Gute Weine aus Judäa&Samaria

Vor einigen Tagen habe ich den Machane-Yehuda Markt in Jerusalem besucht und bin dort in eine Weinhandlung hineingegangen. Zu meiner großen Überraschung fand ich dort Regale über Regale gefüllt mit seltenen Weinen, die ich sonst kaum in anderen Weinhandlungen zu finden scheine – und all diese aus den verschiedenen Weinkellereien von Judäa und Samaria!

Um nur einige Namen zu nennen:

Gva'ot-Wein und Lone Oak
Gva’ot-Wein und Lone Oak

Die Gewürzstraminer „Gva’ot“ und „Lone Oak“ aus den Weinkellereien von Gevaot und Gush Etzion, in meiner Nachbarschaft; der Cabernet Sauvignon „Jozef“ aus Har

Jozef-Wein aus Har Bracha
Jozef-Wein aus Har Bracha

Bracha in Samaria, der Cabernet-Merlot „Makhpela“ aus den Hebron Heights Winery, ein Wein aus der Weinkellerei in Shilo und natürlich die preisgekrönten Weine aus Psagot.

Makhpela-Wein aus Hevron
Makhpela-Wein aus Hevron
Lone Oak und Nahal Hapirim aus Gush Etzion
Lone Oak und Nahal Hapirim aus Gush Etzion

 

 

 

 

Warum preisgekrönt? Weil gerade die Weine aus der Weinkellerei in Psagot, Binyamin-Gebiet (Südsamaria), bei verschiedenen internationalen Weinfestivals Auszeichnungen und Preise abräumten, unter anderen auf dem internationalen Mittelmeer-Weinfestival  terravino 2009, als der Cabernet Sauvignon von Psagot die goldene Medaille holte, oder auf dem  von französischen Winzern veranstalteten Wettbewerb des Weinportals degustations.com im Dezember

Psagot-Wein
Psagot-Wein

2013, bei welchem 8 Weinsorten aus der Psagot-Kellerei die ersten drei Plätze errungen haben – und das, ohne zu wissen, dass die Weine aus den verpönten „besetzten“ (oder auf französisch gar „kolonialisierten“) Gebieten auf „geraubtem palästinensischen Land“ gewachsen waren!

Das war natürlich alles noch vor der Kennzeichnungspflicht der EU für Produkte hinter der „Grünen Linie“. Heute, sollte die Herkunft der Weine allen offengelegt werden, würden so manche Weinfestivals wohl auf erstklassige Weine verzichten müssen…

 

 

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11 Kommentare zu „Gute Weine aus Judäa&Samaria“

  1. Ich liebe Israelischen Wein. Psagot Weine durfte ich schon genießen und ich war auch schon dort. Dass die Preise bekommen, wundert mich nicht. Die anderen von dir erwähnten Weine werden wir auch noch irgendwie erstehen. Danke für die Tipps!

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  2. Liebe Chaya,
    liebe Freunde, im Moment steht bei mir eine Flasche Rotwein auf dem Schreibtisch, „Mount Hermon Red“, hergestellt von der Golan Heights Winery aus dem schönen Katzrin (www.golanwines,co,il). Vertrieben wird der Wein (u.a.?) vom „Hanseatischen Wein- und Sektkontor“ für derzeit 10 €. Hawesko führt aktuell noch vier andere Weine aus Katzrin im Angebot, natürlich ohne irgendwelche artfremden Aufkleber. Katzrin liegt nordöstlich vom See Genezareth im Gott sei Dank besetzten Gebiet.
    Herzlich, Burkhart

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    1. Ja, sogar die Golanhoehen gehoeren in Europa mal wieder zu irgendwas Fremden. Interessant, wem sie das zurechnen wuerden jetzt – den Rebellen? Assad? Isis?….

      Lass es dir schmecken!

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      1. Also für mich gehören die Golanhöhen ganz klar zu Syrien. Nur ob es Syrien noch gibt ist mir unklar.
        In der Praxis ist es mir natürlich auch lieber, dass dort Israelische Truppen sind und nicht der IS.

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      2. Warum gehoerrn sie ganz klar zu Syrien? Es gab eine Zeit,dass sie Teil juedischer Souveraenitaet gewesen sind. Ausserdem sassen die Syrer zu der Zeit, als sie in 1948 gegen Israel kaempften, am See Kineret. Gehoert Kineret auch zu syrien? Und was ist Syrien – ein durch britische Einteilung und Mitwirkung kuenstlich entstandener Staat, ebenso wie Jordanien, welche beide die von ihnen im Eroberungskrieg erwirkten Gebiete diese in einem anderen Eroberungskrieg (naemlich 1967/1973) verloren haben? Jordanien war schlau genug, ihren unberechtigten Anspruch auf Judaea und Samaria in den 80er Jahren offiziell aufzugeben. Es hatte dort von Anbeginn an nichts verloren. Bis zu 1967 hatten auch keine „Palaestinenser“ irgendwelche Ansprueche an jemanden stellen koennen, sie waren naemlich regulaere Landbevoelkerung unter jordanischer Herrschaft, zuvor unter britischer und osmanischer, mit nahoestlicher Herkunft und absolut ohne irgendwelche andere „National“Bezeichnung als „Araber“, was sie auch sind.
        Aber zurueck zu Syrien, Syrien befand sich nach dem Angriffskrieg, den es 1973 verloren hatte, mit Israel offiziell im Krieg, obwohl es diplomatische Bemuehungen gab, diesen Status zu veraendern. Gegen Rabins Plan, die Golanhoehen wegzugeben, gab es im gesamten Land Widerstand, welcher sich ausgesprochen bewaehrt hatte und auch eine weise Haltung im Hinblick auf die Zukunft gezeigt hatte.
        Und heutr existiert das alte Syrien der britischen Grenzziehung ueberhaupt nicht mehr – die Grenze zu Iraq ist weggewischt und die syrische Regierung hat keine Verwaltungshoheit uever einen Teil der urspruenglichen Bezirke.
        Welches Syrien also?…

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    1. Gute Frage. Eigentlich ist Alkohol ja verboten fuer Muslime, aber wir wissen ja von palaestinensischen Bieren (Taybe beispielsweise). Ich weiss nicht von Weinkeltereien. Vielleicht werden in den Staedten wie Ramallah oder Hevron welche verkauft; zu uns haben sie es in die Laeden vielleicht nicht geschafft, weil sie nicht als kosher gelten (weil sie nicht von Juden hergestellt/beaufsichtigt worden sind). Aver ich habe meine Zweifel. Der Wein, der von den arab.Bauern angebaut wird, wird groessenteils als Trauben oder Rosinen weiterverkauft.

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