Zurück nach Gaza?

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"Nach Hause - wir kehren nach Gush Katif zurück"

Dieses Transparent haben heute zwei Kinder mehrfach auf den Zäunen rund um die Gush Etzion-Kreuzung aufgehängt. Darauf steht „Nach Hause – wir kehren zurück nach Gush Katif“.

Für diejenigen, die es nicht wissen – Gush Katif war ein aus mehr als einer Dutzend Ortschaften bestehender Wohn- bzw.Siedlungsblock im Gazastreifen, welchen seit den 80er Jahren Israelis bewohnten und landwirtschaftlich entwickelten. Im Jahr 2005 wurden diese Ortschaften abgerissen und der Gazastreifen wurde komplett in palästinensische Hände übergeben. Seitdem dürfen keine Juden mehr im Gazastreifen leben. Die Entscheidung, aus eigenen Erwägungen heraus den Gazastreifen komplett zu verlassen und mehrere Tausende jüdischer Bewohner aus ihren Orten herauszuholen und diese niederzureissen , wurde von damaligen Premierminister Ariel Sharon gefällt. Heute übt die Terrororganisation HAMAS Gewaltherrschaft über die Bewohner des Gazastreifens aus.

Der Abzug bzw. „Die Vertreibung“, so wie sie von den Juden in Judäa und Samaria genannt wird, hinterließ eine noch immer nicht verheilte Wunde im Bewusstsein der nationalreligiösen Gemeinschaft.
Diesen Sommer (August) jährt sich das Ereignis zum 11.Mal.


Was ich zum Transparent zu sagen habe?

Ganz ehrlich, ich halte nicht viel von Wunschdenken, mag es noch so verlockend ideologisch klingen. Wir kommen momentan kaum mit der Situation in Judäa und Samaria zurecht, wie können wir da noch vom überbevölkerten, hermetisch abgeriegelten, judenfreien und von einem Terrorregime regierten Gazastreifen „träumen“? Aktive Weiterentwicklung von Judäa und Samaria und realpolitisch ausgerichtetes Bemühen um die Ausweitung der israelischen Souveränität über Judäa und Samaria wären hierbei mehr angebracht.

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15 Kommentare zu “Zurück nach Gaza?”

  1. „Wer Judaea und Samaria beherrscht, beherrscht das Heilige Land.“ Das hat der deutsch-amerikanische Publizist F. William Engdahl einmal geschrieben. Stimmt diese Aussage überhaupt?

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    1. Es wird viel davon gesprochen. Ich weiss nicht mehr wer genau gesagt hat, „Wer den Berg beherrscht, beherrscht das Land“ im Bezug auf den Tempelberg, aver die Aussage ist aktuell ubd wie ich einschaetze, richtig.

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    1. Ganz zu Anfang meines Bloggerdaseins, vor ca. 5 Jahren wurde ich von Altbloggern darauf aufmerksam gemacht, dass Rechtschreibfehler beim Bloggen nicht thematisiert werden dürfen. Ist wohl auch die Rücksichtnahme auf viele Nichtdeutsche, die sich in deutsch artikulieren. Ich wolltze ich könnte auch nur eine Sprache so gut, wie andere Fremdsprachler deutsch.
      Deshalb, liebe Chaya, musst Du Dich für nichts entschuldigen. Nur sinnentstellende Schreibfehler müssen korrigiert werden und dürfen auch von anderen Bloggern thematisiert werden.

      Herzlich,
      „Oberlehrer“ Paul 🙂

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  2. Weil das recht auf asyl älter ist als die menschenrechte, das denke ich, was merkel da vor hatte weiß ich nicht, ich lebe in berlin und alle geflüchteten mit denen ich sprach, waren freundlich, etwas schüchtern, haben einen horrortrip hinter sich und lernen verdammt schnell die landessprache. Die jungen männer sind höflich, schauen mir in die augen, ohne, dass ich mich bedroht fühle, machen platz und helfen bei treppen mit dem kinderwagen, wie menschenverachtend ist diese aussage „diese wiederlichen menschen“, wie beeinflusst vom faschissmus sind menschen, die den ostgebieten hinterhertrauern, die abgetreten wurden, weil das deutsche volk sich anmaßte den wert eines lebewesens an seiner religion und seiner ethnischen zugehörigkeit zu messen, sich anmaßte das eigenne leben über anderes zu stellen und vernichtungslager baute um sich raum auf der erde frei zu brennen.
    Wie nachdenklich müsste dieser kommentar eine Israelische bürgerin machen?!
    Was haben eigentlich die palestinenser_innen getan, dass ihnen an die wände geschrieben wird, sie sollten vergast werden?
    Kann der faschissmus nicht entlich aussterben, damit alle in frieden glücklich ihr leben leben, ohne dass wir für uns mehr wollen, als für andere, hat nicht jedes lebewesen ein anrecht auf unversehrtheit und wasser? Den vergleich mit dem dritten reich im positiven zu ziehen ist doch das letzde warnsignal!!!

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    1. Niemand, aber auch niemand, weder hier noch anderswo, schreibt den Palaestinensern auf die „Waende“, sie sollen vergast werden. Kein Jude/Israeli hat es jemals getan, nach meinem besten Wissen und Gewissen. Man darf auch gerne andere Quellen nutzen.
      Im ungekehrten Falle fuellen die Kommentare junger und weniger nunver Leute in den sozialen Netzwerken, auf Demonstrationen gegen all things Israel, und sogar auf Sportveranstaltungen, wer sich noch an die letzten Spiele in Holland, oder die Demonstrationen in Deutschland in den letzten zwei Jahren, aber auch schon lange zuvor, erinnern kann. Ich sage nur – „Hamas, Hamas, Juden ab ins Gas“. Gerufen und bejubelt von einer Menschenmenge.
      Ich streune tagtaeglich in sozialeb Netzwerken umher, dem aufrichtigsten Spiegel der heutigen Gesellschaft; so eine blinde, stupide Verherrlichung von Hass, Wut und Verehrung von solchen, welche sie gegen Juden angewendet haben – Hitler an vorderster Front – bei fast durchgehend Menschen von muslimischen und/oder nahoestlicher Herkunft habe ich bei keiner Menschengruppierung dokumentieren koennen.
      Sie moegen im alltaeglichen Umgang eine gute Erfahrung mit bestimmten Menschen gehabt haben. Das sagt noch ueberhaupt nichts ueber ihre Weltansichten oder ihr Bosheitspotenzial aus, motiviert vielmehr von Glauben und Ueberzeugung als von persoenlichen Launen oder Ereignissen.
      Vorverurteilung, davon ist keine Richtung geschuetzt, weder die positive noch die negative. Und fuer Differenzierung gilt dasselbe.

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      1. Ich habe auf einer ausstellung fotorafien von gafittis gesehen, die in siedlungen an wände geschmiert wurden, da stand diese übersetzung, dazu, alle arabarer ins gas, und noch ein paar andere bilder, sie stammten aus siedlungsgebieten, israelische soldaten erzählten von ihrer zeit dort. Diese perspektive war sehr eindrucksvoll und hat nicht unbedingt dein umfeld gezeigt, ich wollte dich nicht angreifen. Ich fand den vergleich unmöglich und musste unwilkürlich an diese bilder denken, da wunderte mich, dass du nicht darauf eingegangen bist, ich würde es so nicht stehen lassen. Ich denke wir könnten alle so glücklich in frieden leben, wenn wir uns gegenseitig respektieren.
        Lovis

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      2. Es werden wohl Graffitis von Todeswuenschen gesprayt, das wuerde ich nicht verneinen. Dass sie in Siedlungen zu finden waeren, glaube ich kaum; in dem Sinne ist dort nicht das „richtige Publikum“.
        Ich wuerde gerne einen Verweis darauf sehen, solltest du so etwas finden. Was die Soldaten angeht, der Militaerdienst in Judaea und Samaria ist der schwierigste und komplizierste, den man unseren jungen Maenner und Frauen im Land als Aufgabe stellt, und das Verstaendnis der Situation, welche sie miterleben und gestalten muessen, parallel zu der arabischen Bevoelkerung, bedarf viel Lernens und Hintergrundwissens, vor allem fuer den notwendigen Kontext. Speziell aus diesen Gruenden gehe ich in meinem Blog auf diese Aspekte nicht ein, zumal ich selbst auch nicht in diesen Gebieten gedient habe.

        Was Kommentare meiner Besucher angeht, ich ueberlasse die Diskussion gerne den Besuchern selbst (wie in diesem Fall, wo du darauf geantwortet hast). Jeder hat das Recht auf seine freie Meinungsaeusserung und viele davon kann ich nicht unterschreiben; insbesondere, wenn dann Menschen selbst vom Thema abschweifen. Was solls.

        Ich stimme dir zu, Respekt ist eine Grundvoraussetzung fuer jegliche Art von Frieden.
        Gruss

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      3. Ok, das hört sich jetzt ganz anders an, und natürlich steht die persönlichkeit eines menschen nicht auf seiner stirn geschrieben, aber als deutsche habe ich mich sehr viel mit der frage beschäftigt, wie vorurteile in köpfen gelenkt werden können und auch mit der frage, die die generation vor meinen eltern laut formulierte, was habt ihr da getan?
        Die ausstellung war im Willy-Brandt-Haus,vor zwei jahren. Ich wünsche allen menschen die fähigkeit frieden zu schaffen und zu erhalten.
        Lovis

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  3. Apropos „Palästinenser“:

    „Von Vater und Söhnen attackiert

    Tan rannte sofort nach vorne – als der Messermann auf ihn zukam. „Dabei brüllte er »Ich bin Palästinenser, ich habe so viele Juden abgestochen«“, erzählt Tan noch immer geschockt.

    Die beiden Söhne hielten den Arzt fest. „Ihr Vater schrie mich weiter an: »Entschuldige dich bei meinem Sohn, geh auf die Knie und küsse seine Hand«“, schildert der Arzt die dramatische Situation.“

    http://www.express.de/bonn/angriff-auf-chirurgen–er-schrie-allahu-akbar-und-wollte-mich-enthaupten–24459172-seite2

    Wieso hat Deutschland diese widerlichen Menschen bei sich
    aufgenommen? Ich weiß es nicht!

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  4. Liebe Chaya, wir kennen das! Früher sagten die deutschen Heimatvertriebenen: Schlesien bleibt unser. Aber auch sie mussten das Gegenteil lernen. Im Falle von Schlesien ging es noch relativ leicht, weil die Polen dort immerhin etwas Neues aufgebaut haben. Aber wenn man bedenkt, wie das nördliche Ostpreußen vor die Hunde gegangen ist, ist das schon bitter. Dennoch: In unserem deutschen Fall muss es sein und bei Euch hätte es wohl die Chance auf einen Ausgleich mit den Arabern eröffnen sollen? Haben Sie Sharon vertraut? Ich hätte es wohl.

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    1. Damals war ich 14 und Sharons Propaganda fuer die „Friedensgeste“ gelangte in diesem Fall sogar nach Deutschland.
      Heute weiss ich mehr ueber die Zusammenhaenge. Hoffe, mich im August zusammenzuraffen und endlich mehr ueber 2005 zu berichten. Vor einem Jahre habe ich es nur kurz angesprochen.

      Gefällt 1 Person

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