Kindersegen und Kulturschock

Kinderreiche Familien. Etwas, was ich bisher nur in Israel kennengelernt habe. Ja, es gab bei uns in der lokalen Gemeinde in Köln einen Rabbiner mit ganzen 8 (dann 9, 10, 11, 12) Kindern. Aber dieser war dann auch der Einzige in der Umgebung, und niemand konnte sich an ihm messen. Er war und blieb ein Familienphänomen und fernab allem Gewöhnlichen. Für mich als Einzelkind eines alleinerziehenden Elternteils waren schon drei Geschwister eine bemerkenswerte Erscheinung, die es sich zu studieren lohnte. Das war in Deutschland.

Hier in Israel war und bleibt alles ganz anders – und noch immer etwas nicht ganz Nachvollziehbares für mich. Hier heißen kinderreiche Familien „kindergesegnet“, und ein berühmter Satz, ich weiß gar nicht mehr, aus welcher alten Fernsehserie er stammen soll, heißt „Kinder bedeuten Freude“. Meist nutzt man ihn hier zum Spaß, wenn der Nachwuchs mal wieder furchtbares Chaos veranstaltet oder lärmt oder sonstwie bemerkbar wird. Aber ob es dabei bleibt? Weit gefehlt. Kindergesegnete Familien sind hier eine gewohnte Erscheinung, und nein, nicht nur bei den „Ultraorthodoxen“, also dem Stereotypenbild des Durchschnittseuropäers von einem religiösen Juden – dem mit dem schwarzen Hut, langem Bart, Frack und Frau mit langem Rock und Babybauch hintendran.

In allem macht sich die Kinderliebe bemerkbar – in den Unmengen an Freizeitangeboten für Kinder, in den großen Familienpackungen im Supermarkt für praktisch alles, in der Beliebtheit von Vielzimmerwohnungen und großen Häusern mit Garten, in der seltenen Haltung von Haustieren (wer will Katze und Hund, wenn man schon 5 Kinder hat?)…

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Quelle: peopleil.org.il

Natürlich ist ein solcher Ort für alljährlichen Babyboom die Siedlungen. Hier lebt das nationalreligiöse Kontingent – sprich, gläubige Juden aller Farben und Ausrichtungen, die den Zionismus, den jüdischen Glauben und den Staat hochschätzen. Und auch Kinder schätzen sie sehr. Siedlungen sind Bastionen für Nachwuchs jeder Altersstufe, sie strotzen nur so vor Kindergärten, Schulen, Internaten, Freizeitangeboten, Jugendgruppen, Spielplätzen und anderem mehr. Junge Erwachsene, sofern nicht verheiratet, dürften bisweilen wohl von einem Leben in einer Siedlung irgendwo in den Bergen gelangweilt sein; für Eltern mit Kindern ist so ein Ort ideal. Kinder werden nicht geplant. Sie kommen, und wie und wann sie kommen, das entscheiden Gott und die Biologie, und wenn sie kommen, dann sind sie herzlich willkommen. Jeder bekommt irgendeinen originellen Namen verpasst – bei den nationalreligiösen Juden sind Namen mit viel Bedeutung, Neuschöpfungen und bis dato ungenutzte Namen aus den Heiligen Schriften sehr beliebt -, jeder wird getätschelt, geliebt, von Kleinkindalter bis zur Armee oder Heirat von allen Nachbarn gekannt und begutachtet. Kindererziehung in Siedlungen ist vielfältig, angereichert mit viel Zuwendung und Hingabe zu jedem Einzelnen, es gibt viele Angebote für diejenigen Sprosse, die sich nicht an das reguläre Erziehungssystem anpassen, Konzentrationsschwächen oder Übeschuss an Energie haben (und davon gibt es sehr, sehr viele!).

Aber dennoch ist die Herangehensweise standartisiert, und mächtig anders als die, die ich in meiner Kindheit erleben durfte. Und hier gibt es dann jedes Mal einen kleinen Kulturschock für mich, wenn ich von einem intensiven Austausch in einer solchen Familie irgendwo zurückkomme.

wpid-20150620_211827.jpgDieses Wochenende war ich bei meinem Studiumskollegen Me’ir in einem kleinen Ort namens Bet Haggai in Judäa, südlicher der Stadt Hevron. Er und seine Frau Adi haben, sollen sie bloß gesund sein, 9 Kinder, der letzte ist erst vor Kurzem geboren worden. Den ganzen Shabbat habe ich bei ihnen zugebracht, und natürlich waren alle Kinder um mich herum, und sie waren alles andere als ruhig, entspannt oder, nennen wir es, behutsam. Es gibt  Familien, da haben die Geschwister mehrere Jahre Altersunterschied. Es gibt auch Paare, die bevorzugen es, jung zu heiraten und Kinder im frühen Alter und schnell nacheinander auf die Welt kommen zu lassen – somit sparen sie sich die Mühe der Kindererziehung im späten Alter, und haben noch viel Energie übrig.

Wir kamen  auf Kindererziehung zu sprechen, wobei ich mir vorkam, als würde ich die arme Frau mit Fragen durchlöchern und von ihr Antworten erwarten, die ihr ganz selbstverständlich schienen. Ich konnte es aber einfach nicht lassen, für all das eine Erklärung zu verlangen, was mir neu und unerwartet schien. Wie gesagt, mein familiärer Hintergrund ist komplett anders, und in nichts vergleichbar. Wie könnte ich da nicht fragen?

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Foto: Yossi

Also erzählte mir Adi, wie sie zu den Namen der Kinder kamen: Jedes Kind habe seine spezielle Geschichte zum Namen, und obwohl es üblich ist, dass die Mutter den Namen entscheidet, sprachen die beiden sich gemeinsam ab.

Ob es gewollt gewesen war, dass die Kinder nicht mehr als anderthalb-zwei Jahre Altersunterschied untereinander hätten: Auf Kinder zu verzichten und das als Argument zu nutzen wäre eben das Einfachste, was viele tun würden, und sie würden auf etwas anderes verzichten – Luxus, Ruhe, Zeit – aber nicht auf Kinder.

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Foto: Chaya Tal.

Warum sie ihre älteren Töchter nicht mit Jungs spielen lassen würde: Sie seien schon groß, und da wäre die Interaktion mit Mädchen und Jungen schon anders. Was getrennte Schulen anginge, sie selbst sei in einer gemischten Schule großgeworden und könne sich selbst nicht Unterricht nur für Mädchen bzw.nur für Jungen vorstellen, aber ihre Kinder kämen damit gut zurecht, und Statistiken bewiesen auch besseres Lernklimat und Lernqualität in getrennten Schulen.

Ich konnte auch die Dynamik im Haushalt beobachten. Ich habe schon viele kinderreiche Familien besucht, und jedes Mal ist die Dynamik anders, und sehr interessant. Je näher du dich der Familie fühlst, desto genauer schaust du hin und merkst die Beziehungen zwischen den Geschwistern, zwischen den Kindern und den Eltern, ihre Aufnahmefähigkeiten, ihre Offenheit bzw. ihre Charakterentwicklung und so vieles mehr.

Man kriegt immer Fotoalben vorgesetzt („hier war ich klein! Hier war meine Bat Mitzwa!“), Kinder stapeln sich praktisch um dich herum – der eine will mit dir spielen, die andere führt dich im Haus und in der Umgebung herum, der dritte erzählt dir alles über seine Legospielzeuge, und du wunderst dich, wie die Eltern mit dem Geschrei zurechtkommen. Bis dann die Eltern kommen, und ebenso schreien, dass es ruhig werden sollte. Der Geräuschpegel sinkt um ein Geringes, und die Mutter seufzt, wie es wieder unmöglich ist, und man nichts hört, und nicht zur Ruhe kommt. Ich denke mir gerade noch – ja, wieso wolltest du denn dann 9 Kinder haben? Aber schon sehe ich sie lachen, irgendeinen Kleinen umarmen, sich mit den anderen zwei unterhalten, und zwischen diesem und jenem sagt sie – sie machen so viel Spaß, die Kleinen, sie sind ein Völkchen für sich, ich liebe es.

Und wohlbemerkt, das Ganze geht schon über ein Jahrzehnt so. Für mich unvorstellbar, für sie ganz normale Realität. In der Familie haben sie nicht nur Großeltern, sondern sogar Ur- und Ur-Ur-Großeltern! Das passiert, wenn man Generation für Generation mit 19 Jahren heiratet. Ich war so erstaunt, ich konnte es zunächst gar nicht glauben.

Die älteren Mädels werden dazu beordert, auf die Kleinen aufzupassen, wenn die Eltern schlafen. Damit es nicht langweilig wird, kommen diese eine ganze Horde Freundinnen besuchen, und alle sitzen gemeinsam im Mädchenzimmer und tratschen und spielen stundenlang. Die Kleinen haben Ausgehzeiten. Von wegen Dorfluft und freies Leben – auch hier will man nicht, dass die Kinder lange außer Haus bleiben, wohl mehr aus Prestige heraus als aus irgendeiner anderen Sorge.
Vor Shabbat-Eingang segnen die Eltern jedes ihrer Kinder, nach jedem Segen küsst das Kind die Hand der Eltern – das verschafft Respekt und Elternachtung.

Das Neugeborene ist natürlich das beliebteste Spielzeug aller, und fast jeder der älteren Geschwister weiß, wie man es hält, dass es nicht schreit, wie man es streichelt, wie man es wiegt, selbstverständlich auch der Vater. Babysache ist auch Männersache. Und wenn der fünfjährige Bruder den Dreijährigen abfragt, wie denn wohl die Tiere im Bilderbuch heißen, schweige ich voller Bewunderung und höre ihnen zu…

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Quelle: peopleil.org.il

Bei allen Feierlichkeiten sind die Kinder dabei, es wird begrüßt, dass sie in die Synagoge gehen (wobei  junge Mädchen das eher seltener tun). Gekleidet sind alle mehr oder weniger im selben Stil – bunte Kleider und Röcke, viele Stickmuster und Spitzen  und Blumen und darunter ellenbogenlange Shirts (manche auch nur schulterverdeckt) bei Mädchen, Sporthosen, Stoffhosen, Jeans und

Foto: Chaya Tal
Foto: Chaya Tal

T-Shirts oder Hemden  und Sportschuhe bei Jungs. Viele Farben, meist bunt durcheinander, öfter mal auch nicht zusammengehörende Kleidungsstücke wie Turnschuhe und Festkleider, weiße Hemden und Sandalen…Immer endlos viel Wäsche in und um die Waschmaschine herum, Spielzeuge und Kinderbücher in jeder Ecke, und man denke bloß nicht, dass jemand sich die Mühe macht, Schuhe daheim auszuziehen…

Und es gibt noch viele andere, minimale alltägliche Aspekte, die mich staunen lassen: über die Ausdauer der Eltern, die Ausdauer der Kinder, und der Glauben dahinter.

Als Mensch gänzlich ohne Erfahrung mit Großfamilien, kann ich mir nicht vorstellen, wie man sich bei solch eine Anzahl von Menschen im Haushalt jedem individuell widmen kann, für jeden Zeit und Verständnis finden kann, wie man die Persönlichkeiten zu beobachten und zu entwickeln schafft. Ich habe das Gefühl, als käme bei der Massenerziehung von Kindern der persönliche Bezug und die Vertiefung in die Welt der Kinder zu kurz. Aber die Zeit vergeht, aus den Kindern wachsen gesunde, selbstbewusste, sicher innerhalb

Quelle: Gush Etzion Tourist Association
Quelle: Gush Etzion Tourist Association

der Gesellschaft stehende, moralisch hohe, zufriedene und frohe junge Menschen heran, die nicht bis zum 30. oder 40.Lebensjahr auf Selbstsuche sind oder sich Drogen, Alkohol und sonstigen „Zeitvertreiben“ widmen, sondern ihrerseits früh heiraten, Familien gründen, diese liebevoll umsorgen und darunter noch Zeit fürs Lernen, fürs Arbeiten, für sozialen Aktivismus finden. Sie bauen Häuser, gehen wandern, dienen in der Armee, sorgen für Kinder und Gemeinde…. und der Kreis geht von vorne los.

Ich merke, ich habe noch  viel zu tun, wenn ich diese Gesellschaft tatsächlich in ihrem Inneren kennenlernen will. Sie ist mir lieb und teuer, aber noch immer etwas fremd.

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8 Kommentare zu “Kindersegen und Kulturschock”

  1. Chaya, Schalom!

    Eine Frage außer der Reihe:
    Kennen Sie einen israelischen Blog, der mit Warszawskis oder Buurmanns zu vergleichen wäre? Sie wissen schon: politisch-gesellschaftliche Themen, Tendenz: schamrani und/oder dati.
    Vielleicht gar mehrere Blogs? Nur auf Iwrit müssen sie sein.
    Ich finde spannende FB-Seiten, aber keinen Blog.

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    1. Danke für das „gefällt“, Chaya, aber ich brauche eine Antwort. Haben Sie eine Adresse? Be-Wakascha, ich bin auf Sie angewiesen.
      Wenn noch jemand hier was weiß: gerne, sehr gern.

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      1. Shalom!
        In der Bloggerszene auf Hebraeisch bin ich leider gar nicht bewandert. Es gibt viele Blogs seitens Journalisten, es gibt gute Autoren von Makor Rishon – shamrani, dati – die haben sicher auch Blogs. Schau dich auf Nrg.co.il um, ebenso shamrani Ausrichtung. Ich kenne momentan keine Namen, leider.

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  2. Was für ein lebendiger Bericht!
    Ich hatte 5 Geschwister und vieles von dem was du beschreibst ist mir durchaus vertraut. Respekt vor den Frauen (denn in erster Linie sind es die Frauen die das Gros an Familienarbeit leisten) die das bewerkstelligen. So viele Schwangerschaften u. Geburten in so kurzen Abständen, das ist eine enorme körperliche u. psychische Herausforderung. Für mich nicht vorstellbar.

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  3. Hallo, solche Großfamilien sind hierzulande nur in extrem seltenen Fällen anzutreffen. Zusätzlich muss man erwähnen das der Begriff kinderreich oder kindersegen in der Regel negativ besetzt ist. Nur Dumme haben solch viele Kinder und belasten dazu auch noch unser Sozialsystem. Wer klug ist hat Karriere gemacht eine finanzielle Basis und leistet sich ab 40 ein Kind. Luxus? Ein Beispiel. Eine Frau Doktor hat ihren Kinderwunsch generalstabsmäßig geplant. Schule, Abi, medizinisches Studium, Facharztausbildung, Praxisbetrieb, mit 41 schwanger, schwere Geburt, 6 Monate stillen dann wieder in die Praxis um den Anschluss nicht zu verlieren. Das Kind wird dann „extern“ betreut.

    Leider muss man in diesem Zusammenhang erwähnen das kinderreiche Familien oft einen Migrationshintergrund haben. Doppelt negativ besetzt?

    Meine muslimischen Nachbarn haben oft große Familienautos und ich höre nicht selten das man sich wundert wie solche Leute sich solch große Autos leisten können. Feststellungen wie „Die arbeiten doch überhaupt nicht!“ oder „Von dem Kindergeld wird das Auto bezahlt.“ purzeln dann wie selbstverständlich raus. Selbst meine Familie ist von diesen Stereotypen nicht frei. Leider!

    Das ist in Deutschland ein kulturelles Problem. Wir schätzen materielle Dinge höher und vergleichen uns darüber. Wir wollen erfolgreicher als die anderen sein. Wir sind neidisch wenn es andere sind und wir haben Angst vor sozialem Abstieg. Kinder sind ehr eine finanzielle Belastung.

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    1. Was sehr traurig ist und zum Werteverfall der Gesellschaft fuehrt, und zu einer negativen Geburtsrate. So wie es die russische Gesellschaft zu Kommunismuszeiten, wo Generationen nie mehr als 2 Kinder gehabt haben oder nur Einzelkinder waren. Ich bin so ein Fall.
      Ich habe Berichte von aelteren Leuten gelesen, die von ihrer Kindheit im Dorf oder in einer Nachbarschaft erzaehlt haben, mit viele Geschwistern, ein schoenes gemeinschaftliches Leben im Kreis der Familie…sehr schade, dass es verlorengeht.

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    2. Danke für den wunderbaren Bericht!
      Wir haben vier Kinder – und wurden ihretwegen oft bestaunt und manchmal auch mit negativen Kommentaren bedacht, etwa in der Art: „Wusstet ihr mit eurer Freizeit nichts Besseres anzufangen?“ Das sollte witzig sein, aber ich empfand es nicht immer so. Zum Glück hatten wir keine finanziellen Sorgen und konnten allen Kindern, so sie es denn wollten, musische und / oder sportliche Aktivitäten finanzieren und eine akademische Ausbildung zukommen lassen.
      Ich bin glücklich, dass alle inzwischen erwachsenen Kinder und unsere beiden Schwiegertöchter eine herzliche Beziehung untereinander und zu uns haben. Mein Mann und ich freuen uns über unsere Enkel.

      An der derzeitigen Debatte um Kindergärten und die soziale Stellung und Bezahlung der Erzieherinnen und Erzieher, die ja heutzutage den größten Anteil an der Betreuung und auch frühen Bildung der Kinder haben, wird aber deutlich, wie gering in Deutschland die Wertschätzung für Kinder und „Kinderreiche“ ist, und das, obwohl in jedem Wahlkampf getönt wird: „Kinder sind unsere Zukunft!“

      Ich bedauere alle jungen Leute, die aus Karrieregründen auf Kinder verzichten und mir tun alle diejenigen sehr leid, die gerne Kinder hätten, aber leider keine bekommen können.

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      1. Hallo Rika,
        zu dem Thema Familie möchte ich meine ganz persönliche Meinung äußern, wie gesagt, meine Meinung, die in unserer heutigen Zeit sicherlich altmodisch klingt (bezieht sich insb. auf Dtld.):

        Meine Eltern gehörten noch der Generation an, in der die Rollenverteilung noch recht offensichtlich gelebt wurde. Vater war Ernährer (hat die Kohle nach Hause gebracht), Mutter hat sich um die Erziehung und das Wohlergehen der Kinder gekümmert.

        Das war damals (70er Jahre) alles kein Problem, das Geld hat gereicht, was mein Vater verdient hatte, Eigenheim, Urlaube etc. ich durfte studieren….wir haben bescheiden, aber glücklich gelebt.

        Heute: jeder will alles haben, die Frauen haben sich emanzipiert, stehen den Männern in (fast) nichts nach, machen Karriere und… hoppla wollen vielleicht auch mal Kinder haben. Dann geht die ganze Debatte los.

        Frau will wieder arbeiten… Kinder sind da eher ein Hemmschuh, also ab in die Kita, ab in die Obhut des Staates. Man will ja zwei Autos fahren und die Selbstverwirklichung soll ja auch nicht auf der Strecke bleiben…

        Ich war lange Zeit Lehrer, habe im sozialen Umfeld gearbeitet. Der Verdienst war eher Mau (habe mit 31 Jahren mich zu dieser idealistischen Vorstellung des Pädagogen noch hinreißen lassen und bin leider eines Besseren belehrt worden). Die Akzeptanz dieser Aufgabe wird weder finanziell und insbesondere auch nicht ideell honoriert/ geschätzt. Seit einiger Zeit arbeite ich wieder in der IT, da wo ich mal beruflich angefangen habe. Mehr sage ich nicht…
        An Familie ist bei mir nicht zu denken, da ich finanziell/ karrieretechnisch 10 Jahre hinterherhinke, nur weil ich mich auf ein Abenteuer im Sozialwesen eingelassen habe. Für einen Mann ist diese Situation ein Desaster. Eine Frau sucht sich den Erzeuger i .d. R. nach den entsprechenden Kriterien (Sicherheit, Geborgenheit, „Potenz“) aus. Ein Mann, der diese Kriterien nicht erfüllt, hat i.d.R. das Nachsehen. Im Prinzip hat sich an der Rollenverteilung (Evolution) zw. den Geschlechtern nichts geändert.

        LG

        S. B.H.

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