Mein Wort zu Chanukkah – Vielfältigkeit

Acht Tage dauert das Fest Chanukka, welches an den Sieg jüdischer Aufständischer gegen die griechische Besatzung im 2.Jahrhundert vor der Zeitrechnung, die Wiederherstellung der jüdischen Unabhängigkeit und die Aufhaltung des geistigen Verschwindens der jüdischen Kultur erinnert.

Chanukka, ein Fest des Lichts, der Familie, der Gemeinschaft, an welchem acht Tage lang die Spannung und die Besinnung an Tradition und Zukunft aufgebaut werden.

Können wir aber innerhalb so kurzer Zeit verstehen und verinnerlichen, was diese Lichterkette im wahrsten Sinne ihres Wortes bedeutet?

DSCI0017Das Fest, welches von durchgängig den meisten Juden auf der ganzen Welt gefeiert werden, geht zurück auf eine Zeit, welche uns näher an einen  gemeinsamen Ursprung als Volk und Gesellschaft bringt – die Zeit, als wir noch nicht verstreut gewesen sind, als wir noch dasselbe Land, das selbe Schicksal und eine gemeinsame Prognose für die Zukunft gehabt haben. Als die Tora uns noch zeitlich und emotional sehr nah gewesen ist; als der jüdischen Gemeinschaft die zukünftigen  Herausforderungen noch unbekannt waren. Damals hatten die jüdischen geistigen Anführer diese acht Tage als Tage der Erinnerung und der Heiligung festgelegt. Aber hatte damals jemand ahnen können, dass das Fest Generationen und Jahrhunderte später zu einer Feier der Neuidentifizierung werden würde? Zu Tagen von Neuentdeckung eigener, innerer Werte, Prioritäten und Zugehörigkeit in diesem Leben?

Chanukkafeiern rund um den Globus haben alle eine unterschiedliche Natur. Ob mit einem pompösen Leuchter im Glaskasten, angezündet im Blick der ganzen Straße; ob bei einer Gemeindefeier mit Marmelade-mangelnden, trockenen Donuts, schreienden Kindern, Wachskerzen und Süßigkeiten-Buffet. Ob intim im Kreise der Familie, am Fenster oder Türeingang, manchmal so, dass es die Umgebenden nicht mitbekommen, ja nicht aufmerksam werden. In Zeiten von Verfolgung, Unterdrückung und Krieg. In Zeiten von Unabhängigkeit, Einheit, Wohlstand; Bedrängnis, Identitätsverlust, kultureller Assimilation, religiöser Zurückziehung. Mit Familie, Freunden, Gemeinde, Schicksalskameraden, oder allein.

Es gibt einige Schwerpunkte bei der Erfüllung der Bräuche zu Chanukka, und einer davon ist das „Pirssum haNes“. Es besagt, dass das Chanukka-Wunder veröffentlicht werden soll. Die Kerzen sind nicht für das Hausinnere gedacht, sondern für die Außenwelt. Jeder soll wissen, was geschehen ist, jeder soll daran teilhaben. Ein Signal, ein Zeichen, eine Verbindung, und ein Ausruf. Das sind die Kerzen, das wollen sie sagen – demjenigen, der an ihrer Geschichte teilnimmt, und  demjenigen, der von außen zuschaut.

Meine ganz persönliche Verbindung mit Chanukka begann vor vielen Jahren; ich hatte damals nicht den geringsten Einblick in jüdische Religion und Tradition. Da war ich knappe 13 Jahre alt, und mein Wissen von der jüdischen Welt beschränkte sich auf etwas Israel und ganz viel Zweiten Weltkrieg. Ich lebte in Deutschland, und meine Familie hatte keinen Bezug zur jüdischen Gemeinde; assimilierte Nachkommen von belarussischen Juden, die schon in der dritten Generation in St.Petersburg lebten. Das einzige, mir bekannte jüdische Lied war „Tumbalalaika“ – wenigstens auf Jiddisch.

Nicht umsonst habe ich aber Chanukka als Fest der Neuorientierung bezeichnet. Denn bei diesem Fest holt man all die Identifikation hervor, die man noch mit dem Jüdischen hat; ob nun die Geschichte, der Brauch, die Sprache, die Lieder, der Glaube. Und als ich mit 13 Jahren begann, für eine Reise zu meiner Familie nach Israel Hebräischkurse zu besuchen, füllte sich mein Leben in rasantem Tempo mit einer unglaublichen Menge an neuem Inhalt. Ich lernte, dass die Juden nicht nur eine schöne, aus dem Sterben erweckte Sprache haben; sondern, dass sie auch gemeinsame Dinge begehen, und einen Gott haben, Der sie zusammenhält. Und sie haben Traditionen, und Feste, und das alles vermittelte Gutes, und Gemeinschaft, und eine ganz neue Lebensqualität.
Und ich war nicht dabei.

Wieso eigentlich?, fragte ich mich. Wieso habe ich keinen Anteil daran, wieso erzählte mir bisher niemand von diesem „historischen Gepäck“ in meinem Hinterzimmer, wieso habe ich keine  Zugang dazu? Ich wollte einen haben. Und es war ganz einfach. Als wir in einem der Unterrichte über Chanukka zu sprechen kamen, hörte ich gut zu. Und daheim, auf einer Plastikplatte mit Teelichtern, formte ich meine erste Chanukkia, den „Leuchter“. Für mich war das mein erster jüdischer Akt. Danach folgten die Kerzen an Shabbat – und die Verbindung war hergestellt. Aus Dunkelheit mach Licht.

Chanukkah-Leuchter in Alon Shevut
Chanukkah-Leuchter in Alon Shevut

Heute, viele Wandlungen und Wanderungen später, haben sich auch meine Leuchter evolutioniert, so wie mein ganzes Leben. Heute zündet auch meine ganze Umgebung Kerzen an diesem Tag, ich habe viele, mit denen ich mich über die Bedeutung dieser wunderbaren Zeit austauschen kann, viele, von denen ich lerne, und vielleicht lernt ja auch jemand von mir.

Chanukka ist und bleibt für mich wie ein ganz intimes Licht in meinem Herzen, das Licht, von dem alles begann, und die Heiligkeit, die es  in mir weckt, ist schwer zu beschreiben, sondern nur zu erleben.

Acht Tage – 8, die Zahl, die Unendlichkeit darstellt, die Öl im Hebräischen paraphrasiert, und die über der Naturordnung steht.

Auf dass sich auch in unserem Alltag, Tag für Tag, Sinn und Tiefe offenbaren, und wir das Leben in seiner ganzen Fülle erleben können.

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31 Kommentare zu “Mein Wort zu Chanukkah – Vielfältigkeit”

  1. Stephan Happ
    30. August 2014 19:29

    (…)
    Deswegen haben manche deutsche, aufgeklärte Juden eben auch heute noch ein Problem damit, wenn sich der jüdische Staat als Nachfolgestaat auf das Königreich David beruft (Hecht-Galinski)…
    Diese Interpretation wird zurecht als rassistisch ausgelegt, weil es das Existenzrecht der Palästinenser ignoriert… Man kann 3000 Jahre Geschichte einfach nicht so übergehen…

    Sonst müsste man, was das Deutsche Reich betrifft auch die Grenzen neu abstecken…
    Aber jegliche Kritik an der Politik Israels wird grundsätzlich als Antisemitismus abgebügelt… Und genau darum geht es, wenn ich sage, dass die Shoa als Vorwand für die Rechtfertigung dessen, was Israel heute an Politik gegenüber den Arabern betreibt, herhält. Und diese Meinung vertreten auch viele Israelis… aber das sind ja dann selbsthassende Juden…

    http://www.scilogs.de/un-zugehoerig/heute-im-zdf-unsere-hochzeit-und-dazu-eine-stellungnahme/

    Sehr interessant!

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    1. Mit Yoav zu diskutieren auf seinem Historiker-Blog auf scilogs war sehr spannend und bereichernd.
      Er hat auch mal unverhohlen gesagt http://www.scilogs.de/un-zugehoerig/dann-geh-doch-zu-den-siedlungen/

      Yoav lebt schon länger in Berlin und ist seit letztem Jahr mit einer Deutschen verheiratet.
      Schön, dass sich auf diese, sehr friedliche Art Geschichte wiederholt. Wie damals zu Zeiten zwischen den Kriegen, als meine jüdische Urgroßmutter und mein jüdischer Urgroßvater einen Juden/ eine Jüdin geheiratet haben…. Was meinen geliebten Großeltern den Gang ins KZ erspart hat….

      Was ist nun interessant an meinem Kommentar?

      Und warum verlinkst du Heimchen am Herd meinen Kommentar hier?

      S. B.-H.

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      1. muss natürlich „einen Deutschen/ eine Deutsche“ heißen…. Mich bringt das schon so durcheinander… Für meine Familie war das Judentum immer eine Religion. Mir fällt es unbewusst sehr schwer zwischen Deutschen/ Juden und deutschen Juden überhaupt einen Unterschied zu machen…. Mein Urgroßvater hat im ersten Weltkrieg noch als Deutscher Jude gedient. Hitler wurde von einem deutschen Juden noch mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Der Fortgang der Geschichte ist an Perversion nicht zu überbieten. Ich werde einen Teufel tun, auf den nationalistisch-völkische Zug aufzuspringen. Niemals…

        S. B.-H.

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    2. Und wenn das Heimchen am Herd auf Chayas Blog schon ausschnittweise zitiert, dann bitte schön im Ganzen….

      Der erste Teil bis zum (…) ist Folgender:

      Und vielleicht begreift nun auch der eine oder andere, warum gerade ich als Deutscher mit deutsch-jüdischen Wurzeln ein Problem damit habe, wenn sich das Judentum ethnisch begreift. Denn genau dies war nach langer Zeit des religiösen Antijudaismus und des im 19. Jhts. etablierten Nationalismus/ Zionismus die Grundlage für den rassistischen Antisemitismus….
      Er hat meine jüdischen Vorfahren, die nicht interkofessionell geheiratet haben in der Gaskammer verschwinden lassen… nur weil sie als Deutsche oder Ungarn einen anderen Glauben hatten…
      Wobei man natürlich konstatieren muss, dass das jüdische Volk in Europa, insbesondere Osteuropa, sich auch ganz bewusst ausgegrenzt hat und mit der nationaljüdischen Bewegung (Herzl) seine Chance sah, wieder in die biblische Heimat Palästina/ Israel zurückkehren zu können.
      Dieser Wunsch war allerdings unter den wesentlich massiver ausgegrenzten/ sich ausgrenzenden osteuropäischen Juden viel größer, als unter den westeuropäischen Juden… Dort waren die meisten Juden eher antizionistisch eingestellt… (Stichwort Haskala=jüdische Aufklärung)….

      Danke Chaya, wenn du das durchgehen lässt… unvollständige paste copy Kommentare auf deinem Blog durchzuwinken ist nicht ok.

      Zu einer für mich wichtigen Meinungskultur gehört auch, wenn schon etwas von mir zitiert wird, dann bitte vollständig…

      S. B.-H.

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  2. Chaya, Deine Erzählung ist sehr einhellend. Vor allem wie Du zu Deinem Glauben (wieder)gefunden hast.

    Nun habe ich diesbezüglich ein paar Fragen.

    Der Glaube an Gott setzt den Glauben an eine Welt jenseits unserer Sinne voraus. Die wissenschaftlichen Beweise aber sprechen dagegen. Wie begründest Du Deinen Glauben rationell? Hierzu der Blog eines ehemals Orthodoxen Juden, nun Atheist: http://jewishatheist.tumblr.com/

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    1. Wissenschaft ist die Verkoerperumg des menschlichen Forschungsdranges und ist als solche nicht vollkommen und hat ihre Grenzen. Es gibt keinen Widerspruch zwischen Wissenschaft und Tora oder Judentum, man muss nur lange und tief genug forschen. Was andere Glauben angeht, weiss ich nicht. Ich setze die Tora und das Judentum ueber die Wissenschaft, da diese nur eine Ergaenzung zum Begreifen des menschlichem Seins hier darstellt und daher auch limitiert ist auf das, was der Mensch zu erkennen vermag.

      Wer Atheist sein moechte, bittesehr 🙂

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      1. Ich setze die Tora und das Judentum ueber die (Natur-) Wissenschaft

        Bitte sofort alle Lichter ausschalten, Computer entfernen und in eine Lehmhütte ziehen und Menora anzünden, Chaya. 🙂 Kleine Ironie am Rande…

        LG, Steph

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      2. Kein Problem mit Ironie 🙂
        Aber ganz ernst: Die Wissenschaft ist ein Instrument. Kein Sinn und Zweck. Ebenso die Tora. ich sehe kein Problem darin, beides als Instrumente zum Verständnis der Welt und Gottes Plan zu nutzen.
        Uebrigens ist die Tora den Juden gegeben. Nicht-Juden haben weitaus geringere „Probleme“, mit denen sie sich beschäftigen müssen, sie müssen die Tora nicht mit Wissenschaft vereinbaren, mach dir also keinen Kopf draus.
        (Aber komm bitte nicht mit Abstammungs-Chronologien, solltest du dich danach fühlen beim Lesen dieses Posts….)
        😉

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      3. Liebe Chaya, ich bin in einem gewissen Dilemma.
        Ich wusste lange nichts über meine jüdischen Vorfahren und lebenden Verwandten (USA/ GB). Die Tatsache, dass ich mich überhaupt mit dem Judentum befasse liegt daran, dass ich wieder eine Verbindung herstellen konnte zu „Dingen“, die in meiner Familie ein absolutes Tabuthema war, weil meine Großeltern („Halbjuden“) einfach nur riesen Glück hatten. Ich fühle mich dem Judentum (meiner Familie und Vorfahren) emotional sehr verbunden.

        LG S.H.

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      4. Was sagstt du, Chaya zu Darvin und der Evolutionstheorie?
        Im Christentum gibt es den Kreationismus und den festen Glauben, dass Darwin irrt.
        Wie ist das im Judentum?
        Mir ist nur bekannt, dass die Ultraorthodoxen die gesamte moderne Naturwissenschaft ablehnen.

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      5. „Im Christentum gibt es den Kreationismus und den festen Glauben, dass Darwin irrt.
        Wie ist das im Judentum?“

        Lassen wir mal die Religionen außen vor und konzentrieren uns tatsächlich auf die Evolution bzw. darauf, wie „das (menschliche) Leben entseht und wie es sich entwickelt“.

        Die Attraktion der beiden Geschlechter wird maßgeblich durch Äußerlichkeiten bestimmt. Das Körperliche („Goldener Schnitt – Leonardo da Vinci) war und ist bis heute ein Zeichen von Potenz/ Fruchtbarkeit).

        Es gibt daher einen Zusammenhang zwischen (Herkunft) Genen, Sozialisation und letztendlich Selektion in der Gesellschaft des Menschen. Darwin hat in meinen Augen vollkommen recht, wenn er sagt, dass derjenige, der sich am Besten an die äußeren Bedingungen der Natur (auch Gesellschaft) anpasst, die besten Lebenschancen hat.

        Was Frauen betrifft: Sie suchen sich i. d. R. soweit sie frei in ihrer Entscheidung sind, den „potenziellsten Partner“ selbst aus…. Frei nach dem Motto: „Gleich und gleich gesellt sich gerne“

        Im Übrigen ist der Kapitalismus dasjenige System, welches diese Grundeigenschaften der „Selektion“ am besten „abbildet“, für beide Geschlechter…..

        S. B.-H.

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      6. Damit ich nicht falsch verstanden werde:

        All das, was das Thema Selektion betrifft, ist eben etwas G“tt gegebenes oder wie ich es als Agnostiker bezeichne etwas das vorbestimmt ist. „Ja, das Leben eines jeden Einzelnen ist vorbestimmt“. Man braucht keinen G“tt um so etwas zu erklären. Man kann es mit einem G“tt erklären, muss man aber nicht. Wer hinter der Evolution steht ist im Grunde genommen völlig unerheblich. Auch Einstein war im Grunde genommen ein gläubiger Mensch, wenn er sagt:

        „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

        LG S. B.-H.

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      7. Hallo Chaya, Stephan & Niels!

        Die Debatte, ob nun theologische oder naturwissenschaftliche Wahrheiten „wahrer“ seien, läuft schon seit Jahrhunderten ohne sinnvolles Ergebnis. Allein mithilfe von Bibel oder Thora kann man nicht zum Mond fliegen. Trotzdem wird es aller Quantenphysik des Universums nicht gelingen, Gott zu widerlegen. Oder ihn zu finden.

        Solange man annimmt, eine Seite müsse gewinnen, bleibt dieses Dilemma bestehen. Meine persönliche Lösung besteht darin, dass ich Glauben und Wissenschaft gleichzeitig, aber getrennt voneinander für gültig halte.

        So können die rationale Wahrheit der empirischen Wissenschaft und die Wahrheit der Gegenwärtigkeit Gottes im Glauben gleichermaßen ein Teil der menschlichen Existenz sein. Für mich und mein Leben ist das stimmig.

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      8. Bin nicht sicher, ob das im Kommentarstrang an der richtigen Stelle ankommt:

        @Ludwig
        Zitat:“
        So können die rationale Wahrheit der empirischen Wissenschaft und die Wahrheit der Gegenwärtigkeit Gottes im Glauben gleichermaßen ein Teil der menschlichen Existenz sein. Für mich und mein Leben ist das stimmig.“

        Man nennt diese „Strategie“ des menschlichen Bewusstseins Metaphysik. Wenn für dich, Ludwig, die Gegenwärtigkeit G'“ttes im Einklang mit den empirischen (Natur)-Wissenschaften stimmig ist, dann stellt sich die Frage aus wissenschaftlicher Sicht: Wer ist dieser G“tt?

        Genau an diesem Punkt scheiden sich die Geister zwischen Religion, einer gewissen „physischen“ Interpretation des Transzendenten und einer eben naturwissenschaftlichen Betrachtungsweise der „Unendlichkeit des Universums“…. Wo ist der Unterschied?

        „Wir“ berufen uns auf „G“tt“ in unserem Handeln? Wir NICHTS im Universum berufen uns auf einen Schöpfer? Genau an diesem Punkt sind wir nichts weiter als ein Staubkorn im Universum… Soviel ist sicher!

        S. B.-H.

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      9. @Ludwig (14/12/2015 um 19:14.)

        Gelungener, stimmiger Einwurf. Kann ich ebenfalls zustimmen.

        Aber woher weißt Du das:
        „Allein mithilfe von Bibel oder Thora kann man nicht zum Mond fliegen.“ ❓ 😉

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      10. Chaya,

        seit der Entdeckung Amerikas hat die Wissenschaft den Glauben im Westen Stück für Stück zerpflückt, bis kaum noch was übriggeblieben ist.

        Diese Ablehnung Gottes drückt sich aus in Aussagen wie: „Religion ist Opium fürs Volk“. Oder „Gott ist tot“. Und daraus eben resultiert die Ablehnung ,manch einiger Leute von Deinem Judentum.

        Was denkst Du?

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      11. Ich denke, dass es nicht gut ist und nicht nur uns Juden schadet, sondern im Allgemein dem menschlichen seelischen Empfinden. Denn keine Wissenschaft oder Freizeitbeschaeftigung kann das spirituelle Beduerfnis des Menschen ersetzen; gerade in der heutigen Zeit wird dieser Mangel sichtbar, auf verschiedene Weise, und Menschen, vor allem junge, suchen ihn aufzufuellen.

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  3. Daniel Greenfield hat auch was feines zu Chanuka geschrieben.
    http://sultanknish.blogspot.de/2015/12/the-light-of-chanukah.html

    Kerzenzünden zweiter Tag.
    Erster Tag des „Lichtwunders“.*
    Allen Juden ein leuchtendes Chanuke.
    Mögen eure Herzen stark sein
    wie das Öllicht von Chanuka.

    *Genaugenommen ist das Wunder schließlich der Sieg über die übermächtigen Feinde und damit das Zünden des Tempellichts vom ersten Tage an.
    Es gehörte schon außerordentlicher Mut und Vertrauen dazu, daß man bei der Realisierung dieses Vorhabens nicht den Glauben verlor.
    Und genau diese Fähigkeit an das Wunder zu glauben garantiert uns den Bestand unseres Volkes bis heute.
    Keine Garantie, wiederum genaugenommen. Vertrauen in haschem, die eigene Kraft und den eigenen Mut.
    „Emuna“ wird korrekt als „Glauben“ übersetzt. Aber ich übersetze es mit „Vertrauen“. b’h.

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  4. Und für mich ist die Existenz des Volkes Israel das Licht der Hoffnung für die Völkerwelt, so, wie es der Prophet Jesaja (49,6) ausgerufen hat.
    Durch den Juden Jeshua wurden mir darüber die Augen geöffnet.

    Ich weiß, dass Er der ewige König Seines geliebten Volkes Israel, ja Sein Bräutigam ist und es zur vorher bestimmten Zeit aus seiner Bedrängnis erlösen wird. Er konnte mit Recht von sich sagen, dass Er das Licht der Welt ist, weil Er den Finsternismächten in Seinem Erdenleben siegreich widerstanden hat und weil Er schließlich auch noch der Sieger über die Macht des Todes geworden ist, indem Er die Sündenschuld der Menschheit als von Gott anerkanntes ewig gültiges Opferlamm an Seinem heiligen Leibe getragen hat.

    Ich bewundere das Volk Israel, wie es trotz der unzähligen Traumata mit Zuversicht in die Zukunft schaut und darin meinem deutschen Volk ein großes Vorbild sein kann.

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    1. Hallo Gottfried,
      aus der Sicht eines Christen mag deine Aussage des ewigen Königs Joshua/ Jesus für sein Volk Israel stimmen, zumindest seit dem 2. Vatikanischen Konzil (Stichwort Nostra aetate). Für „echte Juden“ war er nichts weiter als ein Rabbi, gar ein Betrüger, für ultrarthodoxe Juden war er ein abtrünniger Jude, der in der Folgezeit nichts weiter als Not und Verfolgung über das jüdische Volk gebracht hat.
      Juden glauben nicht an Jesus, Punkt.

      Gruß S. B.-H.

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    2. Chaya, das habe ich auch nicht behauptet, oder? Solltest du arte empfangen, empfehle ich die siebenteilige Dokumentation „Jesus und der Islam“. Läuft gerade! Gibt es bestimmt auch in der Mediathek. Einen geruhsamen Abend.

      Gruß S. B.-H.

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  5. Aha, Chaya, eine belarussische assimilierte Jüdin, die das Judentum neu entdeckt hat! vielleicht kennst du ja Yoav Sapir, er hat eine Deutsche in Berlin geheiratet.

    Und Alexander Portugalov, mein Kollege pfeift auf die Ukrainer!

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