Im Gefängnis gefoltert? Die Duma-Affäre

In den letzten Tagen und Wochen erregt eine Affäre von besonderer Bedeutung die Gemüter, insbesondere innerhalb der religiös-zionistischen Gesellschaft und der Siedlerbewegung. Sie findet allerdings auch Rückklang innerhalb der israelischen Mainstream-Medien und in den sozialen Netzwerken mehren sich Berichte und Gerüchte und verbreiten sich wie Lauffeuer.

Dabei geht es nicht mehr und nicht weniger als um einen brutalen Verstoß gegen die demokratische Gesetzesordnung des Staates Israel:

Es verstärkt sich von Tag zu Tag der Verdacht, dass einige der festgenommenen Verdächtigen im Fall des Brandbombenanschlags auf die Familie Dawabshe im Dorf Duma (DieSiedlerin.Net berichtete am 03.12.15  über neue Entwicklungen im Ermittlungsfall), darunter mehrere Minderjährige, offenbar aus dem Milieu der sogenannten „Hügeljugend“ (Hilltop Youth), während der Administrativhaft und der Verhöre durch den Inlandgeheimdienst Shin Bet (Shabak)

Ein Jugendlicher der sogenannten "Hügeljugend" in Haft. Illustration. (Quelle: Rotter)
Ein Jugendlicher der sogenannten „Hügeljugend“ in Haft. Illustration. (Quelle: Rotter)

misshandelt wurden. Die Verdächtigen, deren Identität  vom Inlandgeheimdienst nicht preisgegeben wird, werden seit mehreren Wochen ohne Anklage in den Haftanstalten des Shin Bet festgehalten. Dem ist so, seit die Anwendung der Administrativhaft (bei welcher Terrorverdächtige ohne Anklage und Prozess und auf Basis einer erneuerbaren richterlichen Erlaubnis inhaftiert werden dürfen), nach dem Anschlag in Duma verstärkt bei jüdischen Terrorverdächtigen angewandt wird.

Ein halbes Jahr lang hatte die israelische Öffentlichkeit auf Entwicklungen im Falle des Mordes an Sa’ad, Reehan und Ali Dawabshe gewartet, wobei Regierungs- und Sicherheitsvertreter (darunter auch der Verteidigungsminister Moshe Ya’alon) schon kurze Zeit nach dem Anschlag verlauten ließen, ihnen sei die Identität der mutmaßlichen Täter bekannt; doch eine offene Anklageschrift könne aus Gründen des Informations- und Informantenschutzes nicht getätigt werden. Alles Weitere hielt sich im Dunkeln und an die Öffentlichkeit drangen nur Gerüchte und Spekulationen. Bis nun vor etwa drei Wochen die ersten offiziellen Meldungen über „dramatische Entwicklungen“ im Fall veröffentlicht wurden und es bekannt gegeben wurde, dass jüdische Verdächtige im Zusammenhang mit dem Fall vom Shin Bet festgehalten und verhört werden.

Nun sind den Medien und privaten Quellen (darunter Bekannten, Nachbarn und Verwandten mancher der Verdächtigen) zufolge mehrere, wenn nicht gar die überwiegende Mehrheit der Festgenommenen Minderjährige, gegen welche nach ihrer Inhaftierung vor drei Wochen bis einem Monat im Rahmen der Administrativhaft noch keine Anklageschrift erhoben wurde. Erst

"Honenu" (wörtl. "Erbarme dich unser"). Im Untertitel steht: 'Organisation für nationale Rechtsverteidigung'
„Honenu“ (wörtl. „Erbarme dich unser“). Im Untertitel steht: ‚Organisation für nationale Rechtsverteidigung‘

nach mehreren Wochen hatten die Anwälte der Betroffenen aus der Rechtsvertretung der Menschenrechtsorganisation „Honenu“ mit den Inhaftierten sprechen und so über die Haftzeit und die Behandlung durch die Untersuchungsbeamten des Shin Bet erfahren können. Weitere Informationen stammten, laut Veröffentlichungen in Medien wie bei Channel 7, Makor Rishon, NRG/Ma’ariv, von Gefängnisärzten und aus Berichten von Vorladungen der Verdächtigen vor internen Gerichten.

Zuvor lauteten die Anschuldigungen gegen eine widerrechtliche Behandlung der Verdächtigen noch scheinbar recht harmlos: Es wurde behauptet, die Jugendlichen würden von bestimmten religiösen Ritualen wie dem Gebetsriemen-Anlegen oder dem Kerzenzünden an Chanukka abgehalten werden. Die Sprecher des Shin Bet so wie auch der stellvertretende Rechtsberater der israelischen Regierung, Rechtsanwalt Raz Nazri (NRGMakor Rishon, 18.12.15), wiesen die Anschuldigungen zurück und verwiesen auf die Schwere des Verbrechens, welches aufzuklären sei. Aufgrund dessen erfordere es besondere Härte und Nachhaltigkeit bei der Untersuchung, unter Anwendung von Ausnahmeregelungen.


 

Zu Beginn dieser Woche jedoch, am 20.12., fand eine Pressekonferenz der Organisation „Honenu“ statt, auf welcher die von den Verteidigern der Verdächtigen gesammelten Berichte zu einer größeren Präsentation zusammengefasst und der Presse vorgetragen wurde. Da lauteten die Anschuldigungen schon wesentlich anders:  Laut Aussagen der Anwälte wurden die Jugendlichen inhumanen Haft- und Verhörbedingungen ausgesetzt, während der Verhöre physisch misshandelt, durch Schlafentzug gequält und psychologisch bedroht und unter Druck gesetzt, mehrheitlich durch Androhungen von Inhaftierung weiterer Familienmitglieder.

Am selben Tag erreichte mich eine Gruppennachricht über WhatsApp, in welcher grausame Details der angeblichen Folterungen der Verdächtigen beschrieben wurden. Einer der betreffenden Jugendlichen soll, so besagte die Nachricht, einen Selbstmordversuch unternommen haben und befinde sich jetzt in psychiatrischer Behandlung des  Gefängnisarztes; ein anderer solle durch Schläge und weitere physische Misshandlungen an Gliedmaßen gequält worden sein und würde von den Beamten des Mordes an der Familie Dawabshe beschuldigt, obwohl er, so die Behauptung, keinen Bezug zur Anklage habe.

Ich beschloss, die Nachricht auf ihren Wahrheitsgehalt entsprechend der mir zur Verfügung stehenden Mittel zu überprüfen, und untersuchte einige der letzten Berichte über die Affäre – so im israelischen Wochenmagazin „Makor Rishon“, sah mir Videos und Statements der Organisation „Honenu“ und die Berichte zum Thema auf Channel 7 und bei der Onlinezeitung NRG an.

⇒ Im Video, welches am 20.12. bei „Honenu“ veröffentlicht worden war, offenbarten vier Anwälte, darunter auch der in der Siedlerbewegung bekannte politische Aktivist und Anwalt Itamar Ben Gvir,  vor den anwesenden Journalisten Details bezüglich des Misshandlungsverdachtes:

Rechtsabwälte Itamar Ben Gvir (links), Adi Keidar (2 v.l.) und weitere. Quelle: Honenu
Rechtsabwälte Itamar Ben Gvir (links), Adi Keidar (2 v.l.) und weitere. Quelle: Honenu

Rechtsanwalt Adi Keidar berichtete beispielsweise über ein Treffen mit seinem Mandanten, einem Minderjährigen, zu welchem er 21 Tage keinen Zugang hatte. Dem Rechtsanwalt zufolge traf er seinen Mandanten in einem psychisch schweren Zustand an. Über die Misshandlungen, welcher dieser Jugendliche während der letzten 21 Tage erfahren habe, berichtete der Anwalt Folgendes: An einem der Tage, an welchem er zuvor nach tagelangem Schlafentzug verhört wurde, wurde er, mit Handschellen an Beinen und Armen am Stuhl gefesselt, von Ermittlern und höheren Offizieren des Shin Bet mehrfach in seine Weichteile getreten und geschlagen, ohne die Möglichkeit, sich gegen die Attacken zu verteidigen. Anschließend wurde er, noch immer gefesselt, in eine Position versetzt, bei welcher er nach einiger Zeit das Gefühl für einen Teil seiner Gliedmaßen verloren habe. Ab einem bestimmten Zeitpunkt begann der Jugendliche zu schreien, zu betteln und, so Keidar, „seinen Verstand zu verlieren“.

Über einen weiteren Verdächtigen wusste Rechtsanwalt Keidar zu berichten, dass laut seinen Aussagen vor einem internen Gericht er während einer Verhörsitzung durch die Ermittler misshandelt wurde, als dieser nach dreitägigem Schlafentzug in der Befragung einschlief. Die Beamten hatten, so Keidar, dem Jugendlichen der Kopf nach hinten gebogen, bis dieser starke Schmerzen erlitt und sich übergab. Trotz der Anweisung des Gefängnisarztes, ihm eine Ruheperiode vor der nächsten Verhörsitzung zu ermöglichen, wurde er nach der medizinischen Untersuchung erneut zum Verhör geführt und geschlagen.

Rechtsanwalt Itamar Ben Gvir äußerte sich zum Fall:

„Zum jetzigen Zeitpunkt hat der Staat keine hinreichenden Beweise, welche genügend Licht auf die Duma-Mordaffäre werden könnten. Dies kann sich in den nächsten Tagen ändern. Was die Anklage betrifft, so lässt sich momentan nur eine Anklage auf Sachbeschädigung formulieren.“

Außerdem sagte er, „bis zu dieser Untersuchung konnte sich der Staat Israel seiner Demokratie rühmen. Als vor einigen Monaten ein abscheulicher Terrorist in Pizgat Ze’ev (Jerusalem) mit einem Messer in der Hand auf Passanten einstach, ordnete der Premierminister höchstpersönlich an, man solle ihn im Krankenhaus vor der Öffentlichkeit zeigen, seinen Zustand offenlegen und ihn ebenso mit einer guten Mahlzeit versorgen, um zu zeigen, dass in Israel Demokratie herrsche. Nach dem vorliegenden Ermittlungsfall steht fest, es gibt keine Demokratie in Israel. Heute ist ein schwarzer Tag für die israelische Demokratie.“

Ben Gvir forderte die Haftrichter und die Öffentlichkeit auf, die Vorgehensweise der Shin Bet-Ermittler zu unterbinden,  da seiner Ansicht nach eine Grenze überschritten worden war.

Dazu muss man sagen, dass nicht nur die Anwälte der in manchen (vor allem linksgerichteten) Kreisen der israelischen Gesellschaft umstrittenen Organisation „Honenu“ auf diese Berichte eingingen, sondern auch beispielsweise die Bürgerrechtsorganisation „Vereinigung für Bürgerrechte/ACRI, welche sich u.a. verstärkt für die arabische Minderheit, Frauen und Flüchtlinge einsetzt und eher weniger für die Verteidigung der „Hügeljugend“ und der Siedlerbewegung bekannt ist. Das Besondere dabei ist, dass sich ACRI in ihrem Statement auf eine interne Untersuchung der linksgerichteten, propalästinensischen Organisation „Btselem“ stützte.

Channel 7 zitierte das Feedback von ACRI:

„Der Bericht der Verteidiger der Verdächtigen im Fall der Terrorattacke auf das Dorf Duma über ihren Verhör durch den Shin Bet erweckt den Verdacht, dass dabei widerrechtliche Verhörmethoden angewandt worden sind. Diese Verhörmethoden wurden durch eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs als illegal befunden, und das nach Anträgen durch den Verein gegen Folter und dem Zentrum zum Schutz des Individuums, welche sich u.a. auf Untersuchungen der Organisation „Btselem“ beriefen. Wir rufen die Verantwortlichen im Justizministerium dazu auf, die Beschwerden der betreffenden Personen unverzüglich zu  untersuchen.“

Am Abend nach der besagten Konferenz fand eine spärliche Demonstration von Verwandten der Verdächtigen vor dem Haus des Shin Bet-Leiters in Jerusalem statt (Link hier). Die Demonstranten standen mit Plakaten auf einer Straßenseite und riefen „Keine Beweise, dafür aber Folter“.



Einige ausführliche Einblicke in die Diskussion um die Affäre vermittelten zwei Parallelartikel zu dem Thema, aus welchen ich einige Auszüge anführen möchte, für Interessierte.

Noch vor der Wendung der Ereignisse veröffentlichte das Magazin „Makor Rishon“ am 18.12.15 zwei Artikel zum Thema; das eine ein exklusives Interview mit der Mutter eines der Minderjährigen, das zweite mit dem stellvertretenden Rechtsberater der Regierung, Anwalt Raz Nazri.

Die Mutter hatte laut ihrer Aussage ihren minderjährigen Sohn, welcher vor etwa drei Wochen vom Inlandgeheimdienst verhaftet worden war, 21 Tage nicht gesehen und keinen Kontakt zu ihm gehabt. Da die Veröffentlichung jeglicher Details zur Untersuchung selbst sowie jegliche Andeutung auf die Identität der Verdächtigten oder ihrer nahen Verwandten strikt untersagt worden war, hielt sie sich lange Zeit zurück und ging erst dann an die Öffentlichkeit (auch das, ohne ihre Identität preiszugeben), als sie spürte, dass ihr Sohn möglicherweise in Lebensgefahr sei.

„Das erste Mal, als ich erfahren habe, was als Anschuldigung gegen meinen Sohn vorliegt, war in den Medien, als von ‚dramatischen Entwicklungen im Fall des Mordes, der schon einige Monate das Land in Atem hält‘ die Rede war. Dann wussten schon alle, dass es um Duma ging. (…) Wir haben keine Informationen bekommen. Wir, die Familie, und auch die Anwälte, hörten davon aus den Nachrichten und nicht von einem Richter. (…) Ich fühle mich, als seien wir in einem schlechten Film aufgewacht. Du wachst in einer Realität auf, in der du in einem Augenblick von einem normativen Bürger zum Staatsfeind geworden bist.“

Die Mutter erklärte im Interview, sie fürchte sich davor, dass ihrem Sohn etwas angehängt werden würde. Ihre Hauptsorge, so die Frau, gelte aber dem gesundheitlichen Zustands ihres Sohnes, dem psychischen als auch dem  physischen. „Ich weiß nicht, wer diese Bedingungen aushalten kann. Ich weiß nicht, was für einen Sohn ich zurückbekommen werde.“ Laut einem der  Berichte soll ein Jugendlicher versucht haben, sich das Leben zu nehmen.

Hügeljugend. Illustration. Quelle: The Marker
Hügeljugend. Illustration. Quelle: The Marker

Ihren Sohn beschreibt die Mutter als einen Jugendlichen, der seine ideologischen Ziele im Blickfeld hatte, ohne aber seine familiären Pflichten zu vergessen. Die Schule habe er abgebrochen, „es gibt viele, die das israelische Schulsystem nicht aushalten„. Offenbar hatte sich ihr Sohn der „Hügeljugend“, einer jugendlichen, religiös und ideologisch motivierten, anarchistisch veranlagten Gruppierung, angeschlossen und lebte in provisorischen Vorposten auf den Hügeln innerhalb Judäa und Samaria.

"Hügeljugend" bei einer Demonstration. Illustration. Quelle: Danieloz.Wordpress.Com
„Hügeljugend“ bei einer Demonstration. Illustration. Quelle: Danieloz.Wordpress.Com

„Es gab zwischen uns keine Distanz und keinen Kontaktabbruch. Er ist in einem liebevollen Haus aufgewachsen und konnte sie auch zurückgeben. Er wusste, dass ich nicht einverstanden war mit allem, was er sagte, und ich wusste, dass er nicht mit allem einverstanden war, was ich sagte.“

Würde man sie darüber informieren, dass ihr Sohn irgendeine Rolle beim Mord in Duma gespielt habe, würde sie es nicht glauben – jetzt erst recht nicht mehr. „Wir sind treue Bürger, wir glauben an den Staat, aber nichtsdestotrotz fällt es uns sehr, sehr schwer im Angesicht dessen, wie die Menschenrechte hier mit Füßen getreten werden. Wir haben absolut kein Vertrauen in die Untersuchungsabteilung des Shin Bet.

Das Parallelinterview von Anwalt Raz Nazri stellte eine etwas andere Perspektive dar. Seit 2011 im Amt, entstammt Nazri ebenso der religiös-zionistischen Gesellschaft und lernte als Jugendlicher in den mit ihr assoziierten Einrichtungen. Den Kampf gegen den angehenden Terror nimmt er sehr ernst und sieht seine Bekämpfung als oberste Priorität – im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. Die Behauptungen, die Verdächtigen würden in ihrer Haftzeit in den Rechten der religiösen Ausübung eingeschränkt werden, wies er entschieden von sich (wie erwähnt, fand das Interview vor der Pressekonferenz statt, auf welcher Details zu möglichen Misshandlungen während der Verhörzeit vorgestellt worden waren). „Terror ist Terror„, sagte er im Interview, „es wird kein Antiterrorgesetz für Araber und eins für Juden geben, dieselbe Vorgehensweise wird wie bei arabischem, so auch bei jüdischem Terror angewandt. Der Duma-Vorfall ist ein schwerwiegender Sonderfall. (…) Was ich dazu sagen kann, ist, dass es sich um schwerwiegende Anklagen handelt, daher wurde auch Gebrauch von Ausnahmeregelungen für solche Fälle gemacht.“

Weshalb wird aber der Anschlag in Duma als ein Terrorakt und nicht als ein reguläres Mordverbrechen gesehen? Ist jeder Mord als

Hügeljugend. Illustration. Quelle: INN
Hügeljugend. Illustration. Quelle: INN

Terror zu werten? „Es gibt im israelischen und internationalen Gesetz Definitionen für Terror. Wenn die Tat aus ideologischen, religiösen, nationalistischen oder rassistischen Beweggründen ausgeführt wurde, um dadurch öffentliche Organe zu bestimmten Handlungen zu zwingen, dann ist es Terror. Und genau das ist die Definition für die radikale Gruppe, die versucht, Einfluss auf die Handlungen der Regierung zu nehmen durch Terrorakte gegen die arabische Bevölkerung.“ Trotz dieser Aussagen wollte Nazri keineswegs die um ein Vielfaches größeren und mörderischeren Ausmaße des arabischen Terrors relativieren. Außerdem sprach er sich unter den gegebenen Bedingungen der anhaltenden Terrorbedrohung für die Anwendung der umstrittenen Administrativhaft bei Personen aus, die die Öffentlichkeit gefährden könnten: „Ich bin für Menschenrechte (bezogen auf inhaftierte Terrorverdächtige, Anm.DS), aber wir haben nicht das Privileg, nur diese zu betrachten. Auch das Recht auf Leben ist ein Menschenrecht, und dieses haben wir zu schützen.

Hügeljugend. Illustration. Quelle: NRG
Hügeljugend. Illustration. Quelle: NRG

Während für Nazri die Vorgehensweise der offiziellen Organe unter den gegebenen Umständen als gerechtfertigt gilt, deutete die Mutter des festgenommenen Minderjährigen auf einen anderen Aspekt hin. Der Minister für innere Sicherheit hatte sich zum Thema geäußert, „Wir setzen alles daran, dass es Beweismittel geben wird.“Das ist eine gefährliche Aussage“, konterte sie, „sie gibt der Untersuchungsabteilung grünes Licht, alles zu machen, was man wolle.

„Man muss jedes Graffiti, jedes Verbrechen aufklären, aber mit den regulären Mitteln, die dazu zur Verfügung stehen. Der Polizei und dem Shin Bet wurde hier die Legitimation gegeben, das zu tun, was ihnen gefällt. Es wurde eine Auffassung kreiert, nach welcher die Untersuchungsabteilung nach bestem Wissen und Gewissen wüten konnte. Die Rechtsorgane und das politische Regime (…) stehen momentan mit dem Rücken zur Wand und das kann zu einer Katastrophe führen. Es ist eindeutig, dass sie nicht mit einem Mal aufstehen und behaupten würden, ‚wir haben uns geirrt, wir haben in die falsche Richtung ermittelt.‘ Denn wenn aus den Ermittlungen hier nichts wird, werden viele Rede und Antwort stehen müssen. Und dem gegenüber gibt es einige unpopuläre Jugendliche, welche schon genügend Delegitimation erfahren haben und die man schon als ‚wildes Pack‘ abgeschrieben hat. (…) Sie sind kein ‚wildes Pack‘. Aber wer wird aufstehen und ihren Schrei hören lassen, wer wird aufstehen und sagen, dass hier ein Fehler auf nationaler Ebene begangen wird und es Unschuldige gibt, die den Preis dafür zahlen?“

„Wir leben in einer Zeit voller sicherheitsbezogener Herausforderungen, voller Hasspropaganda“, äußerte sich Anwalt Nazri,  „und in dieser Zeit muss auch ein Akt, der unter normalen Umständen nicht so betrachtet werden würde, schwerwiegender aufgefasst werden, da er einen großen Brand anzetteln kann“. Daher sind seines Erachtens außergewöhnliche Schritte zur Vermeidung der Gefährdung der Öffentlichkeit notwendig.

Die Knessetabgeordnete Zehava Gal-On sagte mir einmal, ‚es gibt 500 administrativ festgehaltene Palästinenser, wo sind da die Proportionen (gegenüber den jüdischen Inhaftierten, Anm.DS)?‘ Ich sagte ihr, ‚was soll man machen, wenn der Umfang des arabischen Terrors den des jüdischen um ein Vielfaches übersteigt?‘ Ich suche keine Gleichstellung, es muss hierbei auch keine sein. Der Fakt, dass dasselbe Gesetz bei Juden und Arabern angewendet wird, ist Gleichstellung genug.“

„Ich suche keine mediale Aufmerksamkeit und bin keine Frau des zivilen Aufstandes, aber auch nachdem diese Affäre ihr Ende finden wird, werde ich den Kampf nicht ruhen lassen„, erklärte die Mutter des Verdächtigen. „Ich kämpfe nicht nur für meinen Sohn und die anderen, sondern ich kämpfe für das ganze jüdische Volk. Wir können es uns nicht erlauben, dass das, was momentan passiert, sich in Zukunft in einem jüdischen und demokratischen Staat wiederholt. Diese Ungerechtigkeit muss aufhören.“

Hügeljugend. Illustration. Quelle: Omer Messinger/FLASH90
Hügeljugend. Illustration. Quelle: Omer Messinger/FLASH90

 

 

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42 Kommentare zu “Im Gefängnis gefoltert? Die Duma-Affäre”

  1. DAS habe ich extra für Stephan Bettmann-Happ rausgesucht,
    gefunden bei Heplev, den ich sehr schätze!

    Antizionisten: die stolzen antirassistischen Rassisten

    Antizionisten tendieren dazu mit Entrüstung auf den Hinweis der Vorwürfe von Antisemitismus zu reagieren. Das ist verständlich, da Antizionisten sich als Speerspitze gegen Rassismus und Ungerechtigkeit verstehen. Wie könnten sie Antisemiten sein, wenn einige ihrer „besten Freunde“ Juden sind? Wir wollen mal ignorieren, dass diese „besten Freunde“ eine verschwindende Minderheit des Weltjudentums darstellen und dass ihre angebliche „jüdische Identität“ sich hauptsächlich darin beweist, dass sie gegen alles Jüdische sind, besonders aber gegen einen winzigen Teil Land an der östlichen Mittelmeerküste, den man als Israel kennt.

    Antizionisten weinen, wenn sie Schindlers Liste ansehen und an den Holocaust erinnern, während sie warnen Israel beginge „Völkermord“ im Gazastreifen und bedrohe die Menschheit. Egal, dass – anders als die Juden Europas – die Bevölkerung des Gazastreifens sich vervierfacht hat – zu einem großen Teil wegen der ständigen Zuflusses grausamer zionistischer humanitärer Hilfe, Lebensmittel und Gesundheitsfürsorge. Mathematik ist in der Schule nie ein Stärke der Antizionisten gewesen.

    Geschichte auch nicht. Dieser Splitter Land, den die Antizionisten als „ausländisches zionistisches Gebilde“ bezeichnen, ist mit 3.000 Jahren durchgängiger jüdischer Geschichte getränkt und war nie die Heimat einer anderen Nation als der der Juden. Antizionisten wissen es besser und bejammern die „Besatzung“ der „eingeborenen palästinensischen Nation“, deren stolze und angebliche Geschichte immer noch von Archäologen entdeckt werden muss. Der römische Eroberer Hadrian, der der Urheber des Begriffs „Palästina“ als Ablehnung des sturen Gebildes Judäa war, hat vermutlich nie erwartet, dass sein intellektueller Spross der heiß begehrte Name einer vielgestaltigen Gruppe Arabisch sprechender Immigranten des 19. und 20. Jahrhunderts werden würde, die irgendwie über Nacht zu seit undenkbaren Zeiten „Eingeborenen“ wurden.

    Viele warten immer noch erwartungsvoll darauf, dass der Saeb Erekat, der Erzähler der „Arabischen Nächte“, aufzeigt, in welchem Jericho seine Vorfahren vor 10.000 Jahre lebten. Praktischerweise ist die Tatsache vergessen, dass Erekats Familie während des letzten Jahrhunderts ankam – wie die meisten arabischen Einwanderer in das Land Israel angezogen von der von den bösen zionistischen Juden verurschten wirtschaftlichen Wiederbelebung. Hundert Jahre oder Zehntausend Jahre, welchen Unterschied machen ein paar Nullen schon unter Freunden? Die Welt umarmt Erekats angeblich friedlichen Boss Abbas, dessen Fachgebiet Holocaustleugnung und eingebildete Moderatheit sind. Abbas spricht von der Notwendigkeit das zionistische „Krebsgeschwür“ mit Millionen ausländischer Araber auszuspülen und das mit einer gütigen Eloquenz, dass ihm das einen Job einem heiß begehrten amerikanischen Waschmittel-Werbespot einbringen würde.

    Geografie ist ein weiteres Fach, das die Antizionisten in der Schule schwänzten. Wenn der Nahe Osten und Nordafrika ein Fußballstadion wären, würde das angebliche gigantische zionistische Imperium sich bedrohlich entlang der Linie zwischen zwei Torpfosten ausdehnen, während die arabische und muslimische Welt in einen beengten Bereich gepresst würde, der den Rest des Stadions abdeckt.

    Wenn sie von zionistischer „Besatzung“ und „Aggression“ sprechen, dann haben die Antizionisten das Gefühl, dass sie Heimvorteil haben. Im Gegensatz zu historisch pazifizierten Juden in europäischen und nahöstlichen Ghettos, die den ihnen zugewiesenen Platz kannten, haben die widerlichen Zionisten den Nerv Gleichberechtigung und nationale Unabhängigkeit zu fordern. Als begeisterte Sportfans rennen Antizionisten die Extrameile zu erklären, dass Qassam-Raketen aus Schulen auf zionistische Kindergärten zu schießen und Tunnelmarathons mit Sprengstoff, Macheten und Maschinengewehren nach Israel zu laufen im Gazastreifen so natürlich ist wie Fußball in Italien. Den Gazanern diese stolze Sporttradition zu verweigern würde natürlich diskriminierend sein und das eine, was Antizionisten mehr hassen als alles andere ist Rassismus.

    Der ägyptische Erzterrorist und Vater der Flugzeugentführungen, Yassir Arafat, war ein Visionär, der die Notwendigkeit erkannte seine „Befreiungs“-Organisation 1964 zu gründen, drei Jahre bevor es irgendeine „Besatzung“ seines Scheinlandes gab. Wenn nur die Zionisten die „Besatzung“ beenden und sich vorläuft auf eine Etage in Tel Avivs Azrieli-Turm zurückziehen würde, wäre der Nahe Osten so angenehm wie Kanada. Wie können die stocktauben Zionisten nur all die Friedenshymnen verpasst haben, die von der PLO, der Hamas, der Hisbollah, ISIS und dem Iran ausgehen?

    Antizionisten haben oft das Gefühl, dass sie sich oft missverstanden und ihr Hobby verunglimpft wird. Ihr ideologischer Vorfahr, der deutsche Journalist Wilhelm Marr, hatte dasselbe Gefühl. Wie die heutigen Antizionisten bestritt Marr, das er ein Judenhasser war – ein Begriff, den er als primitiv und ziemlich vulgär empfand. Stattdessen gab er seinem Hobby 1879 einen neuen Namen: „Antisemitismus“; das hatte eine Aura vermeintlicher Wissenschaftlichkeit und Seriosität.

    Der Holocaust, der, darauf bestehen Obamas iranische Völkermord anstrebende Partner, niemals stattfand, zwang dieses leidenschaftliche und tödliche Hobby durch eine weitere Umbenennungs-Kampagne; diesmal wurde daraus der Antizionismus. Die Antisemiten von gestern, die eine Welt frei von Juden wollten, waren natürlich keine Judenhasser, sondern handelten aus Sorge um die rassische Hygiene und das Wohlergehen der Menschheit. Ein österreichischer Gefreiter und gescheiterter Kunststudent dokumentierte das in seinem Werk Mein Kampf, das heute im Nahen Osten ein Bestseller und Pflichtlektüre für jeden ist, der Zweifel an der Boshaftigkeit der Juden, ‘tschuldigung: Zionisten hat.

    Die heutigen Antizionisten, die eine Welt ohne den jüdischen Staat anstreben, betrachten sich natürlich auch nicht als von Judenhass getrieben. Als selbsternannte Vorzeige-Antirassisten sehen sich die Antizionisten als Inhaber der Schlüssel zu ewigem Frieden, Harmonie und Gerechtigkeit für die Menschheit. Wenn nur die zionistische Schlagen aus dem antizionistischen Garten Eden vertrieben würde, wäre alles vermeintlich alles gut.

    Das Problem mit der antizionistischen Version des Gartens Eden besteht darin, dass es stark an die Hölle erinnert, wobei die Zionisten die Helfer des Teufels sind. Sollten immer noch Äpfel übrig sein, die an dem geschundenen Baum der Erkenntnis hängen, ist die Lektion für die Menschheit, dass Judenhass in jeglicher Form ein tödliches und giftiges Unkraut ist, das, wenn es unkontrolliert bleibt, das Wohlergehen der Juden und Nichtjuden bedroht. Borniertheit und Vorurteil kennen keine Grenzen und die Geschichte hat wiederholt gezeigt, dass das, was als „jüdisches Problem“ beginnt, schnell ein Problem der Welt wird.

    AMEN!!!

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  2. Als Frau und Mutter bin ich entschieden gegen Folter!

    Jedes Geständnis, dass unter Folter gemacht wurde, ist
    in meinen Augen unglaubwürdig.

    Ich würde alles „gestehen“ um der äußerst schmerzlichen
    Folter zu entgehen!

    Und übrigens gilt für mich die „Goldene Regel“

    „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem Anderen
    zu“

    Amen!

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    1. Ich hole jetzt an dieser Stelle doch etwas weiter aus und versuche meinen Post weiter unten an A.mOr gerichtet hier in den Zusammenhang zu bringen.

      1. Die „umstrittenen Gebiete“/ „besetzten Gebiete“ des Westjordanlandes (aka Samaria/ Judä) sind NICHT Teil des israelischen Staatsgebietes. Es gilt Militärrecht, insb. für die „Palästinenser“. Über die sich daraus ergebenden Rechtsstatuten und militär-juristischen Vorgehensweisen (Administrativhaft/ Verhörmethoden) kann man sich hier informieren http://www.amnesty.de/jahresbericht/2011/israel-und-besetzte-palaestinensische-gebiete#einschrnkungenimwestjordanland

      2. Seit Mitte des Jahres wurde nun auch aufgrund zunehmend gewalttätiger Übergriffe durch Siedlerjuden (national-religiöse Hügeljuden) mit Todesfolge (darum geht es auch in Chayas Berichten) durch Premier Bibi die Administrativhaft (mit entsprechenden Verhörmethoden) auch auf die dort lebenden Israelis ausgedehnt. Abschreckung? –> Über den Sinn und Zweck dieser Maßnahme wird in Israel heftig gestritten. Letztendlich werden hierdurch Taten von Israelis auf die gleiche Stufe mit den Terrortaten der Palästinenser gestellt. Kann man befürworten, muss man nicht.

      http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-08/israel-extremismus-juedisch-strafen-verhoermethoden-administrativhaft

      Man will ein Zeichen setzen, dass der israelische Staat Gerechtigkeit/ Gleichheit walten lässt und israelischen Terror (wohlgemerkt: es geht hier um das besetzte Westjordanland) auf gleiche Weise verfolgt, wie palästinensischen.

      Meine Meinung dazu:

      A.mOr hat den Link von Caroline Glick gebracht. Das geht genau in meine Richtung. Mit diesem Vorgehen wird die Gewaltspirale, der Hass und die Gräben zwischen Israelis und Arabern in den umstrittenen Gebieten nur noch mehr angeheizt. Der Schuss wird nach hinten losgehen.

      P.S.: Die goldenen Regel ist gut gemeint, leider in der Nah-Ost-Realität eine Utopie.

      Fazit: Entweder die Siedler ziehen sich komplett aus den besetzten Gebieten zurück oder man versucht irgendwie an einer Ein-Staatenlösung, wie sie Caroline Glick vorschlägt zu arbeiten. Eine Zweistaatenlösung kann und wird es nicht geben. Die Palis akzeptieren sie nicht, aber auch die Israelis wollen sie im Grunde genommen nicht.

      Sehr, sehr schwierig das alles….auch die Einstaatenlösung im Grunde genommen eine Utopie! Der Staat Israel, hätte nicht mehr den Charakter eines „jüdischen Staates“ und die Muslime wolle wohl mehrheitlich auch keinen säkularen Staat.

      Gruß
      S. B.-H.

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      1. S. B.-H. (28/12/2015 um 19:51uhr.)

        Zu Punkt 1.
        „ai“ ist keine vertrauenswürdige Quelle in Sachen „Israel“.

        Zu Punkt 2.
        „…Siedlerjuden (national-religiöse Hügeljuden) mit Todesfolge…“ (Stephan)
        Mir gefällt erstens nicht, daß Du den herablassenden Ton „israelkritischer“ Medien übernimmst. Wir reden hier nicht über spezifische Tiersorten oder Pflanzenkreuzungen. Und auch nicht über „Tolkiens Welt“.
        Aber das fällt Dir garnicht auf, oder?

        Zweitens: „…Todesfolge…“ (Stephan)
        Du beschreibst das so, als ob es sich um Serienmörder handeln würde (Dein Plural insinuiert) bei der Hilltop Youth.

        Um das auszuschließen, Du berufst Dich schließlich auf Chayas Bericht als Quelle, las ich den Text nochmal.

        (Chaya nochmal: sehr guter Artikel!)

        Finde aber nichts, was Deine Andeutung rechtfertigt.
        Und daß der Mord an den Dawabshas durch die nun Verdächtigten begangen wurde, ist eher unwahrscheinlich, wenn man ganz sachlich die Indizienlage zugrunde legt, die es auch öffentlich zugänglich gibt.
        Wie dem auch sei, es ist der Mord durch die Verdächtigten (deren Namen wir nicht kennen) nicht bewiesen.
        Warum aber (scheinbar?) für Dich?

        Finde ich ziemlich unsympathisch, Deine Haltung.
        Aber eigentlich bist Du ein Netter, nicht?

        Und „das besetzte Westjordanland“ (Stephan) ist seit 1967 „befreit“, bleibt jedoch weiter -leider- umstrittenes Gebiet.
        Fakt.

        „A.mOr hat den Link von Caroline Glick gebracht. Das geht genau in meine Richtung. Mit diesem Vorgehen wird die Gewaltspirale, der Hass und die Gräben zwischen Israelis und Arabern in den umstrittenen Gebieten nur noch mehr angeheizt. Der Schuss wird nach hinten losgehen.“ (Stephan)

        Habe ich wohl nun deutlich genug erklärt, daß ich Caroline Glick in ihrer Schlußfolgerung nicht folgen möchte, und das Setzen des links war auch nicht als „hörig dem Inhalt“ gemeint, bei aller ehrlicher Bewunderung für die phantastische Caroline Glick.
        (Vgl. meinen vorhergehenden Kommentar heute.)

        Und wie tief können „die Gräben zwischen Israelis und Arabern“ (Stephan) noch werden?
        Messerklingen, die radiokativ kontaminiert sind, zB? Angriff der ausgedrückten Pickel?
        Arabische Flüche zumindest kursieren längst, falls Dir das entgangen sein sollte.

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      2. Ich bitte erst mal um Entschuldigung, dass ich mich an einer Stelle weiter unten verschrieben habe: „Hügeljuden“ statt „Hügeljugend“. Ich bleibe dabei: Für mich sind das genauso verblendete Fanatiker, wie es sie sicherlich weitaus mehr auf „anderer Seite“ gibt. Famatiker sind es trotzdem.

        Die Berichterstattung, ob nun wahr oder unwahr zu den Vorfällen in Duma et. al.

        Liest sich durch die Bank so:

        http://www.n-tv.de/politik/Israels-Polizei-nimmt-radikale-Siedler-fest-article15684061.html

        http://www.sueddeutsche.de/politik/israel-radikale-huegeljugend-1.2596426

        http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-08/westjordanland-brandanschlag-festnahmen

        http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/polizei-nimmt-nach-brandanschlag-juedische-extremisten-fest/story/16557318

        http://www.transatlantikblog.de/2014/11/23/dritte-intifada-israel-araber-terroristen/

        http://www.nzz.ch/international/naher-osten-und-nordafrika/harsche-methoden-gegen-juedische-extremisten-1.18590376

        Einen jüdischen Terror eben gerade in den illegalen Siedlungen zu negieren oder zu verharmlosen (was nicht sein darf, kann nicht sein) hat Bibi auf den Plan gerufen und er verfährt nun ähnlich, wie mit dem palästinensischen Terror in den umstrittenen Gebieten. Wie schon beschrieben: Eine Schizophrenie sonders gleichen, da auf der einen Seite der Siedlungsbau von der Regierung unterstützt wird, man sich aber auf der anderen Seite die Probleme damit selber backt (homegrown eben –> Glick)

        So nun lasse ich es sein.

        P.S.: Ein Antizionist (was für ein ekelhafter politischer Ausdruck, wie auch der ohne Anti) bin ich nicht. Ich freue mich über jeden Juden, egal wo er herkommt und wo er wohnt. Einige der jüdischen Gemeinde in München kenne ich sehr gut und man trifft sich regelmäßig,

        S. B.-H.

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      3. Ich wuerde es auch nicht von dir behaupten, dass du ein Antizionist bist, Stephan. Eine eigene Meinung kann jeder haben, ob bezueglich der Huegeljugend oder sonst etwas anderem. Mir ist es hierbei wichtig, dass die Leute aber vor der eigenen Meinung erst ein Mal einen Einblick in die Realitaet vor Ort erhalten koennen. Das bezwecke ich auch mit dem Artikel und dem Material.

        Deutsche Artikel sind per definitionem schon ungenau, kommen aus zweifelhaften Quellen und sind in den meisten Faellen biased. Die ueberwiegende Mehrheit der Journalisten, die darueber schreibt, ist a.des Hebraeischen nicht maechtig, b.kennt die Situation vor Ort nicht, c.hat so gut wie keine lokalen Kontakte und d.zeichnet sich nicht gerade durch Mut zur Nonkonformitaet aus.
        Deshalb wuerde ich sie niemals als serioese Quelle verwenden.
        Mein Ueberblick bedient sich eines Sammelsuriums an Quellen aus jeder politischen Ecke (wie man sehen kann, von Israel National News und Makor Rishon – rechtsaussen und religioes – bis Ha’aretz, linksaussen, ebenso profitiert er von Insights an Ort und Stelle, direkten Quellen und, wenn ich etwas unbescheiden sein darf, guten Uebersetzungen aus verschiedenen Sprachen.
        Und auch trotz des Faktenuebermasses kann und sollte man sich immer eine eigene Meinung bilden duerfen.

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      4. Von der „Realität“ in so manch einer Gegend der umstrittenen Gebiete, auch ausgelöst von den (völkerrechtlich illegalen) jüdischen Siedlern kann man sich in so manch einem youtube-Amateurvideo ein gewisses Bild machen. Sind die alle gefakte?

        Ganz ehrlich: Ich bewundere deinen Mut und auch deinen „Einsatz“ dort. Mir wäre das in kürzester Zeit „zu blöd“. Diese aufgeheizte Stimmung und „Diskussion“ darüber, wer war zuerst da, würde in mir einen Reflex auslösen. Frei nach dem Motto: Der Klügere gibt nach!

        Und bitte jetzt keine Diskussion über das „jüdische Kollektivbewusstsein“

        S. B.-H.

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      5. S. B.-H.: „Frei nach dem Motto: Der Klügere gibt nach!“

        During a November meeting of the Poznan City Council considering new names for streets, Professor Janusz Kaspuscinski suggested naming the street leading to a major garbage incinerator “Oswiecimska (Auschwitz) Street.”

        Übersetzung:
        Während eines Treffens des Posener Stadtrats im November [2015], wo man sich Gedanken zu neuen Straßennamen machte, schlug Professor Janusz Kaspuscinski vor, die Straße, die zu einer großen Müllverbrennungsanlage führt, als “Oswiecimska (Auschwitz) Street.” zu bezeichnen.

        (aus: Wiesenthal-Center, top 10 antisemitic/antiisrael ~“der Klügere gibt nach“-incidents, 2015.)

        Der Janusz freut sich auch über jeden Juden auf seiner Straße, scheint mir.

        Andere Sache?
        „Der Klügere gibt nach“, oder so.
        Klingt ja richtig „old fashioned“.

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      6. Mein letzter Post ever hier:

        Die Tatsache, dass, egal was man (hier und auch auf anderen einschlägigen Blogs) zu diesem Thema schreibt, IMMER etwas hineininterpretiert wird, auch wenn es noch so an den Haaren herbeigezogen ist, ist offensichtlich. Bestimmte Kommentatoren, ich sage ausdrücklich bestimmte, suchen geradezu nach einem Angriffspunkt zur Verteidigung. Das scheint mir pathologisch.
        An einen derart herbeigezogene (widerlichen) Vergleich, des Spruches „Der Klügere gibt nach“ im Bezug auf handgreifliche Auseinandersetzungen im Westjordanland, wäre ich im Traume nicht gekommen. Und ja auch und gerade im erzkatholischen Polen mit seinen kaum mehr 4000 Juden ist der Antisemitismus und die Ausgrenzung anderer Minderheiten ein Volkssport.

        Allen ein friedliches 2016 und Danke an Chaya, dass Sie mich anscheinend versteht, ja ich bin ein Guter, sagt man mir immer mal wieder. 😉

        LG S. B.-H.

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    2. Im Übrigen: Sollte jemand auf Zynismus in meinem Post stoßen, der war gewollt. Auge um Auge… Z.

      Im Prinzip kann man das gesamte Verhalten als zynisch bezeichnen. Ein Unrecht an Palästinensern wird durch ein gleiches Unrecht an Israelis quasi aufgehoben. Unrecht mit Unrecht bekämpfen. In dieser Hinsicht muss man der israelischen Regierung tatsächlich eine gewisse Schizophrenie unterstellen.

      S. B.-H.

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    3. Und zum Amen noch eine Anmerkung:

      In einem säkularen Rechtsstaat, auf den sich auch der Staat Israel mit seiner verfassten Religionsfreiheit stützt (noch!!), haben religiöse Bekundungen nichts zu suchen. Wohin das führt, wissen wir alle und können es tagtäglich weltweit verfolgen. Ob das nun ein amerikanischer Präsident ist, der im Namen Gottes in den Krieg zieht, oder ein IS oder auch verblendete jüdische Hügeljuden, die die Bibel wörtlich nehmen und glauben, dass Land hätte Ihnen Gott geschenkt. „Geschenkt ist das Leben und das kostet irgendwann den Tod“. Selbiges sinnvoll für sich zu gestalten, dafür ist im Grunde genommen in einer freiheitlichen Gesellschaft jeder selbst verantwortlich. Allein die Vernunft kann Menschen zusammenbringen. Der Islam hat hier Nachholbedarf, keine Frage und das Judentum in Israel darf hier auch nicht in eine religiöse Ideologie und Radikalität abdriften. Ansonsten zerstört sich der „jüdische Staat“ selbst, von innen heraus.

      Ich zitiere gerne wieder Albert Einstein:

      „Für mich ist die unverfälschte jüdische Religion wie alle anderen Religionen eine Incarnation des primitiven Aberglaubens. Und das jüdische Volk, zu dem ich gerne gehöre und mit dessen Mentalität ich tief verwachsen bin, hat für mich doch keine andersartige Dignität als alle anderen Völker. Soweit meine Erfahrung reicht ist es auch um nichts besser als andere menschliche Gruppen wenn es auch durch Mangel an Macht gegen die schlimmsten Auswüchse gesichert ist. Sonst kann ich nichts ‚Auserwähltes‘ an ihm wahrnehmen.“

      Gute Nacht

      S. B.-H.

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      1. Dir einen guten Morgen. Bei allem Respekt fuer Albert Einstein, hat dieser in Sachen Judentum fuer die juedische Religion und Doktrin keinerlei Relevanz, sondern kann seine Meinung haben, bzw.nach seinem Ableben kann man ihn zitieren, aber es hat nicht mehr Bedeutung als meine oder jede andere Meinung.

        Israel ist ein von Tradition und Religion gepraegter Staat, es ist ein Staat, dessen Rechtssystem der jeweiligen Religionsgruppe im Land angepasst ist. Der Staat Israel ist nicht als Staatsrahmen religioes, ist aber so eingerichtet, dass die Gemeinschaften, die sich jeweils nach Religion unterteilen, ihre Religionsausuebung auch im oeffentlichen Rahmen gueltig machen koennen, da diese eine Hauotkomponente im Alltag darstellt. In diesem Sinne sind wir kein „saekularer Staat“ gemessen an Deutschland oder Frankreich.

        Die andauernden Bemerkungen ueber „verblendete juedische Huegeljuden (sic!)“ finde ich abschaetzend und langsam laestig. Man kann mit Respekt ueber andere reden, vor allem, wenn man keine grosse Ahnung davon hat,worueber man redet, und nur Begriffe nachplappert. Sorry.
        Ich stimme zu, dass der religioese Charakter Israels nicht in Radikalitaet abdriften darf, aber um einen zufriedenstellenden Charakter des Staates zu findeb, ist ein langer Selbstfindungsprozess innerhalb der Gesellschaft notwendig, und es braucht Zeit, und manchmal ist es auch schmerzvoll, was solls. Das Leben hat sich nie dazu verpflichtet, angenehm zu sein.

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    4. Ich bin ein widerlicher Pazifist und liebe meine bayerische Heimat, das wollte ich noch los werden.

      Allen eine gesegnete Zeit und an Chaya: Pass auf dich auf!

      S. B.-H.

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    1. Danke für den Artikel, definitiv empfehlenswert. Caroline Glick, eine bekannte Unterstützerin der Ein-Staaten-Lösung, bringt hier wichitige Aspekte an die Oberfläche. Ich bin nicht in allem einverstanden, aber ich finde es definitiv lesenswert, gerade von ihr und gerade in dieser Zeit. Sie ist eine der wichtigen Redeführerinnen in Sachen des jüdischen Rechts auf Judäa und Samaria.

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      1. Habe einen Brief gefunden, die Quelle ist mir, öhm, entfallen.

        So the wedding with the horrible pictures of people dancing and stabbing the poor Arab child who was murdered in Duma…the dance that justifiably should be condemned and all who were involved should be investigated? yes, that one…so here’s some information that will help the police to further investigate:

        The family cannot find the photographer who filmed the dance; the videographer FOR the wedding was taping somewhere else. So who was the person who videotaped these scenes? How did they know to be at the wedding at precisely this time?

        The family has spoken to guests – not one admits to having brought pictures of the Arab family to the wedding…so who brought the pictures? How did these people know to bring a picture of a dead child to a wedding…who does that?

        According to the wedding hall, Shabak came a few hours before the wedding and put in cameras throughout the wedding hall…then came after and removed it. Hmmm…. that’s strange…does Shabak place cameras in all wedding halls right before a wedding and then remove them right after?

        The family does not know the people who came and did this…and more, the weapons that appear in the video were not there before or after this one „dance.“ The family brought no guns – the guns disappeared two minutes after the song.

        They spoke to the guard of the wedding hall – there were hundreds of undercover cops that showed him their police IDs before they entered – they were not guests…so why were they there in advance?

        Neither the groom nor the bride know the people who were dancing with the picture – and they were not part of the wedding. Seems strange…no?

        Something smells in this…something very rotten…
        (Dec. 27, 2015.)

        Komisch, in letzter Zeit lese ich immer was von „with a grain of salt“, wusndus?
        Schmeckt mir alles absolut nicht, oder wie schreibst Du: „schwierig und schmerzhaft“.
        Nämlich so oder so.

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      2. Vermute, was Du meinst.
        Caroline prangert ‚Terrorismus‘ an,
        aber gibt es den überhaupt?

        „Wichtige Aspekte“,
        die sie im Artikel dann jedoch nicht weiter verfolgt?
        Meinst Du das?

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      3. Schätze, ich habe nicht so verständlich gefragt?

        Wollte vielmehr sagen, Caroline äußert nicht den Gedanken, daß das Video zu perfekt platziert erscheint. Könnte es eine Inszenierung sein – le olam lo? Ihre scharfsinnigen Schlüsse darauf bauen auf der Annahme: „was, wenn das Video tatsächlich jüdische Unterstützer von Mord an Säuglingen zeigt?“
        (Gegenfrage: wann hat es solches jemals gegeben? Kol efschari!)

        Dabei erwähnt sie vorher -durchaus einleitend verstehbar- die Angelegenheit ‚Eyal’… Läßt es dann jedoch komplett aus ihrer folgenden -wie gesagt auch scharfsinnigen- Betrachtung raus. Weil sie empört in Heißblut schrieb?

        Der Vorwurf den’s ergibt jedoch ist sehr brisant: „es existiere ein Jüdischer Terrorismus, den man genauso konsequent zu bekämpfen habe wie arabischen Terrorismus“.

        Das ist kein neuer Vorwurf, zwar.
        Aber gibt es denn nun den Beleg für den Terrorismus von jüdischer Seite, oder ist es doch mehr eine Befürchtung, gar schlicht ein Schreckgespenst, die eben auch durch dieses Video weiter befeuert wird?
        Es scheint schwer hier richtig von falsch zu scheiden.

        (Und wenn’s tatsächlich um das Verhindern von Provokationen gegenüber „den Arabern“ gehen sollte, die man an dieser Stelle eben ‚Hilltop Youth‘ zur Last legt, dann tun sich doch Zusammenhänge auf. Die Räumung von Gasa war ein deutliches Friedensangebot an jene, die man wohl auch weiterhin nicht provozieren will. Juden landeten auf der Straße, einige haben bis heute nicht geschafft, wieder aufzustehen. Und was bekommen wir alle zum Dank hinzu? Arabische Messer…? Und so soll es dann weitergehen?
        Lasse ich einfach so mal stehen…)

        Nu, andere haben ihre Empörung über das „was wäre wenn…?“ überwunden(?) und reden tachles aus ihrer Sicht. Die offenbar auch Caroline -irgendwie- nicht übersah und doch nicht aussprechen mochte (was ich persönlich zwar -irgendwie- versteh.)

        Rabbi Eliyahu accuses Shin Bet of ‚cooking up‘ extremist wedding.

        Daniel Greenfield: Duma and the return of the king.

        Wen müssen wir als Gefahr für den Staat ansehen?
        Natürlich dürfen wir den „äußeren Feind“, der im Inneren tagtäglich Mordanschläge gegen Juden verübt, nicht unterschätzen.
        Todenhöfer (sein Anstand ruhe in Frieden) meint, daß der Kalif von Daesh Angst hätte vor Israel. Las ich irgendwo. Der gefährlichste Tiger ist der ängstliche Tiger. Wir dürfen den Feind nicht unterschätzen, aber dieser „äußere Feind“ ist nicht der schlimmste und gefährlichste Feind…

        So to say: no Shet no shit. 🙄
        Oder einfach gesagt mit dem musikalischen Genius von ‚Queen‘: the show must go on. 😉

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    1. Schon bekannt. Dieser Satz: „in accordance with the professional and legal standards to thwart networks planning future serious terrorist attacks“, ebenso in der hebräischen Version, die heute publiziert wurde, zeigt darauf, dass der Shin Bet Sondermethoden genutzt hat, die generell bei Terroristen und ihre Komplizen angewendet werden, die unter die Definition „Tickende Zeitbombe“ fallen. Das heisst, solche, die Informationen zu zukuenftigen oder unmittelbar ausgefuehrten Terrorattacken besitzen und die Freigabe der Information dazu dienen könnte, um Menschenleben zu retten. Darauf bezieht sich der SHin Bet.

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      1. Ja, in etwa das wollte ich angesprochen haben in meiner längeren Anmerkung, wo ich ua von „Gefahr in Verzug“ schreibe.

        Es ist ein Drahtseilakt es von außen mit moralischen Standards beurteilen zu wollen. Es blutet einem das Herz, wenn man von den Befürchtungen jener liest, die Shin Bet (na gut, ohne Bindestrich) unangemessene Foltermethoden zur Last legen, während Shin Bet wiederum auf ernstzunehmende Gefahr durch eine terroristische Vereinigung hinweist.
        Ich hoffe sehr, daß trotz aller Schwere der zu erahnenden Situation (inklusive dem Hintergrund, daß bereits ein abscheuliches Verbrechen stattgefunden haben mag, und so sieht es aus) mit allen Regeln des Anstands -den Umständen entsprechend- vorgegangen wird.

        Im Übrigen denke ich nicht, daß es hilfreich ist sich „gegen Folter“ (zu ruppiger Umgang mit akut Verdächtigen? Sadismus-Vorwurf? …usw) in organisierter Form auszusprechen.
        Jeder „normale“ Mensch (und „sogar“ die meisten Kriminellen/Terroristen selbst, wenig überraschend) wird sich selbstverständlich gegen „Folter“ (wie auch immer die Bedeutung dessen definiert ist, oder sein würde) aussprechen.

        Die einen fürchten einfach, daß sie selbst mal unschuldig Opfer von Folter sein könnten, die anderen erhoffen sich eine schwache Justiz-Exekutive, und die nächsten fallen in Ohnmacht, wenn sie mit einer Nähnadel gepikst werden. Und manche ersaufen in ihrer eigenen „Empathie“ (Verzeihung, ich weiß das ist schwer), usw…
        Am meisten nervt mich an solchen Kampagnen, daß man der Polizei bzw den staatlichen Sicherheitskräften allgemein unterstellt, daß sie im Prinzip schlimmer seien als die Schwerverbrecher.
        Weil sie „das Gute“ zu vertreten haben? Nu, so kann man sagen. Und Menschen aus Diktaturen neigen nachvollziehbar (quasi per bedingter „Instinkt-Reaktion“) dazu staatlichen Exekutiv-Kommandos zu mißtrauen.

        Denn schlimmer ist es noch, wenn tatsächlich ~Soziopathen (Sadisten usf.) eine Position im Polizei-/Sicherheitsdienst finden, um sich dort an Unschuldigen zu vergehen.
        Bei aller Vorsicht gegenüber neuen Rekruten, die gefährlichsten „Querschläger“ sind auch jene, die am effektivsten ihr Umfeld täuschen können. Und zu große Nachsicht (bzw/und/oder Gleichgültigkeit die zu Pflichtverlust führen kann, zB wegen Streß, Überarbeitung…) ermöglicht es gar ganz „dumpfen Querschlägern“ den Dienst zu mißbrauchen.

        (Und wer Israel grundsätzlich alles möglich böse unterstellt, es als „Diktatur“ sehen will, usw, dem ist ohnehin „klar“, daß … usw.)

        Es kommt zu einer Abwägung.
        Zum Schutz der Allgemeinheit ist ein Vertrauen der Allgemeinheit in die Sicherheitskräfte nötig. Dieses Vertrauen wiederum stärkt das „moralische Rückgrat“ der staatlichen Sicherheit.
        Das wäre meine Idealfall-Beschreibung.

        (ps/einer der ‚weniger idealen Fälle‘ (salopp formuliert) tritt dann ein, wenn die Allgemeinheit aus Angst heraus den Sicherheitsdienst „beschäftigt“. Dann nämlich läuft es auf eine Art „Schutzgelderpressung“ hinaus. Das ist immerhin für Israel nicht der Fall, den ich sehe. Und dafür allerhöchsten Respekt! Auch wenn’s -irgendwie- selbstverständlich ist.)

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  3. Ein sehr schwieriger Beitrag, beste Chaya!

    Haben wir nicht immer zugestimmt, wenn wir Arabs, die Terror verübten, in „Administrativhaft“ nahmen, um weiteren Terror zu vermeiden? Die Gesetze erlauben das, wir stimmten also zu. Haben wir nicht immer weggesehen, wenn Behausungen von Arabs zerstört wurden, um den Terror zu bekämpfen? Wir haben es, denn die Gesetze gaben die Rechtfertigung dafür.

    Nun werden die Gesetze gegen die Eigenen verwendet, denen man Terror vorwirft. Es sind die selben Gesetze, denen wir zustimmten, wenn es um Terror gegen uns ging. Sind sie nicht gemacht worden, um Gerechtigkeit für alle herzustellen, um alle Taten aufzuklären und zu bestrafen, die Tod und unendliches Leid über die Opfer bringen?

    Viele Fragen. Und weitere: Was wäre, wenn die Ermittlungen dazu führen würden, dass nie wieder ein solcher Anschlag ausgeführt werden würde. Was wäre, wenn das restriktive Behandeln der Verdächtigen diese Wirkung hätte?

    Ich frage weiter: Wäre unsere Welt nicht eine schönere, wenn die Dawabshe Familie noch vereint und Muhammad Abu Khdeir nicht durch Juden aus unserer Mitte verbrannt worden wäre?

    Das Thema ist schwierig, beste Chaya! Eine Antwort liefert „United Nations Convention against Torture and Other Cruel, Inhuman or Degrading Treatment or Punishment“. Doch macht diese Konvention keine Unterschiede. Sie gilt universell. Auch in ihrer Negation!

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      1. Schwierig und schmerzhaft. Dennoch habe ich es aufgegriffen.

        Dankbar lese ich diese Einschätzung! Es geht um Gerechtigkeit, beste Chaya! Und um Politik, die nicht immer gerecht sein kann. Die „Welt“ schaut auf ein kleines Land, was diese seltsame Welt abbildet. Wir müssen ein Bild darstellen, was sehr positiv ist.

        Möge der Ewige uns dabei unterstützen, Dir ein Licht sein und alle leiten, die Teil davon sind. amin!

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  4. Danke Chaya für diese ausführliche Schilderung.
    Erlaube mir meinen bescheidenen Senf dazu zu rühren.

    (Aus dem Artikel.)

    Der Minister für innere Sicherheit hatte sich zum Thema geäußert, „Wir setzen alles daran, dass es Beweismittel geben wird.“

    „Das ist eine gefährliche Aussage“, kontert sie, „sie gibt der Untersuchungsabteilung grünes Licht, alles zu machen, was man wolle.“

    Das ist gerade der Aspekt, der mich auch nervt.
    Es kommt der Verdacht auf, daß „jüdische Täter für die Öffentlichkeit“ so wichtig geworden seien, daß man sie notfalls erst erschafft.

    Folter wie auch immer ist geeignet um Gefahr in Verzug zu beantworten. Beispiel, ein entführtes Kind schwebt in akuter Lebensgefahr, der inhaftierte (mögliche) Hinweisgeber auf den Ort, wo sich das Kind befindet, will nicht auspacken.
    Wir können also verstehen, daß das Leben des Kindes wichtiger ist als das Schmerzempfinden eines Tatbeteiligten, der durch seine Aussage (den entscheidenden Hinweis also) die Rettung des Lebens des Kindes (erst) ermöglicht.

    Die andere Seite, via „Hollywood“ immer mal gerne filmisch präsentiert, ist Folter zur Erzwingung eines Geständnisses, auch wenn es eine Falschaussage wird. Dem Angeklagten wird durch Foltermethoden so weh getan, daß er/sie alles gestehen würde um nur der Fortsetzung der Folter zu entgehen.

    Eine Frage ergibt sich: trauen wir das Shabak zu?
    Es gibt keinen Zweifel, daß Schin-Bet und andere Organisationen in einer harten Realität selbst auch harte Mittel einzusetzen haben um zu Erfolgen zu kommen. Es geschieht letztlich zum Schutz der israelischen Bevölkerung. Israels Feinde (dazu gehören auch „gewöhnliche Schwerverbrecher“) sind selbst nicht zimperlich, die Bedrohung durch sie ist ernst zu nehmen. Harte Maßnahmen sind also gerechtfertigt, wenn dadurch die Rettung von (unschuldigem) Leben ermöglicht wird.

    Was irritiert mich an dem vorliegenden Fall?
    Die Jugendlichen sind inhaftiert, sie sind auf Verdacht des Mordes angeklagt, ihre Schuld ist nicht erwiesen (soweit mir bekannt).
    Die Ermordeten (?, ist alleine die vorsätzliche Brandstiftung erwiesen? Wenn der Vorsatz nicht erwiesen wäre, dann würde man nicht auf diese Art ermitteln?) sind tot. Ein Geständnis der Mörder (wenn es sie gibt) würde den Fall aufklären, und die Toten nicht zurückbringen.

    Warum die Hast, warum der Druck auf die Verdächtigten, so wie dargestellt?
    Wem nutzt eine schnelle Aufklärung, selbst wenn es dann (die Gefahr besteht unter geschilderten Bedingungen) eine „Falsch-Aufklärung“ wird? Wem nutzt es möglichst schnell den Fall als „aufgeklärt“ darzustellen? Und warum, so wie es jetzt auszusehen hat(?), kommen nur Jugendliche der „Hilltop Youth“ in Frage, daß sie Verursacher des Verbrechens (wenn es eines war) seien?

    Rein theoretisch gibt es soviel mehr Möglichkeiten, die alle als Erklärung für vorliegende Situation (und also auch für den Brand mit Todesfolge selbst) genügen würden. Und entsprechend wohl auch aufgeklärt werden könnten.

    Selbst im Falle von Vorsatz: gibt es Beweise die widerlegen, daß zB moslemische Extremisten, oder andere, den Fall inszenierten um ihn „den Juden“ in die Schuhe zu schieben? (So, als ob man einen Schuh wirft?)
    Und/oder, ist tatsächlich der Vorsatz des Vorfalls erwiesen?
    (Wenn nicht, warum? Hatte ich schon erwähnt. Na gut.)

    Es gibt Tote (vielleicht also Ermordete) und einen Aufschrei in der jüdisch-israelischen Gesellschaft, daß möglicherweise „nationalistische Motive von jüdischer Seite“ Verursacher eines abscheulichen Verbrechens sein könnten.
    Es gibt nicht nur den Aufschrei in der jüdischen Gesellschaft (wir feiern keine Mörder als Helden!), es gibt auch die israelische Justiz.
    Und die arbeitet nun an dem Fall.

    Der öffentliche Druck ist da, eine „israelkritische Öffentlichkeit“, das ist meine Unterstellung, verlangt nach jüdischen Tätern. Auf diese Weise will man arabischen (moslemischen) Terrorismus verharmlosen: „ihr Juden tut es doch auch!“
    So einfach ist das. (Meine Unterstellung, wohlgemerkt.)
    Und es gibt eine jüdische Gesellschaft, die auch die Mörder in den eigenen Reihen als Mörder verurteilt sehen will.

    Die Feinde der Juden brauchen kein „Duma“, um ihre Feindschaft zu begründen. Ihnen genügt die Existenz des jüdischen Volkes alleine für ihre Feindschaft. Und die grenzenlose Phantasie um solche zu begründen.

    Die nichtmoslemischen „Israelkritiker“ jedoch, die bis in höchste politische sowie mediale Kreise Verantwortung tragen (und ich meine, Verantwortung mißbrauchen, wenn sie ihre „politischen Ansichten gegenüber Israel“ kraft ihres Amtes/Postens quasi als vermeintlich sachlich und wahrheitsgemäß -also ernstzunehmen!- sanktionieren) brauchen solche Fälle wie „Duma“.
    Also einen weiteren Anlaß, um mit dem Anklagefinger auf „die Juden“ zu zeigen. Um gewissermaßen „das Geschäft“ am Laufen zu halten.

    Darauf mache sich einer einen Reim.

    Hoffentlich funktioniert unser Justiz-System so einwandfrei, daß nicht politische Bedingungen über das Wohl und Wehe unschuldiger Menschenleben entscheiden.
    Ich habe Vertrauen in unsere Justiz, auch in Schin-Bet (usw) aber kein Vertrauen in jene, „die nur das Beste für Israel wollen“, um es mal so zu umschreiben.
    Und ich hoffe, daß die schlimmen Vorwürfe der hier dargestellten Foltermethoden (die Anklage in der Hinsicht gegen die involvierten Schin-Bet Mitarbeiter hat sich inzwischen verschärft) gegen die Jugendlichen sich nur als schlimmer Verdacht erweisen.
    Die Folter macht im vorliegendem Fall kaum Sinn, die Sorge der Eltern (der Angehörigen und sogar der Anwälte) ist nachvollziehbar.

    ps/ich lebe nicht in Israel. Dennoch schreibe ich von „unserer Justiz“. Finde ich persönlich anmerkenswert. Und sehe ich das auch so. Unsere Behörden stehen an erster Stelle für die Bürger des israelischen Staates ein. Aber schon an quasi gleicher Stelle verteidigen die Sicherheitskräfte (ua Schin-Bet, IDF…) das Existenz-Interesse der Juden in der ganzen Welt…

    Ich wünsche den inhaftierten Jungs Kraft, und daß sie das Richtige tun. Und das wünsche ich auch unseren Behörden.

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    1. Bitte, A.mOr informieren Sie sich über das Thema „Justiz“ in den besetzten Gebieten des Westjordanlandes.

      Nach mehreren Brandanschlägen jüdischer Extremisten im Juli 2015 genehmigte das Sicherheitskabinett am 1. August 2015 den Einsatz der Administrativen Haft und „verschärfte Verhörmethoden“ auch für israelische Staatsbürger. Im Unterschied zu den Palästinensern ist dazu jedoch eine Erlaubnis des Generalstaatsanwaltes notwendig.

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A4rgericht — Israel

      Im Westjordanland wird quasi seit der „Preiszettel“ Strategie Militärgerichtsbarkeit angewendet. Für israelische Staatsbürger (Siedler) gilt eingeschränkte Zivilgerichtsbarkeit. Der israelische Staat greift hier entsprechend durch.

      Eine friedlichere Zukunft uns allen auf Erden.

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      1. Hallo Stephan, Israelis werden nach Zivilrecht behandelt, und für jüdische Extremisten hat der Shin Bet eine entsprechende Abteilung, die sich dessen befasst. Der Shabak agiert generell im Inland, und dazu zählt auch Judäa und Samaria. Das ist auch schon vor der „Preiszettel“ Strategie so gewesen (Price Tag, Tag Mechir), oder meinst du etwas anderes mit „Preiszettel“?
        Gruss

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      2. So aufmerksam, Herr Stephan B-H., besser informiert würden Sie mir sicher nicht begegnen in Ihrem Aufklärungsbedürfnis? Allerdings ist mir, die Information fehlt offenbar, nicht ganz klar, wohin Ihr Antrag bei mir zielt?

        Wollen wir spekulieren?
        Du Sie Du?
        Nu, „Sie“ angenommen, wie Du magst.

        „Friedlichere Zukunft“ könnte das Ergebnis sein, wenn die einen nicht so dringend das Bedürfnis vorzutragen hätten anderen ihre „Mission“ aufzudrängen. Spekuliere ich mal.

        Gute woch an alle.

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    2. Rein theoretisch gibt es soviel mehr Möglichkeiten, die alle als Erklärung für vorliegende Situation (und also auch für den Brand mit Todesfolge selbst) genügen würden. Und entsprechend wohl auch aufgeklärt werden könnten.

      Sie muessen nicht „spekulieren“! Sarah Beck ( http://www.maariv.co.il/journalists/Article-495449 ) schrieb dazu. Mehr Fragen, mehr Spekulationen? Warum Sarahs Fragen untergingen, kann ich nicht sagen. Wer kann es? Niemand! gag order…

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      1. Die Untersuchungen sind im Gange, die ersten Ergebnisse bzw. die Anklageschrift wird wohl diese Woche schon veröffentlicht werden. Dann werden hoffentlich einige Dinge ans Licht treten.

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      2. friendly fire,
        schawua tow, guter Hinweis, merßí.

        Zunächst einmal nur eine kurze Zurückmeldung. Mir scheint es so zu gehen wie Sarah Beck: je mehr ich in die Materie eintauche, desto mehr eröffnen sich anstelle von Antworten weitere Fragen. Nun bin ich beinahe ein komplett außen Stehender, ob ich mich überhaupt an irgendwelchen Spekulationen beteiligen sollte erscheint mir daher fragwürdig. Die israelische Gesellschaft „vor Ort“, wie Chaya berichtet, hat nichts, nichts als Fragen übrig. Die Diskussionen, das ist absehbar, beruhen auf Spekulationen.
        Es werden also Dinge angesprochen, die vorher schon mehr oder weniger klar waren (zB, welche Arbeit macht Shabak? Es geht also auch um’s „Eingemachte“, so wie ich bereits andeutete, weil es so offenbar ist), und es werden mögliche Ergebnisse besprochen die auf einem „was wäre wenn…?“ beruhen.
        Wir tappen also alle im Trüben.

        Nochwas vorab zum „gag order“. Ist das nicht etwas hoch gegriffen?
        Neben der versuchten Aufklärung einer ungefähren Lage durch Sarah im vorliegenden Artikel (sie kommt nur zu neuen Fragen) gibt es immerhin auch andere, ähnlich gelagerte Erörterungsversuche von -sage ich mal- „Privatpersonen“, und so ordne ich dann auch Sarah Beck ein, obwohl sie (wie andere) Journalist ist. Weitere Erörterungsversuche kann man (auch) auf Englisch nachlesen. Auch ganz aktuell.
        Wenn der Artikel von Sarah nicht ins Englische publiziert wurde, dann kann es dafür ganz banale Gründe geben. Ein weniger(?) banaler Grund könnte natürlich auch sein, daß man auf die Aufmerksamkeit einer Weltöffentlichkeit, deren Urteil im Groben ohnehin festzustehen scheint, verzichten kann. Das mag Übersetzer aus ganz persönlichen Gründen abhalten, wenn’s nicht schlicht Bequemlichkeit ist, oder Interesselosigkeit? Zumindest kein „gag order“ für öffentlich geführte Erörterungsversuche.

        (Denn/Und) andererseits haben wir hier nun Chaya, die uns ermöglicht in die Diskussion -Erörterung- einzusteigen.
        Eine Situation, deren Behandlung sie als „schwierig“ bezeichnet. Und das ua interpretiere ich eben auch so: es geht um’s „Eingemachte“. Es geht nicht „nur“ um einen „banalen“ Mordfall
        (wie zB diese Sache, nebenbei,
        die ich dann auch bei Maariv fand:
        http://www.maariv.co.il/news/israel/Article-519074
        Tair sel.A.)

        Es geht letztlich um die nationale Sicherheit, und sensible (mit Gefahr verbundene) Schritte, die einen zukünftigen Weg des Staates Israel andeuten. Das wäre dann Spekulation von meiner Seite. Und die ist schon zu hoch gegriffen.

        Und weil ich ein klein wenig nun „angefixt“ bin, möchte ich zum „Privatvergnügen“ noch versuchen etwas tiefer in die Materie vorzudringen. Öffentlich zugängliches Material ist vorhanden.
        Eines jedoch ist jetzt schon sehr offenbar: es gibt Ungereimtheiten, die auch unbequeme Fragen ergeben, die aber nicht eindeutig darauf hinweisen, daß wir den Behörden zu mißtrauen haben.
        (Angst ist selten ein guter Berater, sie sollte als Hürde für Hochleistung angesehen werden. Der Staat kann nicht mehr zurückgenommen werden, auch die Araber sollten das begriffen haben, aber es geht da tatsächlich wohl auch um ganz banale Dinge, wie Geld, Kontrolle, Eitelkeiten, und natürlich der gewohnt gepflegte Antisemitismus, der auch sehr dienlich ist, um zig Nichtjuden ins Aus zu drängen, darunter auch Araber, klar.)

        Apropos „gag order“ nochmal: manchmal ist es wichtig Informationen zurück zu halten, damit der Verlauf von wichtigen Ermittlungen nicht gestört wird.
        Journalisten sind, bei aller Neugier, und selbst wenn sie nicht der Eitelkeit komplett verfallen sind, meist keine effektiven Ermittler. Natur der Sache, nicht? Und wer sagt uns, daß es nicht um Dinge geht, die außerhalb der „Fläche“ liegen, welche uns zum Anlaß für Spekulation wird?

        Vielleicht noch in bildhafter Sprache, komplett spekulativ: Feuer blendet, Feuer ist Signal, Feuer ist Brandschneise, Feuer wärmt den Herd… Was auch immer das heißen soll.
        Das Feuer in unseren Herzen für Am Yisrael wird niemand löschen.

        ps/ und wie Chaya schon schreibt, vielleicht haben wir schon diese Woche einige Dinge, die an’s Licht kommen. Feuer?

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  5. Liebe Chaya,
    in Deinem Bericht ist mir der Begriff „Gebrauch von Ausnahmeregelungen“, den Raz Nazri erwähnt hat, aufgefallen.
    Was bedeutet das? Kann der Verhörer nach eigenem Ermessen das tun was er für richtig hält oder deutet der Hinweis auf „Regelungen“ darauf hin, dass es auch dafür Vorschriften gibt?
    Wer legt den Zeitpunkt der Anwendung fest?

    Herzlich, Paul

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    1. Lieber Paul, leider bin ich nicht genug bewandert in diesen Fragen. Was ich weiss ueber die Ausnahmeregelungen ist etwas Allgemeines; darunter faellt die Regelung, dass bei einem Fall, wenn ein Verdaechtiger als „tickende Zeitbombe“ eingestuft wird, auch physische und psychologische Gewalt angewendet werden darf. In welchem Mass und bis zu welcher Grenze, weiss ich nicht, ich bin wie gesgt nicht in diesem Feld bewandert. „Tickende Zeitbomben“ werden diejenigen genannt, die mit einem Anschlag unmittelbar verbunden sind und man die Information, die sie haben, braucht, um diesen zu verhindern. Im Nachhinein jemanden als „tickende Zeitbombe“ zu bezeichnen, ist recht schwierig oder auch umstritten.
      Aber wie gesagt, viel mehr als das weiss ich nicht
      Gruss
      Chaya

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  6. Hallo. Was darf ich jetzt daraus lesen? Meinen sie die Minderjährigen waren es?
    ich habe den Standpunkt die waren es nicht! Das ist für mich ein „linkes ding“. Symbole und Parolen an Häuser sprühen kann jeder sein. Das man daraus ableitet die Hügeljugend war es ist ja das Ziel der wahren Terroristen gewesen.
    Es ist wie in Deutschland. Unsere Konservativen besorgten Bürger wie auch ich einer bin der AfD und Pegida nahe steht wird generell als Nazi oder Terrorist ja für alle Brandanschläge auf Asylheime verantwortlich gemacht.
    So ist das mit den noch echten zionistischen Bürgern die ihr Land lieben und sich nicht alles wegnehmen lassen was ja heiliges Land ist und Rechtmäßig Israelisches Staatsgebiet (ja jeder Hügel!).
    Das dies wie in Deutschland linken Medien nicht gefällt verwundert mich nicht.
    Was mich sehr Erschreckt ist das die Foltermethode an den Jugendlichen sich bewahrheiten könnten. Aber was „tut man nicht alles um das gewünschte zu hören“ und das soll nach Linken Politikern und Linken Staatsorganen sein das die Hügeljugend schuld ist und das auch „freiwillig Unterschreibt“!
    Es erinnert mich an meine Politische Haft zu DDR zeit wo ich heute noch Seelisch Kaputte Narben habe.
    Hoffe es klärt sich alles zum Guten auf und Israel driftet nicht in ein Antizionistsiches Sozalistische Diktatursystem ab.

    Shalom!

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    1. Werter rogawordpress:

      Sie sind Bürger der ehemaligen DDR, wie ich Ihren Ausführungen entnehme und haben diese Diktatur wohl hautnah erlebt.

      Sie osszilieren in ihrem Kommentar zwischen (politisch) links und rechts hin und her. „Biegen Sie mal links ab und fahren immer gerade aus: Dann kommen Sie rechts wieder an“. Zwei Seiten der selben Medaille.

      Kennen Sie den Film „Sieben“? Die sieben Todsünden. Dieser Film ist eine gelungene Offenbarung der menschlichen Psyche.

      Ich wünsche besinnliche Festtage

      S. B.-H.

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    2. rogawordpress.

      Danke für das Vertrauen. Israel wird nicht „abdriften“, es ist nur eines ganz klar: es gibt kein zurück. Der Staat Israel existiert und kann nicht aufgegeben werden.
      Alles Gute.

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