Gerd Buurmann fragt: Wer traut sich?

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56 Kommentare zu “Gerd Buurmann fragt: Wer traut sich?”

  1. Ich finde diesen Blog ein wenig verwirrend. Damit beziehe ich mich nicht auf den Inhalt (obwohl…….), sondern mehr auf Form und Funktionsweise. Die Siedlerin ‚Chaya‘ drückt sich sehr überzeugend aus, frisch und frech, nicht unsympathisch (da ich gegen israelische Siedlungspoltik bin, ist das positiv gemeint). Für Chaya ist es ganz natürlich sich auf erobertem Boden niederzulassen. Es ist Gott-gegebenes Land.(?) 1. Aber welche Rechte haben die Menschen, die dort Jahrhunderte gelebt haben und nicht mehr in ihrer Heimat leben dürfen, da sie vertrieben wurden, geflohen sind und nicht mehr zurück können? Wenn die Siedlerin sich das Recht nimmt oder meint das Recht zu haben, auf palästinensischem Land sich wohnhaft machen zu können, dann haben palästinensische Araber im Libanon, Syrien, Jordan und anderen Ländern dann wohl das gleiche Recht auf Rückkehr in ihre ehemalige Heimat, sei es im jetzigen Israel, Gaza oder der West Bank. Gleiche Rechte muss es geben. Oder?
    2. Warum gefällt es Siedlern, palästinensische Bauern anzugreifen, ihre Olivenbäume zu vernichten, während die IDF nur darauf bedacht ist die Täter zu beschützen, nicht aber die Opfer (scheint ein beliebter Sport zu sein).
    3. Meiner Meinung nach ist das Geschichtskapitel 1948 noch nicht abgearbeitet. Wäre es nicht gut zusammen mit den Palästinensern die Zeit vor und Nach 1948 zu erklären und aus zwei Narrativen eine zu machen, die auch Grundlage für Frieden und friedliche Kooxistenz ist?
    4. Soll die Besetzung der West Bank und die militärische Kontrolle Gazas ein permanenter Zustand sein?
    Chaya hat sehr starke Meinungen. Deswegen würde ich der Siedlerin gerne diese Fragen stellen. Friedliche Koexistenz, die Selbstverständlichkeit gleicher Rechte, Recht auf Heimat (auch für Palästinenser) , das wären für mich schon wichtige Element eines Friedens und einer Friedensregelung. ( Chaya tut sich schwer mit dem Begriff ‚Frieden‘).

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    1. Guten Morgen. Michael, gut geschlafen?
      Dann heißt es jetzt AUFWACHEN!

      Sie schreiben

      „Friedliche Koexistenz, die Selbstverständlichkeit gleicher Rechte, Recht auf Heimat (auch für Palästinenser) , das wären für mich schon wichtige Element eines Friedens und einer Friedensregelung.“

      Hört sich ja gut an.

      Aber WER wäre der Adressat dieser Wünsche auf palestinensischer Seite? Haben Sie da irgendwelche Vorschläge?

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      1. Erst einmal sieht es so aus, dass ich hier auf’s falsche Gleis gekommen bin. Fragen und Kommentar bezogen sich auf den Chaya-blog. Antworten will ich dir selbstverständlich.
        Was meinst du mit Adressat? Als Palästinenser gleiche Rechte zu haben wie jüdische Siedler müsste doch jedem einleuchten. Wie du von Chaya vielleicht gehört hast, ist es für sie und die meisten Siedler das Natürlichste auf der Welt im Westjordanland, im besetzen Westjordanland wohnen und leben zu wollen. Gleiches Recht müsste bedeuten, dass Palästinenser nicht länger in Flüchtlingslagern dahinvegetieren müssen, sondern sich in ihrer alten Heimat wieder ein Zuhause aufbauen können.

        Hier geht es um Menschenrechte, für die man doch keinen Adressat auf palästinensischer Seite finden muss, sondern vielmehr um das Einlenken einer immer ‚rechter‘ agierenden Regierung, auf Frieden und friedliche Koexistenz eingestellt zu sein. Das ist leider nicht der Fall. Es gab einmal ein Oslo-Abkommen, das mit Unehrlichkeit implementiert wurde, weil es das Ziel auf israelischer Seite war und immer noch ist dank militärischer Macht ein Land zu kolonisieren. Das bedeutet Besetzung, Enteignung und Unterdrückung. Statt Frieden wohnen nun hundertausene Juden in besetzten Gebieten. Was soll wohl hier an wen adressiert werden?

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  2. Shalom an alle,

    Ich moechte an dieser Stelle vorwarnen, dass ich ab jetzt und in Zukunft keinerlei beleidigende, streitsuchende und sonstwie aggressive persoenliche Kommentare unter diesem und anderen meiner Blogeintraege dulden werde. Ich begruesse jede Art von Meinung unter meinen Texten, widersetze mich aber vehement jeglichen persoenlichen Ausseinandersetzungen in meinem Blog, insbesondere solchen, welche komplett vom Textthema abschweifen. Diese koennen auf jeder sozialen Plattform ausgetragen werden, ausser auf dieser Seite.
    Kommentare, die meines Erachtens in die obige Kategorie eingeordnet werden koennen, werden ohne Absprache geloescht, ohne Ruecksicht auf Status oder persoenlichte Ansichten des Kommentators.

    Ich danke im Voraus fuer das Verstaendnis.
    Die Siedlerin.

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      1. 🙂

        – Pardon & slicha!, aber als a zionistischer Jid, der nirgendwo ein Blettl vor den Mund nimmt, scheine ich derlei Zombies anzuziehen.
        Nicht meine Absicht.

        A guttn Jontef Dir.

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  3. [Zensiert durch die Redaktion. Bitte bleiben Sie sachlich und tragen Sie persoenliche Angelegenheiten mit anderen Bloggern auf dieser Seite aus.]
    Bleibt nur noch, Ihnen viel Erfolg bei Ihrem wichtigen “Projekt” zu wünschen. Vielleicht schauen Sie auch bei
    http://www.siedlungspolitik.de/
    einmal vorbei? 😉

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  4. Wie erwähnt: Die Eltern vieler Juden, selbst anwesender, saßen im KZ, mussten sich verstecken oder wurden vergewaltigt.

    Dieser luxuriöse, offensichtlich tief gestörte Herr hingegen schwätzt penetrant über seine Urgroßeltern, die er nie gekannt hat, und stellt sich selbst unaufhörlich als weinendes, leidendes, beraubtes Opfer hin.

    Pfui Teufel nochmal!

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  5. @wollecarlos

    Aber mir ist ein verirrtes Schaf lieber, als ein raffinierter Wolf. Man sollte doch ein klein-wenig großzügig sein.

    Wer ist hier eigentlich das verirrte Schaf?

    Ich habe mir den Blog von Chaya sehr genau aungeschaut und ich habe einen Kommetar weiter oben, von unbesorgt, der eben schon auf tapferimnirgendwo gepostet wurde kommentiert. Und ich muss sagen:
    Chaya ist eben eine Frau! Sie hat mir so geantwortet, dass ich Respekt vor ihr habe. Großen Respekt. Und das will was heißen.

    S.H.

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  6. Sie armes, armes Opfer, dem man alles genommen hat. Sogar das Bisschen Judentum des Urgroßschwagers hat man Ihnen entführt. Jetzt haben Sie gar nichts mehr als Ihre Penetranz, Ihre Besessenheit,und Ihren Hass auf Israel.

    Pfui Deibel.

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  7. @woolecarlos

    Und: Können wir -Sie- wissen, ob sich seine Familiengeschichte nicht so zutrug, wie er sie schildert, wie er glaubt, daß sie gewesen sei…

    „Wie er glaubt“?

    Muss ich Beweise für meine Familiengeschichte anführen? Sicherlich nicht. Wie erbärmlich ist das denn. Der Großteil meiner Familie ist in der Gaskammer von Auschwitz gelandet. Und das muss ich auch noch beweisen, oder was? Ich muss hier keine Rechenschaft ablegen. Die Stammbäume liegen bei mir zu Hause!

    S.H.

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    1. Ach Stephan,
      Sie machen es einem aber schwer!

      Wenn ich schreibe „… wie er sie schildert, wie er glaubt, daß sie gewesen sei…“, trage ich doch nur dem Umstand Rechnung, daß es zwischen der realen Welt -wissenschaftlich erwiesen- und dem, was man sich in seinem Hirnkästl daraus macht, Unterschiede gibt.

      Fragen Sie einen x-beliebigen Kriminaler und der wird Ihnen bestätigen, daß es zwischen dem wirklichen Sachverhalt und der Wahrnehmung der Zeugen teilweise gravierende Unterschiede gibt.

      Lassen Sie Ihren Disput mit Aristobulos auf sich beruhen, kämpfen Sie mit Ihren Mitteln dafür, daß der israelische Staat ein freier Staat bleibt, treten Sie energisch gegen Antisemitismus auf aller Welt ein, vor allem aber in Ihrem Heimatland, in Deutschland!

      Wäre das nicht wunderbar?

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      1. Lieber wollecarlos,
        ich habe wahrlich andere Prioriäten als mich um das Wohl Israels zu bemühen. Ich bin Jude in meinem Herzen, ganz tief, auch wenn das der Aristobulus nicht begreift. Meine jüdische Familie ist in USA und GB beheimatet. Über das Wort „Antisemitismus“ habe ich hier schon meine Meinung abgegeben. Siehe weiter oben.

        S.H.

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  8. Das mit dem Päckl, das er zu tragen hat, mag schon stimmen. In unserer rationalen Welt interessiert das aber keinen, heißt Schicksal! Jeder trägt sein Päckle. Deswegen muss man nicht sein Frust an anderen ablassen und das macht dieser Herr permanent.

    S.H.

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  9. ok, Ari, verstanden!

    Vielleicht haben Sie Recht mit Ihrer Ansicht.

    Aber mir ist ein verirrtes Schaf lieber, als ein raffinierter Wolf. Man sollte doch ein klein-wenig großzügig sein.

    Und: Können wir -Sie- wissen, ob sich seine Familiengeschichte nicht so zutrug, wie er sie schildert, wie er glaubt, daß sie gewesen sei…

    Nehmen Sie ein Quäntchen der sprichwörtlichen jüdischen Großzügigkeit und lassen Sie ihn, ob nun richtig, oder falsch…

    Und bitte: Poltern Sie nicht wieder drauf los.
    Das würde meine Statistik zu Ihren Ungunsten verschlechtern!

    Gefällt 2 Personen

  10. Sie armes Opfer. Abstoßend, diese Besessenheit.
    Sie wollen, das irgendwer im Internet so ein HappZerrbild von einem Nerv-Juuuden entdeckt und daraufhin denken muss, oh jemineh!, so sindse, die Juden, ich hatte es geahnt.

    Weil sie das so hervorrufen wollen, schrillen Sie soviel es geht davon, wie superjüdisch Sie seien.

    Dabei sind Sie nur das gespenstische Zerrbild eines Besessenen.
    Und Sie richten auf ekelhafte Weise Schaden an.

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    1. Sie pauschalieren einfach zu viel mein Freund! Immer und immer wieder DIE JUDEN! Ich weiß nicht wer da wirklich besessen ist!

      S.H.

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  11. pardon, kryo~. Nein, antipro~. Nee. Also krypto~.
    Ein Pseudojude. Ein Antijüdischer, der besessen von Juden ist, darum will er selber einer sein und schnattert überall & sofort darüber los und kennt nur zwei Themen: ICH-ICH-ICH und den Hass auf Israel.

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  12. Sehr vereehrter unbesorgt,
    nicht meine Eltern stammen aus Pommern, sondern meine Mutter und deren Eltern. Man hat ja immer zwei Erzeuger.
    Mein Vater stammt aus Berlin und seine Familie wiederum ist jüdisch (Nürnberg/ Frankfurt und Budapest).
    So sieht das aus, wobei auch der Urgroßvater meiner Mutter Jude war. Es wird also kompliziert, was die Herkunft betrifft. Zu den Problemen im Nahen Osten will ich mich ehrlich gesagt nicht weiter äußern. Hier wurde vieles verspielt, politisch falsch entschieden und das Desaster, nicht zuletzt durch den Holocaust hervorgerufen, trägt zu der heutigen Situation in der Region bei. Ein abendfüllendes Thema, wenn’s überhaupt reicht.

    Eine gute Nacht Ihnen
    S.H.

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    1. Wie ich zu den jüdischen Siedlungen stehe nur soviel:
      Da es keinen Palästinenserstaat gibt und es ihn auch nie geben wird (Zweistaatenlösung), gäbe es nur eine Lösung, nämlich die Einstaatenlösung. Ich sage bewusst „gäbe“, da auch diese Lösung rein theoretischer Natur ist bzw. diese Lösung wurde längst verspielt.

      Ehrlich gesagt: ich habe keine Antwort auf diese Frage. Ich empfehle mal einen Artikel von Yoav Sapir, ein Israeli, der mittlerweile in Berlin lebt. http://www.scilogs.de/un-zugehoerig/dann-geh-doch-zu-den-siedlungen/

      S.H.

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      1. Sie können sich ja offensichtlich auch keine Zweistaatenlösung vorstellen. Dann tuen die Israelis ja aktuell genau das richtige: Sie lassen sich den Kopf nicht unter Wasser drücken und arbeiten an dem einen Staat, den sie haben. Die Chancen für einen zweiten, Palästinensischen, wurden nicht von Israel vertan. Den Artikel kannte ich übrigens schon.

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      2. Danke fuer die Empfehlung.
        Wir sind noch nicht am Ende der Weltgeschichte, und daher wuerde ich vorsichtig sein mit Aussagen wie „vertan“. Die Zeit ist der wesentlichste und wichtigste Faktor der Geschichte, abgesehen von der Vorsehung, wer sie mit einkalkuliert.

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  13. Zu Ihrer obigen Antwort noch…“Wieso schreiben Sie “sogenannter Judenhass”?“…
    Ganz einfach: Weil ich das Wort Antisemitimus tunlichst vermeide, da dieser Ausdruck rassistischer Natur ist. Deswegen schreibe ich sog. Judenhass, weil es scheinbar letzendlich darum geht, dem blöden Bürger immer noch einzutrichtern, dass Juden Semiten seien, ansonsten wäre der Ausdruck ja rein rassitischer Natur, im Sinne einer semitischen Volkszugehörigkeit (das sind Araber ja auch)…. Für mich bleibt der Antisemitismus (eine deutsche Worterfindung) das was er immer war, eine Ablehnung von Menschen gegenüber einer anderen Religion und Weltanschauung + Kultur, nämlich dem Judentum, also ein Antijudaismus… Warum der rassistische Begriff des Antisemitsmus aus dem 19. und 20. Jht. bis heute weiter so in aller Munde ist, erschließt sich mir nicht. Ich verbinde diesen Begriff mit den Nazis und dem Holocaust. Ich spreche daher lieber von Judenhass bzw. Antijudaismus… aber man kann mir gerne widersprechen… Gute Nacht und schönen Gruß nach Israel, S.H.

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    1. Bzgl. der 3 D’s von Sharansky noch eine Anmerkung:
      Wie kommen Sie darauf? Sie unterstellen mir Antisemitismus…
      Wie oben bereits beschrieben halte ich diesen Ausdruck für schlichtweg nicht mehr angebracht im 21 Jht. Ansonsten erklären Sie mir bitte den Ausdruck Semitismus und bringen sie diesen mit dem Judentum in Zusammenhang http://de.wikipedia.org/wiki/Semitismus
      Auf solch ein Niveau begebe ich mich sicherlich nicht.
      VG S.H.

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      1. Ihre Eltern stammen aus Pommern? Fein, dann sind sie „Flüchtlingskind“ genau wie ich! Stettin, wenn Sie es genauer wissen wollen. Auch aus meiner Familie hat kaum jemand überlebt. Soweit ich mich erinnern kann gibt es aber keine ernsthaften Gebietsforderungen von deutscher Seite an Polen und ein Rückkehrrecht ist auch kein Thema. Ich könnte heute sogar ohne Probleme nach Stettin ziehen, wenn mir der Sinn danach stände. Das wird wohl daran liegen, dass es zwischen Polen und Deutschland Frieden gibt und dieses „Recht“ heute keine Rolle mehr spielt. Hier war ein Schlussstrich doch mal sinnvoll. Angeblich habe wir früher ja auch mal alle im Paradies gelebt – was nicht heißt, dass wir da alle wieder hin können.

        Sie kennen mich nicht, ich kenne Sie nicht. Wer von uns sich also mit was näher befassen sollte, lassen wir mal dahin gestellt sein. Im Übrigen kann ich in meinen Äußerungen keine Holocaust-Keule sehen. Meine Aussagen könnten Sie sogar selbst nachvollziehen. Ich empfehle die Hamas-Charta, wenn das auch keine angenehme Lektüre ist. Mein „DASS sie leben…“ bezog sich absolut auf die Gegenwart, in die Vergangenheit wie Sie müssen wir da gar nicht blicken.

        Schön, dass Sie sich dem Judentum immer noch so verbunden fühlen. Sie sind auch sicherlich gut über die jüdisch talmudische Geschichte informiert – was ich mich frage ist jedoch, wie Sie zu den jüdischen Siedlungen stehen und welchen Rat sie den Siedlern dort geben möchten. Ich kann dazu ja nichts Schlaues sagen, weil ich nicht betroffen bin. Ich weiß weder was angemessen, rechtens, historisch begründet, verhältnismäßig oder sinnvoll ist. Ich sehe aber eine Kette von Ereignissen, die lange zurück reicht und das hat zu einer Entscheidung für mich geführt.

        Ich habe ich für eine Seite entschieden, das stimmt. Diese Entscheidung hängt natürlich mit den Menschen zusammen, die ich kenne – aber auch an den Informationen, die ich über Jahre gesammelt habe. Das heißt aber weder, dass ich alles gut heiße, was diese Seite sagt und tut, noch heißt es dass ich andere verurteile, weil sie meine Meinung nicht teilen. Das heißt nicht einmal, dass ich andere Meinungen als „daher geschwafelten Mist“ bezeichnen würde. Und ausgerechnet einen Wikipedia-Eintrag als „As“ zu spielen, nun ja, die Blöße würde ich mir nie geben.
        Ihnen auch ein herzliche Schalom

        PS: Der Gaza-Streifen ist ein Gebiet, das vollständig von Israel geräumt wurde. Die Siedler dort wurden teilweise mit Gewalt durch die IDF vertrieben. Ich finde nicht, dass die Palästinenser dort auf dem richtigen Weg sind – und auch nicht, dass Israel dafür allein verantwortlich ist. Gaza ist ein Beispiel für die Gelegenheit, eine weitere Chance zu verpassen.

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      2. Drei Ds von Sharansky in ihrer Ausfuehrung sind:
        Delegitimization, Demonisation, Double Standard.
        Ob das im Endeffekt von jemandem „A-ntisemitismus genannt wird oder nicht, ist mir persoenlich nicht wichtig – sondern wichtig sind die genannten Elemente in dem Bezug auf Israel, den Sie in einigen ihrer Kommentare nehmen.

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  14. Liebe Chaya, das ehrt mich zutiefst, dass Sie mir aufgrund meiner jüdischen Herkunft eine israelische Staatsbürgerschaft nach dem sog. Rückkehrgesetz quasi vorschlagen.
    „Dann übrigens haben Sie dieselben Rechte wie jeder israelische Staatsbürger incl. Araber, Drusen, Tcherkessen, Armenier usw isf.“….

    Ich möchte hierzu nur soviel sagen: Meine Großeltern (mütterlicher, wie väterlicherseits) waren sog. Halbjuden. Meine Urgroßväter haben christlich geheiratert. Mit einer jüdischen Großmutter oder gar Mutter kann ich nicht aufwarten. Meine Urgroßväter haben sich assimiliert. Meine Großmutter väterlicherseits durfte als Halbjüdin zu Nazizeiten „nur“ einen Halbjuden heiraten, Sie hätte sonst, wie ihr Großvater den Gang ins KZ antreten müssen (sie wurde christlich erzogen und galt deshalb nicht als sog. Geltungsjüdin)… Wollen Sie , liebe Chaya, mir erklären, was es bedeutet Jude zu sein? Ich bin kein Jude, da ich christlich erzogen bin (seit langem schon Atheist).
    Meine Eltern, meine Großeltern haben nie über ihre religiöse Herkunft gesprochen. Auch nicht mein Urgroßvater, der als einziger von 7 Geschwistern Theresienstadt überlebt hat und 1945 befreit wurde.

    FG
    S.H.

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      1. Mit jüdischen Vorfahren können etwa 10% aller sog. Deutscher (auch Arier genannt, Ironie off) aufwarten. Die meisten wissen nur nichts davon. Aber der Zusammenhang zwischen religiöser und ethnischer Herkunft ist bis heute ein äußerst umstrittenes Thema. Es hängt sicherlich auch mit dem nicht-missionierenden Charakter des Judentums zusammen. Shalom

        S.H.

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  15. Jeder sollte sich zumindest ein bisschen mit der jüdischen Geschichte befassen. Und zur jüdischen Geschichte gehört eines an aller erster Stelle: Die Thora (ca. 550 v.Chr., Priesterschrift) und der babylonische Thalmud (nicht der Talmud Jeruschalim), entstanden im 5. Jht. n. Chr. Mischna und Gemara als Hauptwerk des Thalmud.

    Shalom

    S.H.

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    1. Selbstverständlich. Und in den beiden Großwerken ist wohl das am Meisten Unterstrichene – das Recht und die Pflicht des Juden auf das Land Israel. Und damit Sie sich nicht irren – damit meint man im Endzug weitaus mehr als „vom Mittelmeer zum Jordan“.
      Ich empfehle einen Nachhilfekurs in jüdischer Geschichte der Alt- und Neuzeit mit besonderem Fokus auf die Landsversprechung, die Gebietsverteilung, die geografische Lage, die gesellschaftliche Entwicklung und die archäologischen Ausgrabungen und Nachweise der Neuzeit in Bezug auf jüdisches Erbe im Land Israel. Schönen Abend noch!
      Chaya

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      1. Das Problem an ihrer Aussage zum „jüdischen Erbe“ in Bezug auf Gebietsansprüche, was die Überlieferungen der jüdischen Gelehrten betrifft ist nur Folgendes: Sie können die Bibel nicht als Geschichtsbuch auf Gebietsansprüche heranziehen! Genau hierin liegt die Krux.
        Wenn Sie so argumetieren, dann können Sie die gesamte Welt nach diversen Eroberungen, Kolonisationen etc. komplett neu ordnen. So einfach geht es nicht. Über die seit der Unabhängigkeitserklärung Israels im Jahre 1948 und schon weit davor (zu britisch/ französischen Mandatszeiten) debatierte Zweistaatenlösung wird freudig gestritten, wer nun Schuld hat, dass diese nicht zustande kommt. Die Araber haben sicherlich hier einen großen Fehler begangen, keine Frage… Aber die Politik Israels auch im Zuge seiner Verteidigung in den arabisch-isralischen Kriegen und seiner Landnahme, macht die ganze Situation nicht einfacher, im Gegenteil.
        Israel wird im Nahen Osten als Kolonialist betrachtet, das ist Fakt. Das geht zurück bis in das frühe 20. Jht.
        Es ist eine Binsenweisheit, dass das heutige Israel zu Zeiten vor den WKen quasi menschenleer war. 1931 lebten etwa 850.000 Nichtjuden (Araber) in Israel (etwa 130.000 Juden), wobei es enorme Unterschiede zwischen Stadt-/ Landbevölkerung gab. Im Jahre 1918 während des britischen Mandats wurden 573.000 Einwohner gezählt (davon 10% Christen und 10,3% Juden, ca. 66.000)…
        Und nun kommt der Knackpunkt: Der Staat Israel ist der Staat aller Juden (Judentstaat)…. Religion und Nation (das wissen Sie als russische Jüdin) sind untrennbar miteinander verknüpft. Insbesondere das Ostjudentum ist seiner jüdischen Tradition verbunden geblieben. Als Nachkomme westeuropäischer Juden kenne ich vor allem das Reformjudentum. Meine Cousine in USA ist Rabbinerin: http://kolemeth.org/about-us/meet-our-staff/our-rabbis/rabbi-laurie-matzkin/
        Das Judentum ist spannende, auch ich fühle mich tief in meinem Herzen mit dem Judentum verbunden. Es hat für mich jedoch kein geographisches Zentrum, sondern in erster Linie ein spirituelles.

        Shalom

        S.H.

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    2. In aller Bescheidenheit würde ich mal unterstellen, dass die Blogautorin hier die wichtigsten Eckdaten auf der Pfanne hat. Dazu aber noch einige Anmerkungen:
      Die Mischnah entstand vor der Gemarah und bildete zum Augenblick ihrer Kodifizierung die »mündliche Torah« ab – also Wissen, welches zuvor lange mündlich weitergegeben wurde.
      Der Jerusalemer Talmud ist der »Talmud Jeruschalmi«.

      Die Verwendung des Wortes »Priesterschrift« verrät, dass hier die Quellenscheidungstheorie vertreten wird. Die ist recht umstritten und nicht jeder Jude wird dieses Argument einfach so mittragen. Es könnte also sein, dass man der Argumentation nicht so ohne weiteres folgen möchte.

      Der Talmud ist die Aufzeichnung von Diskussionen zwischen Gelehrten. Da geht es hoch her und die Argumente werden mitunter »hart« ausgetauscht. Allerdings ist die Rezeption dieser Diskussionen ein ganz gutes Beispiel für einen respektvollen Umgang – auch mit anderen Diskutierenden. Vielleicht kann das ja als Inspiration dienen? Auch wenn das Thema »Land« immer interessante Emotionen freisetzt.

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  16. Wie ich schon bei Gerd Buurmann schrieb:
    Ein Mann auf dem Damenklo ist illegal, ein Seitensprung eines verheirateten Mannes ist illegal, eine Gesetzesinitiative von Gauk ist illegal, eine Bibel in Saudi Arabien ist illegal, ein Selbstmordattentäter in Netania ist illegal, ein Hausbesetzer in Kreuzberg ist illegal, ein Bootsflüchtling im Mittelmeer ist illegal, ein Einbrecher in meinem Haus ist illegal, ein SS-Verbrecher in Argentinien ist illegal, ein Tor aus dem Abseits ist illegal…was die Demonstrativ-Hühner in Köln nicht begreifen: Nicht der Mensch an sich, sondern sein Verhalten und seine Taten KÖNNEN ILLEGAL SEIN. Kluge Menschen blenden das nicht per se aus und tun nicht so, als wäre die Welt nur so schlecht, weil wir hier im Westen nicht gut genug sind.

    Ihr da, mit dem Transparent! Wenn ihr dann fertig seid mit dem demonstrieren und mit Bus, Bahn oder Auto zurück in eure behaglichen WG’s oder Studentenwohnungen gefahren sein, euren Latte trinkt und euch gegenseitig zu der „voll guten Aktion“ beglückwünscht: Ihr müsst keine „Illegalen Einwanderer“ bei Euch wohnen lassen und möchtet das auch nicht so gern, geht aber nächste Woche wieder auf die Straße um gegen die „illegalen Siedlungen“ in Palästina zu protestieren! Weil ihr den Sinn des Wortes illegal nicht mal ansatzweise begreift und immer wieder mit zweierlei Maß messt. Schreibt auf euer Transparent doch gleich „Jacke ist nicht Hose“ – das wäre genauso wahr und genauso blödsinnig.

    Illegal heißt schlicht und ergreifend „nicht dem Gesetz entsprechend“ oder auch schwächer „entgegen den Gepflogenheiten oder Traditionen“ – nicht mehr und auch nicht weniger. Menschen können an sich nicht illegal sein. Ihre Taten können es aber schon.

    Und das die jüdischen Siedler angeht: Menschen bauen Häuser und wohnen dann darin. Das ist seit tausenden von Jahren Alltag. Die einen wohnen in Wiesbaden, andere in Genf, Haifa, Perth, Amman oder Gush Etzion – wohnen und „Siedeln“ kann also kaum als Verbrechen gewertet werden. Ich selbst bin in einer Straße aufgewachsen, die überall nur „Siedlung“ genannt wurde.

    Die arabischen Politiker, welche immer wieder mit Verve vor die Kameras der Welt treten und die „Siedlungen“ anprangern behaupten auch, mit den Juden eigentlich kein Problem zu haben – sie sollen sich nur bitte nicht organisieren (was immer gleichbedeutend mit Zionismus ist) und möglichst weit weg leben. Am besten auf dem Mond! Juden, die in „Palästina“ wohnen…für diese Herren unvorstellbar! Schließlich hatte man ja aus anderen arabischen Ländern die Juden 1948 erfolgreich vertrieben! Und wer nun glaubt, die Herren von der Hamas und ihre Geistesbrüder hätten weniger Probleme damit, wenn diese „Siedler“ im Kernland von Israel lebten, der irrt sich gewaltig! Es ist denen egal WO Juden leben, sie haben ein Problem damit DASS sie leben!

    Mir persönlich sind immer noch die Menschen lieber, die Häuser dort bauen, wo sie es eigentlich nicht sollen als diejenigen, die Raketen basteln und auf Menschen feuern, die sie hassen und für ihr eigenes Versagen verantwortlich machen.

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    1. Wenn Sie sich mit dem Thema „Rechtsstaat“ ein wenig intensiver befassen würden und in diesem Zusammenhang mit dem Begriff Völkerrecht, dann würden Sie nicht solch einen Mist daherschwafeln. Ansonsten stelle ich das gesamte europäische Gefüge in Frage und wünsche, dass meine Großeltern, die aus Pommern vertrieben wurden, dort wieder unter deutscher Flagge siedeln dürfen. Vom Sudentenland und anderen Teilen des ehemaligen deutschen Reiches ganz zu schweigen (Ironie aus). Ich bin selbst Nachkomme jüdischer Vorfahren. Nur mein Urgroßvater hat den Holocaust überlebt.
      So einfach mit den Siedlungen, wie Sie sich es machen ist es nicht. http://de.wikipedia.org/wiki/Israelisch_besetzte_Gebiete#Westjordanland

      Wie sieht es übrigens mit der Siedelung von Arabern im israelischen Kernland aus? Informieren Sie sich; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelisch_besetzte_Gebiete#Westjordanland

      Shalom

      S. H.

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      1. Information über arabische Israelis – sprich israelische Staatsbürger arabischen Ursprungs – und der Rechtssituation von israelischen Bürgern würde ich an Ihrer Stelle, wenn Sie glaubhaft wirken wollen, nicht über Wikipedia beziehen; genau dasselbe gilt für das „Westjordanland“, da werden sicherlich seriösere Quellen weiterhelfen. Ich schlage vor, sich auf Seiten wie Audiatur Online bei Ulrich Sahm, Gil Yaron und sogar Tom Segev umzusehen. Warum, glauben Sie, wird in der Schule und in Universitäten die Nutzung von Wikipedia bei Literaturverzeichnis-Aufstellungen nicht gewertet?
        Was ich nicht ganz verstehe, ist auch der Hinweis auf Ihre ggf.jüdische Herkunft, weil sie wenig mit dem angesprochenen Thema zu tun hat, selbst wenn Sie nach dem Rückkehrrecht israelischer Staatsbürger werden können. Dann übrigens haben Sie dieselben Rechte wie jeder israelische Staatsbürger incl. Araber, Drusen, Tcherkessen, Armenier usw isf.
        Gruss
        Chaya

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      2. Paul’n gefällt dieser Kommentar?, nanu, was wusste der Paule da nicht?

        Warum einem dieser Kommentar nicht gefallen sollte, geht 1) aus dem Geschwätz des Kommentar selber hervor und 2) aus dem Charakter des Schreibers. Dieser Happ-Quetschmann schwätzt übers Völkerrecht, um mit diesem missbrauchten Begriff gegen die Juden zu wedeln – aus keinem anderen Grund. Und oh,er verlinkt die deutsche Wikipedia. Ein Scheinexperte, der keine blasse Ahung hat.
        Übrigens ist er ein bekannter Troll (bekannt, sofern man seinen Hetzereien unter verschiedenen Pseudonymen bei Tapferimnirgendwo über Monate folgte), ein großer Lügner, ein kleiner Judenhasser und ein todöder Verblendeter.
        Er will bloß beachtet werden und gegen die Juden abschwallen.
        Deswegen geht er mit fiktiven jüdischen Großonkeln hausieren.

        Gefällt 1 Person

      3. Die Großonkel sind mir schnurzpiepegal, aber ich mag es, wenn Diskussionen entfacht werden; ein Grund dafür ist mehr Traffic 😉

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    2. Und diese ewige Leier „Es ist denen egal WO Juden leben, sie haben ein Problem damit DASS sie leben!“ kann ich nicht mehr hören! Sie nutzen die Holocaust-Keule und den sog. Judenhass, den Sie mit Ihren Äußerungen geradezu am Leben erhalten, dazu, jegliche Kritik an politischen Entscheidungen in Israel im Keime zu ersticken.
      Dass man nach der Vernichtung von 6 Mio. Menschen jüdischen Glaubens (auch große Teile meiner Familie) auch noch stolz darauf ist, endlich seine Opferrolle losgeworden zu sein, um dann mit den gleichen Mitteln in eine Täterrolle zu schlüpfen (Nakba)… ist ein perfides Spiel… meine Vorfahren jüdischen Glaubens würden sich in ihrem nicht vorhandenen Grabe herumdrehen.. FG

      S.H.

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      1. Nur eine Frage habe ich zu dem Sammelsurium an den 3 D’s, die nach Sharansky-These in Ihrem Kommentar stecken: Wieso schreiben Sie „sogenannter Judenhass“? Ist das ein erfundener oder gar sprachlich falscher Begriff?….

        Gruss
        Chaya

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