Israel-Podiumsdiskussion bei ACHAVA Erfurt

Hier kommt die ersehnte Videoaufnahme der Podiumsdiskussion „Unter dem Feigenbaum“ zum Thema Israel, an welcher am 06.09.15 der Korrespondent Ulrich Sahm, Vorsitzender des Ausländerbeirates Weimar Ayman Qasarwa und ich teilgenommen haben. Die Diskussion wurde in Erfurt im Rahmen der ACHAVA-Festspiele gehalten. Dauer: 1 Stunde 35 Minuten.

Hier kann sich, wer will, einige Berichte zur Diskussion durchlesen, sowie zu der jüngsten Vergangenheit meines Opponenten Ayman Qasarwa als Vorsitzender des Ausländerbeirates in Weimar – und Facebookhetzer gegen Israel und Juden:

→ Zu den Artikeln

Bald soll eine schriftliche Zusammenfassung der wichtigsten Punkte der Diskussion folgen. Ich werde sie hier und auf der Unterseite Projekte & Events hochladen und einstellen.

Viel Vergnügen!

Chaya

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8 Kommentare zu “Israel-Podiumsdiskussion bei ACHAVA Erfurt”

    1. Hallo A.mOr,

      Im Moment ist Mahmut Abbas nur ein alter Mann, der in einem Zimmer in der Muqata auf einem Stuhl sitzt. Er hat kaum Einfluss auf den Aufstand der jugendlichen Amokläufer in den letzten zwei Wochen, zumal die meisten Attentäter israelische und Jerusalemer Palästinenser sind, die unter israelischer Herrschaft leben.

      Übrigens verstehe ich nicht, warum sich die Israelis über Palästinenser aufregen, die behaupten Israel wolle den Status Quo auf Haram al-Sharif (dem Tempelberg) ändern. Soweit ich das sehe, sind etliche Abgeordnete aus der Regierungsfraktion und Minister wie Uri Ariel aktiv, um aus einer moslemischen Kultstätte im Besitz des Waqf einen heiligen Ort zu machen, den sich moslemische und jüdische Gläubige sowie israelische und palästinensische Nationalisten teilen.

      Demnach will die jüdische national-religiöse Bewegung den Status-Quo auf dem Tempelberg ändern. Worin genau besteht dann die „Hetze“, wenn palästinensische Politiker dies ansprechen?

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  1. „Ahawa-Festspiele“, Diskussion, das Video.

    Als Ulrich Sahm meinte: „Laß sie sich doch die Köppe einschlagen!“, da war ich unangenehm berührt. Zuletzt hörte ich das von jemanden, der an den „jüdischen Kraken“ glaubte, ein Wirtschaftler und Kampfsportlehrer, den wir nun nicht mehr bei uns haben.
    Aber Ulrich ist ein Fuchs. Mit sicher eigenen Ansichten. Auch am Anfang: „Israelis gibt es erst seit 1948“. Nu, einerseits richtig, andererseits eben nicht. (Das hast Du wenigstens etwas erläutert.)
    Wichtig auch, daß er (wenn auch nur sehr verkürzt) die Flüchtlingsbewegungen darstellt, die mit der Staatsgründung Israel einhergehen. Eben auch die immense jüdische Flüchtlingsbewegung aus arabischen Ländern.
    Kein Thema bei den sich als „Palästinafreunden“ kleidenden „Israelkritikern“.
    Wie auch leidende „Palästinenser“ bei ihnen nie Thema sind, wenn das Leiden jener nicht den Israelis in die Schuhe geschoben werden kann, was es auch so nicht kann, aber.

    Und Ayman Qasarwa spricht die Sprache „der Deutschen“, sozusagen. Redet von „Gerechtigkeit“ und „israelischer Ungerechtigkeit“, versucht Dich auszutricken, indem er Dich als „Ausländer“ hinstellt („eben erst eingewandert“) und „Besatzer“, in „deutscher Eloquenz“ freilich.
    Bemüht das Herz der Deutschen für Pallywood: das „alptraumhafte Schicksal“ der Araber durch den angeblichen „Landraub der Juden“.
    Die Gleichstellung von arabischen mit jüdischen politischen Interessen bei ihm ist ebenfalls „deutscher Tenor“: hinter der „gleich bedeutenden“ politischen Führung der Araber gegenüber der israelischen Regierung verschwindet der tatsächliche Terror, bzw wird das antisemitische Märchen vom „legitimen Widerstand“ gewisser Araber genährt.
    „Du warst noch jung, er habe bei der ‚ersten Intifada‘ in Dzenin gewohnt…“, keine Erwähnung, worum es ging, wie es abging, und von wem die Aggressionen ausgingen. Das meine ich.
    Und das Mitleid der Deutschen bemühend.
    Und bemerkenswert auch sein langes Luftholen, als er Stellung beziehen soll, wie ein „Palästinenserstaat“ wohl auszusehen habe.
    Ob Juden dort sein dürften? „Sie sollen sich unterordnen“, ganz so wie der Deutsche es von „den Ausländern“ erwartet. Siehe Mallorca.
    Und eben doch ganz anders…

    Dein Ansatz: Reden miteinander, dazu ein Beispiel aus Deutschland.
    Unter „meinen“ Flüchtlingen, wie es sie deutschlandweit überall gibt, habe ich einen Freund gefunden, ein Syrer. Er ist der einzige, dem ich von meiner jüdischen Identität erzählte, und er riet mir, daß wir es für uns halten. Okay. Bislang trage ich den magen david dort nicht auf der Stirn, bin eben ein freundlicher Typ. Dort (ein „Flüchtlingswohnheim“) sind übrigens auch viele freundliche Menschen, so an sich.
    Und dieser Syrer sagt mir, als das Gespräch darauf kam, daß er die Sorgen der „Palästinenser“ nicht verstehe. Er wisse, daß alles jüdisch besiedelte Land in den Gebieten (Westjordanland, bzw Judäa und Samaria) käuflich und damit sachlich gerecht erworben wurde.
    „Die ‚Palästinenser‘ haben das Geld genommen, und nun bezeichnen sie die Juden als ‚Besatzer‘. Das ist unsauber!“, sagt mein syrischer Freund. Nu.
    Du weißt es selbst, man kann nicht einfach alle Araber über einen Kamm scheren.

    Will den Kommentar nicht zu lang werden lassen.
    Du hast Dich gut geschlagen, bist dazu noch ein richtiger Augenfang (kann nicht schaden 😉 schön Dich zu sehen!), Deine Argumente waren schon richtig (und auch klug, daß Du noch das „miteinander Reden“ erwähntest, auch meine Meinung, weil man eben die Dinge erstamal so nehmen muß, wie sie sind) mein „aber“ geht eher an das Publikum: sind sie -bei aller medialen Vorbildung- bereit, Dich (oder auch allgemein „unsere Sache“) zu verstehen? Sind sie in der Lage ihre Vormeinung zu hinterfragen, zu reflektieren? Letztlich hast Du natürlich recht, daß man erstens auch die Stimmen der Leute aus Judäa/Samaria anhören sollte und zweitens nicht soviel belehrend reinreden sollte. Aber das dürften viele als Schlag vor die ehrwürdigen Köpfe verstanden haben.
    Und wie gesagt: „Ausländer? Wenn sie sich benehmen?!“

    Danke Dir, Chaya, für diesen Einblick und Dein Engagement.
    Kol hakawod. Schawua tow!

    (Das Video stoppt bei mir bei etwa 1Stunde:19Minuten, daher habe ich die Zuschauermeldungen zum größten Teil verpaßt.)

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    1. „(Das Video stoppt bei mir bei etwa 1Stunde:19Minuten, daher habe ich die Zuschauermeldungen zum größten Teil verpaßt.)“

      An einer sehr interessanten Stelle, gerade als ein Palestinenser erklären will wie er sein Familienland verloren hat.

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      1. Man kann versuchen, es neu zu laden. Die Stelle ist weniger aufregend, der Herr hatte keinen einzigen triftigen Nachweis noch irgendein Argument, und wollte sich absichtlich in den Mittelpunkt des Geschehens stellen, und nahm tatsächlichen Fragestellen die Zeit weg.

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      2. „Man kann versuchen, es neu zu laden. Die Stelle ist weniger aufregend, der Herr hatte keinen einzigen triftigen Nachweis noch irgendein Argument,“

        leider ist es mir nicht gelungen durch Neuladen oder bei youtube direkt mehr zu sehen.
        Die wichtige Frage bleibt aber ob die Landerwerbungen von Israelis alle korrekt abgelaufen sind.
        Israel ist zwar ein Rechtsstaat, aber kann ein Israelisches Gericht in solchen Fragen unbefangen sein?
        Zumindest haben viele Araber das Gefühl, dass sie nicht gerecht behandelt werden.
        Dieses Gefühl erzeugt dann Wut und Hass.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Kohlhaas

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