares ins besondere Licht stellten, versprachen, die Kinder gemeinsam aufzuziehen. Der älteste Sohn der Familie Henkin, Matan Hillel (9 Jahre), sprach das Kaddisch-Gebet, welches für Verstorbene gesprochen wird. Er war Augenzeuge des Mordes an seinen Eltern.

Während der Beisetzung von Na’ama und Eytam hielten Bewohner von Judäa und Samaria Protestkundgebungen in der gesamten Region, versammelten sich auf Kreuzungen, wehten Israelflaggen und sperrten teilweise Straßen ab.

Rabbiner Eytam lehrte an einem Frauenseminar in Jerusalem, und hatte sein erstes Buch zu jüdischer Denk-und Lebensweise schon mit 20 veröffentlicht. Er war ein vielversprechender Pädagoge und Rabbiner. Na’ama arbeitete als erfolgreiche Grafikerin und schrieb einen Blog bei PointOfView.org.il, einer Blogplattform für Frauen aus Judäa und Samaria in Englisch.

An der Gush Etzion-Kreuzung. Foto: Nadia Matar
An der Gush Etzion-Kreuzung. Foto: Nadia Matar
An der Gush Etzion-Kreuzung. Foto: Nadia Matar
An der Gush Etzion-Kreuzung. Foto: Nadia Matar
An der Gush Etzion-Kreuzung. Foto: Nadia Matar
An der Gush Etzion-Kreuzung. Foto: Nadia Matar
In Kochav Hashachar, Samaria. Foto:INN
In Kochav Hashachar, Samaria. Foto:INN
Bei Bet Haggai. Foto: M.Dana-Picard
Bei Bet Haggai. Foto: M.Dana-Picard
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15 Kommentare zu „NEWS: Jüdisches Elternpaar von Terroristen im Auto hingerichtet“

  1. Der Hass der Palästinenser auf die Juden sitzt so unendlich tief und wird immer weitergegeben, von Generation zu Generation.
    Und der Gazastreifen hat eine der höchsten Geburtenraten der Welt, und praktisch jedes Kind wird von Anfang an zum Hass erzogen. Wie soll das jemals enden? Soviel vergeudete Energie, soviel unnötiges Leid.
    Und wenn die israelische Regierung Härte zeigt angesichts dieser neuesten Verbrechen, dann faseln im „Westen“ viele wieder von der bösen Besatzungsmacht und den unterdrückten Palästinensern im „Freiluftgefängnis“.
    Das macht fassungslos.
    Den Kinder des brutal hingerichteten Paares wünsche ich liebevolle Menschen, die sich um sie kümmern und ihren Eltern Gottes Segen
    und ewiges Leben.

    Danke für diese spannende und lehrreiche Seite.
    Man erfährt über die Siedler in Israel in den Medien ja praktisch nichts, ausser es passieren Gewalttaten. Da ist es ein Glücksfall für deutsche Leser, dass Sie , liebe Frau Tal, Ihre Erlebnisse und Erfahrungen mit uns teilen und diese Informationslücke schliessen.

    Schalom

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  2. Vier Israelis durch Messerangriff verwundet, zwei sehr schwer.

    Die Eltern in ihren Vierzigern und ihr zweijähriges Kind wurden von einem Mann mit einem Messer attackiert, eine 22jährige Frau wurde ebenfalls verletzt. Das Ereignis trug sich nahe des Löwentors im Ostteil Jerusalems heute am Samstag Abend zu.
    Der arabische Angreifer, vermeintlicher Terrorist, wurde von Sicherheitskräften angeschossen und verstarb kurz danach an seiner Verwundung.
    (Freie Übersetzung.)

    http://www.timesofisrael.com/three-israelis-hurt-in-stabbing-and-shooting-attack-in-jerusalem/

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    1. el male rachamim.

      Rabbi Nehemia Lavi, 41, s’l.
      Aharon Banita Bennett, 21, s’l.
      Ihren Verletzungen erlegen.

      http://www.timesofisrael.com/jerusalem-simmers-after-string-of-attacks-raise-tensions/
      http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/201381#.VhEdcyvj9ME
      Nur wenige Stunden nach den Morden in Jerusalem wird ein 15jähriger Junge (ebenfalls in Jerusalem) von einem arabischen Terroristen niedergestochen und schwer verletzt.
      Nach bisherigen Erkenntnissen hat der Junge den Mordanschlag nach aufwändiger medizinischer Operation überlebt.

      Alle diese Ereignisse fanden in Jerusalem statt, von Samstag auf Sonntag. Gerade eben erst. Die Angreifer sind „arabische Terroristen“, die Angegriffenen sind Juden.

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      1. “I ran for dozens of meters with a knife in my shoulder, bleeding. Arabs in the area who saw this horrible scene clapped and laughed, and told that they hoped for my quick death. I felt I was about to faint,”
        Adelle Banita-Bennett said.

        („Ich rannte dutzende Meter mit einem Messer in meiner Schulter, blutend. Araber in der Umgebung die diese schreckliche Szene sahen klatschten in die Hände und lachten, und sagten mir, daß sie auf meinen schnellen Tod hofften. Ich fühlte mich der Ohnmacht nahe,“
        sagte Adelle Banita-Bennet, )

        (Anmerkung: deren Ehemann Aharon soeben von einem arabischen Terroristen niedergestochen wurde, und an dieser schweren Verwundung verstarb.)

        “I tried to hold on to someone who passed by, and they just shook me off and kicked me, and said ‚die.’”

        („Ich versuchte Halt zu finden bei jemanden auf dem Weg, aber sie schüttelten mich ab, traten nach mir und sagten: ’stirb.'“)

        Rabbi Nehemia Lavi, 41, and Aharon Banita Bennett, 21, were both murdered during Saturday’s terrorist attack. Bennett’s wife, Adelle Banita, 22, and their two-year-old daughter were also injured.

        Later Saturday night, an Arab terrorist stabbed and wounded a 15-year-old Jewish boy in central Jerusalem.

        (Rabbi Nehemia Lavi, 41, und Aharon Banita Bennet, 21, wurden durch den terroristischen Angriff am Samstag ermordet. Bennetts Frau, Adele Banita, 22, und ihre zweijährige Tochter wurden ebenfalls verwundet.

        Später am Samstag Abend hatte ein arabischer Terrorist einen 15jährigen jüdischen Jungen im Zentrum Jerusalems durch einen Messerangriff [schwer] verwundet.)

        http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/201441#.VhPNNSvj9ME

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  3. https://scontent-fra3-1.xx.fbcdn.net/hphotos-xap1/v/t1.0-9/12074924_10153239467952689_3163562014387806649_n.jpg?oh=b1add08e71744522424023283f3d6151&oe=56A9219F

    Comment by Roy Zadok, Octobre 1st, 2015.
    „The saddest thing is that while millions of Israelis wipe their tears from this horrific murder thousands of israeli Muslims in Jerusalem and other places in Israel went celebrating this murder. Now tell me who’s the good guy’s and who’s the bad one’s in this Palestinian israeli conflict? Even saddest is to see the world choosing the wrong side.“

    (Übersetzung für Nicht-Englisch-Sprecher:
    „Das traurigste an der Sache ist, während Millionen Israelis ihre Tränen wischen angesichts dieses abscheulichen Mords, feiern tausende israelische Moslems in Jerusalem diesen selben Mord.
    Nun sagt mir, wer sind die Guten und wer die Bösen in diesem Palästinisch Israelischem Konflikt?
    Am Traurigsten aber ist es zu sehen, wie die Welt die falsche Seite wählt.“)

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  4. Hat dies auf himmel und erde rebloggt und kommentierte:
    Es hat kein Ende…
    Der palästinensische Kampf gegen Israel hört niemals auf und fordert immer wieder unschuldige Opfer.
    Der Tod des Ehepaares Henkin scheint so entsetzlich sinnlos….

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  5. Danke liebe Chaya für Deinen umfassenden Bericht über diese unfassbare Mordtat und Deine mitfühlenden Worte.

    Der HERR schenke den Ermordeten das Ewige Leben und lasse sie Ruhen in Frieden. Die Kinder möge ER behüten und beschützen und den Großeltern Kraft geben bei der Betreuung und Erziehung der Kinder.
    Ich werde Sie in mein Gebet einschließen.

    Herzlich, Paul

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  6. Was für eine grausame und hinterlistige Tat.
    Und die armen Kinder mussten alles mit ansehen.

    Es fehlen einem die Worte, liebe Chaya.

    Mögen die Eltern in Frieden ruhen und mögen ihre Kinder
    die Kraft haben, ohne sie weiter zu leben!

    Das Leben kann sehr grausam sein und ungerecht, aber wir
    haben keinen Einfluss darauf. Man fragt sich dann, wieso
    gerade diese Menschen, die Antwort weiß nur Gott.

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    1. Danke fuer deine Antwort, Heimchen, aber es stimmt nicht, dass wir darauf keinen Einfluss haben. Dieses Attentat ist das Resultat von absolut falsch getaetigtem Einfluss auf unsere Lebenswirklichkeit, und wir muessen uns darum bemuehen, diesen zu steuern und in die richtigen Bahnen zu lenken. was von Menschen machbar ist, ist auch von Menschen veraenderbar.

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      1. „Dieses Attentat ist das Resultat von absolut falsch getaetigtem Einfluss auf unsere Lebenswirklichkeit, und wir muessen uns darum bemuehen, diesen zu steuern und in die richtigen Bahnen zu lenken. was von Menschen machbar ist, ist auch von Menschen veraenderbar.“

        Da gebe ich Dir recht, liebe Chaya!
        Doch das ist leichter gesagt, als getan.
        Dein Wort in Gottes Ohr!

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