Die ARD und ich

Die neue Woche hat begonnen –  und mit ihr die Veröffentlichung einiger Projekte, an welchen ich in den letzten Wochen mitgearbeitet oder gar eine der Hauptfiguren gespielt habe. 

ardscreenDas Projekt „Tacheles“ ist ein neues und geistreiches Projekt des ARD, produziert vom Hörfunkstudio der ARD in Tel Aviv und dem PULS-Programm des Bayerischen Rundfunks, ins Leben gerufen zum 50.Jubiläum der deutsch-israelischen Beziehungen. Das Projekt soll einen gründlichen Blick auf die neue Generation von Deutschen, Juden und Israelis werfen und primär ihre Perspektive auf die Dinge darstellen. Das Besondere daran – Protagonisten aller möglichen Hintergründe geben ihren „Senf“ zu den deutsch-israelischen Beziehungen, stellen ihre Lebensstile vor und lassen diese von den jeweils anderen kommentieren – alles aus Video. Es gibt jeweils Vorstellungsvideos und Kommentar-Möglichkeiten. Ein visuelles Brainstorming also, und weitaus authentischer als ein gut recherchierter Forschungsartikel über die letzten 50 Jahre zwischen Israelis und Deutschen es je sein könnte.

Meine Wenigkeit wurde über den Blog von Herrn Teichmann vom ARD-Studio angeschrieben, und als ich dem Vorschlag, beim Projekt mitzumachen, zusagte, erschien bei mir den Monat darauf auch ein nettes Filmteam, und zusammen sind wir über die Hügel, Straßen und Katzen des „Westjordanlandes“/Judäa mit der Kamera und dem Mikrofon gelaufen, und ich wurde mit allerhand Fragen konfrontiert. Das Leitmotiv der Clips, welche mit mir gedreht wurden, war „Zuhause“  -und natürlich auch die Politik.

Ein weiteres Projekt aus fast derselben Feder, nämlich als Initiative der PULS-Redaktion des Bayerischen Rundfunks, ist ein ca.10-minütiger Film über „Zwei Juden, zwei Welten“ – nämlich den Israeli Gad aus Tel Aviv, wohnhaft in Berlin, und mich, die „deutsche Jüdin aus dem Westjordanland“.  Eine Reportage von ca.10 Minuten, in welcher beide Lebenswelten gegenüber gestellt werden und einige recht prägnante Dinge ausdrücklich gesagt werden.

TALKING TACHELES – Projekt dauert bis Mitte Juni:

PULS-Programm  – „Zwei Juden, zwei Welten“:

 

Viel Effort und Kreativität wurden in die Projekte investiert, mit einer guten Portion an Respekt für Meinungs- und Ideenfreiheit. Da kann ich nur sagen – good job, ARD!

 

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13 Kommentare zu “Die ARD und ich”

  1. Vielen Dank, lieber Wollecarlos für den aufschlussreichen
    Kommentar, dem ich mich voll anschließe!

    Und danke, ich werde gut schlafen,
    gute Nacht!

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  2. Liebe Chaya,
    Du bist eine intelligente und sympathische junge Frau!
    Hast einen sehr guten Blog, den ich gerne weiter empfehle.

    Achte aber bitte darauf, wer bei Dir kommentiert, nicht alle
    sind Dir wohlgesonnen, ganz besonders ein Kommentator
    schreibt nur aus Geltungstrieb und NUR aus Geltungstrieb
    bei Dir.

    Es ist Aristobulus, aber das wirst Du noch merken, er
    wird sich mehr und mehr in den Vordergrund schieben und
    alle anderen Kommentatoren vertreiben, so macht er es auch
    bei TiN. Mich und einige andere Kommentatoren hat er
    sperren lassen und dies nur, weil wir nicht nach seiner Pfeife
    tanzen!

    Dies nur zu Deiner Information, liebe Chaya, es ist Dein
    Blog und nur Du entscheidest. 😉

    Alles Liebe…

    Gefällt 1 Person

    1. Hey,

      Keine Bange.
      Sollte ich jemanden oder mehrere als uebermaessig praesent empfinden in den Kommentaren, ohne grossen Beitrag zur Diskussion zu leisten, wird das schnell geklaert. Mein Blog ist kein Streitforum, niemals die Absicht gehabt.
      😉

      Gefällt 1 Person

  3. Theoretisch ein tolles Projekt, nur wurde bei der Erklärung wo und was das Westjordanland ist vergessen zu erwähnen – Wer! Wem! -diese Land zu gesprochen hat und wie der sechs Tage Krieg entstanden ist. Für Junge Leute die diesen Beitrag sehen und nicht tiefer in der Geschichte graben sind damit natürlich die Israelis an der Situation schuld.

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    1. Richtig, Dana, genau das ist das Problem.
      Dazu kommt, dass nur zu gerne ausgeblendet wird, dass hier immer Juden gelebt haben. Der Name Judäa ist ja keine Erfindung des 20. Jahrhunderts, sondern existiert schon ein paar Jahre länger…

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  4. Liebe Chaya,
    habe diesen Beitrag von Plus mit Interesse gesehen. Er ist von jungen Menschen für junge Menschen gemacht und geht an mir als altem Menschen teilweise etwas vorbei.
    Damit will ich zunächst auf formale Dinge hinweisen: Die Sprech- und Lesegeschwindigkeit überfordert meine Auffassungsmöglichkeiten.
    Ab er auch der Inhalt und die Aussagen erscheinen mir etwas oberflächlich.
    Es ist eben von der Jugend für die Jugend gemacht. Unter diesem Aspekt ist es eine gelungene Darstellung der Situation.

    Herzlich, Paul

    Gefällt 2 Personen

  5. Ich finde die Aktion prima, es zeigt mir wiedermal das Völkerverständigung funktioniert, solange bis die Politiker alles zerreden. Auch so bei den Palästinensern und Israeli´s.
    Ich erlebe es immer wieder, es geht im kleinen, der Israeli frühstückt mit dem Araber, der Palestinenser arbeitet beim Israeli.
    Freunde von mir gehen seit Jahren zu einem arabischen Zahnarzt.
    Ich könnte unendlich viele Beispiele aus meinem Bekanntenkreis in Israel hier nennen. Alles ist gut, bis, ja bis die Politik, die ja bekanntlich ihre eigenen Ziele hat, was nicht immer volkes Wille ist, alles für ihre Machtspielchen mißbraucht, ohne Rücksicht auf die von denen sie gewählt wurden. Aber das ist ja überall so.
    Nur ein Beispiel: Nach dem Tod von Arafat hat man viele Millionen US Dollar aus seinem Privatkonto gefunden. Spendengelder von den USA. Warum wurde dieses Geld nicht zur Errichtung einer Infrastruktur im Gazastreifen benutzt, um den Menschen ein würdiges Leben zu ermöglichen? Wer etwas hat, will es auch erhalten und mehren.
    Kein Mensch gibt seine Familie oder Verwandschaft gerne als lebende Bomben her. Nur Fanatiker oder besitzlose haben nichts zu verlieren.
    Eine Frage noch zum Schluß: Was würden all die Extremisten und Ultraorthodoxen tun, wenn plötzlich alle nur noch Frieden wollten und keiner mehr eine Waffe auf den anderen richten würde. Shalom

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    1. Shalom,
      Danke fuer deinen Kommentar.
      Ich stimme dir im Grossen und Ganzen zu.
      Nur eine Anmerkung – die „Ultraorthodoxen“, zumindest in der Anwendung des Begriffs auf strengrelogioese Juden, sind keinesfalls die Gruppe, die zur Waffe greift, da ihre Ideologie sich nicht auf den Kampf um das Land ausrichtet.
      Gruss
      Chaya

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